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Charter: Illuminierte Urkunden 1331-05-25_Wien
Signature: 1331-05-25_Wien

This charter is an interpretation of :
Urkunden/13310525

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1331-05-25, Avignon
Bischofsammelindulgenz (12 Aussteller) für das Himmelpfortkloster in Wien:
Erzbischof Apostolus von Nicopolis (Nichopoli) und die Bischöfe Alamannus von Soana (Suanensis), Jakobus von Castro (Castrensis), Paulus von Foligno (Fulginensis), Meletius von Gallipoli (Gallipolipatiensis), Rudolfus von Cyzicus (Siriquensis), Bonifatius von Sulcis (Sulcitansis), Jordanus von Bobbio (Bobiensis), Jordanus von Acerno (Acernensis), Benedikt von Cardica (Cardicensis), Johannes von Serbien (Serbiensis) und Antonius von Sagona (Sagnonensis) erteilen all jenen einen Ablass von 40 Tagen (misericorditer in Domino relaxamus), die die in der Diözese Passau gelegene [Kloster-]Kirche Himmelpforte in Wien (ecclesia ad portam celi in Viena) reumütig und nach Ablegung der Beichte an bestimmten Festtagen und – soweit gegeben – in der jeweiligen Oktav besuchen und dort Abend- und Morgenmessen oder welchen Gottesdiensten auch immer beiwohnen, und zwar an den Festen aller Heiligen, denen in dieser Kirche ein Altar geweiht ist oder deren Reliquien dort aufbewahrt werden, zu Weihnachten, zu den Festen der Beschneidung und der Erscheinung des Herrn, am Karfreitag, zu Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, am Dreifaltigkeitstag, zu Fronleichnam, am Kreuzauffindungstag, am Kreuzerhöhungstag, an allen Marienfeiertagen, am Feiertag des heiligen Michael, zu den Festen der Geburt und der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers, am Peter- und Paulstag, zu allen Apostel- und Evangelistenfesten, an den Feiertagen des heiligen Stephan, des heiligen Laurenz, des heiligen Vinzenz, des heiligen Georg, des heiligen Christoph, des heiligen Martin, des heiligen Nikolaus, des heiligen Augustinus, des heiligen Ambrosius, des heiligen Hieronymus, der heiligen Maria Magdalena, der heiligen Katharina, der heiligen Magarethe, der heiligen Cäcilia, der heiligen Lucia, der heiligen Agnes, der heiligen Agathe, der 11 000 Jungfrauen, zu Allerheiligen, zu Allerseelen und an allen Sonntagen. Weiters wird all jenen Ablass gewährt, die den Priester beim Versehgang begleiten, die beim Abendläuten mit gebeugten Knien drei Ave-Maria beten, die für den Bau, die Beleuchtung und die sonstige Ausstattung der Kirche aufkommen und die der Kirche testamentarisch oder auf anderen Wegen Gold-, Silber- oder Kleidungsspenden zukommen lassen.

s.d., s. l.
Bischof Albert von Passau bestätigt (confirmamus) die obige Indulgenz und fügt weitere 40 Tage Ablass hinzu.
Markus Gneiss
Source Regest: FWF Projekt P 26706-G21 "Illuminierte Urkunden"
Bearbeitungsstand: HOCH
 

Original
Current repository
Wien, Diözesanarchiv

alle Siegel abgefallen


  • notes extra sigillum
    • Arenga (Incipit): Pia mater ecclesia ... .
      Weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite mittelalterliche Vermerke.
Graphics: 
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  • Materielle Beschreibung: 
    Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz: Historisierte Initiale U(niversis) zu Textbeginn und drei vergrösserte Initialen mit Aussparungen vor farbigem Grund in den Binnenfeldern, das M(atris) mit Fischen in der ersten Zeile. Im Text zwei vergrösserte zweizeilige Initialen mit Aussparungen und Farbe.
  • Neun Zeilen hohe historisierte Initiale zu Textbeginn: in Feder vorgezeichnet und mit Farben ausgemalt (kolorierte Federzeichnung). Im Binnenfeld Christusbüste mit erhobenen Händen. Der Buchstabenkörper ornamental mit Aussparungen aus Blattranken gestaltet. Der Buchstabe ragt nach links in den Rand hinaus, wobei die innere Begrenzung des Bogens in etwa am Textspiegel ansetzt. Unten und links mit Farbe die Ecken des Initialfelds betont. An Rändern aussen Linierung (für einen Bordürenstreifen?) zu erkennen.
  • Stil und Einordnung: 
    Das Layout mit den beiden zweizeiligen Initialen ist anspruchsvoller als üblich. Offenbar hat der Schreiber schon zeitig festgestellt, dass er genügend Platz zur Verfügung hat. Insgesamt zieht er seine Schrift in die Breite, zu den raren Erscheinungen bei Avignoner Bischofsammelindulgenzen gehört ein tintenfarbiger Zeilenfüller (siebte Zeile von oben). Der Zeichner (Zeichner 4 der Christusbüsten) ist im bekannten Material seit 1330 April 5 für Wittichen in der Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen nachweisbar. Die Christusbüste ist am besten mit 1331 März 28 für Purgstall zu vergleichen, dort sieht man die Brauenpartie ebenso schattiert. Radocsay (1970, S. 10) sah Übereinstimmungen mit 1331 Jänner 25 für Echternach; dem ist zuzustimmen; auch die Schrift ist gut vergleichbar.
  • Gabriele Bartz
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Bibliography
Places
  • Avignon
    • Type: Ausstellungsort
  • Frankreich (Kurie)
    • Type: Region
  • Wien
    • Type: Empfängerort
  • Österreich
    • Type: Region
Persons
  • Alamannus von Soana
    • Albert von Passau
      • Antonius von Sagona
        • Apostolus von Nicopolis
          • Benedikt von Cardica
            • Bonifatius von Sulcis
              • Jakobus von Castro
                • Johannes von Serbien
                  • Jordanus von Acerno
                    • Jordanus von Bobbio
                      • Meletius von Gallipoli
                        • Paulus von Foligno
                          • Rudolfus von Cyzicus
                            Keywords
                            • Illuminated Charters: Niveaus:
                              • N1: historiated
                              • N1: Initials
                              • N1: with Additional Colours
                              • N1: painted
                            • Illurk-Urkundenart:
                              • Bischofsammelindulgenz
                            • Glossary of illuminated charters (in German):
                              • Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz
                              • Das Layout der Avignoner Bischofsammelablässe
                              • Zeichner 4 der Christusbüsten
                              • Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen
                              • Christusbüste
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