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Charter: Der deutsche Bauernkrieg (Google data)  <^XXXXIX. Markgraf Ernst an Freiburg.
Signature:  <^XXXXIX. Markgraf Ernst an Freiburg.

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Source Regest: Der deutsche Bauernkrieg - Jahr 1525 Januar bis Juli, Nr. <^XXXXIX. Markgraf Ernst an Freiburg. , S. 106
 

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Der deutsche Bauernkrieg - Jahr 1525 Januar bis Juli, Nr. <^XXXXIX. Markgraf Ernst an Freiburg. , S. 106

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    <^XXXXIX. Markgraf Ernst an Freiburg.

    (28. April 1525.)

    Ernst von Gottes Gnaden Marggraf zu Baden und Hochberg Kc.

    4^ns ist yetziger Leuff etwas Salpeters nothwendig. Dwvl Nu wir verstanden, Ihr in Ewer Statt des gnugsam habend, ist unser gunstig nochburlich Bitt an Euch, Ihr wöllen uns ein Centner werden laßen, daß der uns yetzt werde. Wollen wir gern, was da; kostet, bezalen, auch sollichs umb Euch alzeit günstig beschulden, und nachburlich er kennen. Datum l»Mm Hochbergk uff Frytag nach Huazi modo ßeniti An. 25.

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    66. Herzog Ulrich von Wurtemberg an Schas hausen.

    (29. April l525.)

    U

    Ulrich von Gottes Gnaden Herhog zu Wirltemberg und zu 3eckh, Graue zu Mümppelgarth Kc.

    nsern fründlichen Gruß zuvor. Fürsichtigen, ehrsamen, wysen, be sonder lieben und guten Fründ. Nachdem euch unverporgen wissend die gewaltsame, unrechtlich Handlung uns begegnet, und unser über- Mßig Erpieten. Derhalben uns Gott und die Natur, alle mögliche Hilff zu Erholung des unsern anzunemen und zu suchen zugibt, wie wir uns dann in unserm Ußschrvben cm gemein Reichsftänd zu Nürn- berg geschehen, offenlich protestiert und bezeugt; haben wir uß solli chen und vil bewegenden Ursachen und Handlungen, so an uns ge langt, uns mit der Versammlung der Panrschaft, so jetzt imHegow und Zchwartzwald bveinander sind, uff ihr Bewilligung und Zu sagen, das sie uns zu Recht, auch unserm Land und Lüten mit allem ihrem Vermögen Lobs und Guts verhelffen ^vollen, in Verstandt be geben; doch dermaßen, daß sie sich ihrem Erbieten nach, dem gött lichen Rechten, und nach Ußwysung desselben halten, und aller Ehr barkeit und Billichkeit wisen wöllen lassen. Nun sind wir aber be- richt, daß setz uff die Handlung, so die Pündischen*) gegen berür- ter Versammlung und Paurschaft vorhaben sollen, die bemeldte Ver sammlung ihre Gesanten zu euch abgesertigt«, und Rats und Be stands begeren söllen. Ist demnach an euch dem sondern Vertruwen nach, so wir zu Euch haben, unser gütllich Beger, sosern Ihr Euch mit Rat oder aber Widerhandlung dieser Sachen beladen würdend, Ihr wollend uns zu gut dieselben dermaßen fürnemen, darmit obge- melter der Paurschaft getbonem Zusagen und Bewilligung gemäß ge handlet werde, wie wir uns dann des und alles Guten zu Euch versehen, und widerumb mit Fründtschaft zu bedencken unvergessen hal ten wöllen. Datum Twiel uff Sambstag nach <Hua8iiuoäoßouitl Anno 25.

    *) Schon unterm 23. Febr, schrieben diese von Ulm aus an Schashausen: „Der Herzog habe durch das Vorgeben, baß die Bundesftänbe sich der Sacht nicht annehmen, die aufrüligen Bauern und ihre Anhänger ihm zu Hils bewegt."

