useridguestuseridguestuseridguestERRORuseridguestuseridguestuseridguestuseridguestuseridguest
Charter: Illuminierte Urkunden 1332-03-99_Paris
Signature: 1332-03-99_Paris
Zoom image:
Add bookmark
1332-03-99 (n. st.), Ausstellungsort unbekannt
Charte du roi de France, Philippe VI, modifiant l'assiette du douaire de la reine, Jeanne de Bourgogne.

König Philippe [VI.] von Frankreich übergibt (donnons, assignons, baillons et delivrons) seiner Frau, Jeanne de Bourgogne (Jehanne de Bourgoigne), als Morgengabe von 25.000 Pfund von Tours, Burgen, Städte, Einkünfte und Renten unter anderem in Montargis, Janville (Yenville), Melun (Meleun) und Chéroy (Chesoy), da er die bisher Teil dieser Morgengabe gewesenen Grafschaften Anjou und Maine seinem Sohn Jean (Jehan) überträgt.
Markus Gneiss
Source Regest: FWF Projekt P 26706-G21 "Illuminierte Urkunden"
FWF Projekt P 33577-G „Macht und Diplomatie“
Bearbeitungsstand: HOCH
 

Original
Current repository
Paris, Archives nationales, J 357 A, no 4bis

Majestätssiegel (grünes Wachs) an rot-grünen Seidenfäden.
Sceau de cire verte pendant sur lacs de soie rouge et verte.Material: Pergament
Dimensions: 65 x 53 cm

  • notes extra sigillum
    • Rückseite (14. Jahrhundert): Du doaire madame mué d’Anjou, du Mainne et de Torainne, a asseoir a Montargi et es autres lieux ci dedenz contenuz. MCCCXXXI, en mars II; (darunter) V.
Graphics: 






    x
    • Materielle Beschreibung: 
      Historisierte Initialen „Ph“ mit Fleuronnée-Besatz und zwei Büsten sowie einer Jagdszene im Binnenfeld des „P“.
    • Die gespaltenen Initialen „Ph“ jeweils im Binnenfeld gefüllt mit einer Jagdszene vor schraffiertem Grund sowie einem Drachen und Drachenkopf in den sich durch ein Wellenornament ergebenden Freiräumen. Über dem Schaft des „h“ eine Büste des Königs Philippe VI, der eine Urkunde (auf der geschrieben steht: „tenez vostre douaire“) zu einer Büste der Königin Jeanne de Bourgogne herunterreicht, die über dem Schaft des „P“ erscheint.
    • Der Balken, der einmal die Abbreviatur gewesen ist, läuft unten in eine Fleur-de-lys aus. Er verunklärt jedoch den Buchstaben, der sich eher wie ein „k“ lesen lässt. Ebenso ist die Lesbarkeit der Initiale S(avoir) zu Beginn des Kontexts durch die Palmetten entschieden verschlechtert.
    • Zwei Hasen mit den Köpfen zueinandergewandt oben und ein Löwengesicht en face markieren den Ort der Siegelanbringung.
    • Stil und Einordnung: 
      Eine Urkunde des Philippe de Valois: Die Linierung hat bereits die Höhe der Initiale vorgesehen, Hier sind sowohl vertikale wie horizontale Doppellinien gesetzt. Der Schreiber/Florator (Zeichner der Douaires) benutzt für das Fleuronnée eine hellere Tinte, mit der bereits Körper und Hände von König und Königin angelegt sind.
    • Wie in „Trésor des chartes…“ richtig vermerkt, ist für die Zeichnung der Köpfe ein anderer Künstler betraut worden, der mit schwarzer Tinte arbeitet und dessen Stil der zeitgenössischen Buchmalerei entspricht. Es ist zu prüfen, ob man hier den Stil Jean le Noirs wiedererkennen kann.
    • Bei der Urkunde handelt es sich um die älteste bisher bekannt gewordene französische Königsurkunde, die Bildnisse des Königs und der Königin zeigt.
    • Die Urkunde 1332 Oktober für die Königin Jeanne de Bourgogne folgt demselben Prinzip, doch sind dort die Brustbilder von Königin und König ausradiert worden. Bei den beiden Urkunden für Robert de Bourgogne vom 24. April und April 1333 ist die Büste des Königs auf die untere Postion gewandert. Dieser Entwurf wurde auch für 30. April 1334 für Jan von Brabant genutzt sowie für eine weitere Modifikation der Morgengabe vom Juni 1336. Die Urkunde vom 23. Februar 1339 für Geoffroy Fleury folgt ebenso derselben Vorlage wie 1347 Dezember. Die Urkunden bieten ein gutes Beispiel für die Kontinuität einer Gestaltungsidee über einen Zeitraum von 15 Jahren wie auch für den offensichtlichen Unwillen, starre Kopien auszuführen.
    • Die Darstellung der Urkundenübergabe ist ein seltenes Beispiel für Selbstreflexivität und gewissermassen eine Illustration von Performanz. Zwar hält der König eine Urkunde in Händen, doch ist dort keine Textabbreviatur verzeichnet, sondern eine Handlungsanweisung bezüglich des Urkundeninhalts. Die hierarchische Position des Königspaars ist gewahrt.
    • Gabriele Bartz
    x
    Bibliography
    Facsimile
    • Wir danken Jean-François Moufflet von den Archives nationales für die freundliche Überlassung der Fotos.
    Places
    • Ausstellungsort unbekannt
      • Type: Ausstellungsort
    • Frankreich
      • Type: Region
    Persons
    • König Philippe [VI.] von Frankreich
      Keywords
      • Illuminated Charters: Niveaus:
        • N1: historiated
        • N1: drawn
        • N2: zoomorophic
        • N1: Initials
      • Glossary of illuminated charters (in German):
        • Fleur de lys
        • Plicadekoration
        • Die Kanzlei unter Philippe VI
        • Zeichner der Douaries von Philippe VI
      x
      There are no annotations available for this image!
      The annotation you selected is not linked to a markup element!
      Related to:
      Content:
      Additional Description:
      A click on the button »Show annotation« displays all annotations on the selected charter image. Afterwards you are able to click on single annotations to display their metadata. A click on »Open Image Editor« opens the paleographical editor of the Image Tool.