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    661. Freiburg au die Gemeinde Heitersheim.

    s29. April 1525.)

    hieben Fründt. Euwer Herr, der Commenthur hat uns jetzt kurtzlich zugeschriben, wir sollen in diesen schweren Läuffen ein getrüwes Uff- sehens zu Euch haben. Des sind wir funst als gut Nachpurn wol geneigt. Deshalben so ermanen wir Euch, wie vor in der nechsten Uffrur wir ouch gethan haben, ihr woldt Euch frembder Sachen nit beladen noch annemen, sonder ruwig und still sitzen, dem loblichen Huß von Österrich und euwer Herrschaft gehorsamlich anhangen und nit von derselben wichen und bedencken, wo Ihr dasselb nit thejten, daß Euch daruß verderblicher Schad begegnen möcht. Das wär uns in Trüwen leid, dann wir wolten je gern sovil unsers Vermögens wär, daß Frid und Einigkeit gefordert und gehalten würd. Habt ihr aber danebendt etwas Spann und Irrung mit euwerm Herrn, zei- gent uns dasselb an, so hoffen wir, wir wöllen sein als unsers Bür- gers zu aller Billichett mechtig sein. Und damit wir demselben euwerm Herrn wissen uff sein Beger zu schriben, so begern wir hierüber von Euch müudtlich oder schrifftlich Antwurt. Datum uff Sambstag nach sannt Iörgentag Anno 1525.

    661». Ausschreiben der Bauerschaft im Elsaß.

    (29. Aprll l525.)

    .^Hch Azimus Gerber, Oberster und die ganze Versammlung, so zu Alttorff und jetzund zu Maßmünster, tunt kunt mit disem Brieff allen und jeden, er sey hoch oder nider, arm oder rich. Daß wir in dem Namen Iesu Christi unsers Herrn noct> bv einander sol- lent und wollent bliben, Gott dem Herrn zu Lob und Ehren, sin Wort zu bestetigen und dem armen und gemeinen Mann zu Trost und zu Hilff, so bißhar unschicklichen gefürt durch die Priesterschafft. Ist haruff unser früntlich und ernstlich Begeren, daß ein jede Statt, Fle cken und Dörffer den vierten Mann von Stund Angesichts diß Brieffs zu uns vereinen wollen und diejenen, so jetzund by uns im Huffen sint, auch anheim ziehen und die Wyber, Kinder und Güter versor

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    gen mögent. Und so jetzund dieselbigen uffgelegt acht Tag im Huffen bliben, und über acht Tag abermals abwechseln, damit wir by einan der bliben und einem jeglichen beschehe als dem andern. Auch sollich Sach und Handel dem gemeinen Mann zu Gut, Trost und Hilff be schehe. Desselbigen glichen, ob ein Geschrei in das Land oder Huffen kommen wird, der wider uns wolt sin; daß dann ein Glock uff die ander gen und gelütet werden soll, damit wir, ob Gott will, unser Land behalten. Und des euer geschristlich Antwurt. Geben uffSamp- stag nach HunHiinocio An. 25.

    tNll. Rottweil an Schashausen.

    (l. Mai l525.)

    B.

    besonders guten Fründt und getrüwen lieben Aidtgenossen. Uns zwyselt nit, Ihr tragen gut Wissen, wie unter der Pursame und ihren Obrigkeiten ein groß Widerwärtigkeit und Empörung vorhanden. Nun haben sich umb uns auch zwen Haufen erhept und unser Un- terthanen, deßgleichen unser Purger die ihren auch in ihr Bruderschaft zu khomen aufgefordert und ihnen das ihr zum Teil gewaltigklich ge- nomen. Dieweil wir aber, wie wir uns in diesem Fall halten sollen, nit wissen mügen, langt an Euch unser gar fiyßig und freundlich Bitt: uns hierin welchermaßen sich in die Sach zuschicken, oder dage gen vortzunemen und zu handlen, ratlich uud beholsen zu sind, darzu Wegweisung zu geben. Auch wo und an welchem Ort derAidgenoß- schaft der nechst Tag ausgeschrieben oder gehalten werde, zu verstän digen. Alles mit so gutwilliger Ertzaigung, wie dann unser hoch Ver trauen. Stet uns umb Euch hinwiderumben freuntlich zu verdienen und zu beschulden. Geben auf St. Phillips und Iaeoben Tag An. 25.

    Burgermeister und Rat der Stadt Rottwill.

     
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