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Charter: Illuminierte Urkunden 1345-01-02_Plock
Signature: 1345-01-02_Plock
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1345-01-02, Avignon
Bischofsammelindulgenz für Płock [Plock].
Source Regest: FWF Projekt P 26706-G21 "Illuminierte Urkunden"
Bearbeitungsstand: MITTEL
 

Original
Current repository
Płock, Archiwum Diecezjalne, Sygn. P. IV/54




    Graphics: 
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    • Materielle Beschreibung: 
      Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz: Historisierte Initiale U(niversis) zu Textbeginn, rechts am Rand eine Heilige. Drei weitere vergrösserte Initialen mit farbigen Blattwerkausparungen in der ersten Zeile sowie vier (?) vergrösserte einzeilige Initialen im Textblock; zwei normalgrosse mit einem Profilkopf.
    • Achtzeilige historisierte Initiale: mit der Feder gezeichnet und mit Deckfarben koloriert. Im Binnenfeld eine stehende Maria mit Kind und einem Blütenzweig; rechts unten ein kniender Petent mit Schriftband, bezeichnet. Die schmalen Buchstabenschäfte einfarbig und mit ausgesparten (?) Vierblättern, die Zwickel mit ausgesparten Blattmustern. Jeweils zum Rand hin an drei Seiten kurze Akanthusranken. Rechts am Rande eine stehende Heilige mit Lilienzepter und Salbtopf, wohl eine Magdalena (oben bezeichnet, in der Kopie jedoch nicht lesbar). Insbesondere am rechten Rand Doppellinierung erkennbar.
    • Stil und Einordnung: 
      Nachdem der Rahmentyp mit seiner bisher letzten Verwendung 1342 März 22 für Maaseik aus der Mode gekommen ist, werden die aufwendigeren Dekorationen in der Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen als Blattrankentyp gestaltet. Zwar ist beim Ablass für Płock der Akanthus eher sparsam eingesetzt, doch schmückt eine Heiligenfigur den rechten Rand. Ohne Bildrahmen finden sich Figuren so seit 1340 Oktober 20 für Heilbronn.
    • Die Vorlage für die Heilige mit ihrem kurzen Kleid, dem Lilienzepter und dem Bodenstreifen hat erstaunlich wenig mit dem zu tun, was sonst auf diesem Gebiet in der Avignoner Werkstatt realisiert wurde (siehe z. B. 1342 Juli 1 für Tournai). Es wäre zu überlegen, ob diese Figur am Empfängerort entweder übergangen oder gar hinzugefügt wurde.
    • Maria hingegen ist zwar mit dem dezidiert gezeigten Blütenzweig ausserhalb des in der Werkstatt normalen, doch erinnert das lebendige Christuskind, das danach greift, an Erscheinungen, die seit dem Eintritt eines oder mehrerer neuer Mitarbeiter zu beobachten sind. Wohl auch stilistisch zu vergleichen ist 1344 Juli 25 für Koblenz, wo sich das auf dem Schoss der Mutter stehende Kind dem Petenten zuwendet. Dass wie hier der Bittsteller mit im Binnenfeld untergebracht wird, ist noch ziemlich neu, bisher erstmals 1344 April 28 für Frauenberg nachzuweisen (Petent). Wie leicht die in der Werkstatt verwendeten Vorlagen zu variieren sind, zeigt ein Blick auf 1344 Juni 27 für Scheibbs, wo in dem Fall eine stehende Magdalena sich dem am gleichen Platz knienden Petenten zuwendet.
    • Martin Roland, Gabriele Bartz
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    Bibliography
    Places
    • Avignon
      • Type: Ausstellungsort
    • Frankreich (Kurie)
      • Type: Region
    • Polen
      • Type: Region
    • Płock
      • Type: Empfängerort
     
    Keywords
    • Illuminated Charters: Niveaus:
      • N1: historiated
      • N1: Initials
      • N1: Borders
      • N1: with Additional Colours
      • N1: painted
    • Illurk-Urkundenart:
      • Bischofsammelindulgenz
    • Glossary of illuminated charters (in German):
      • Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz
      • Rahmentyp
      • Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen
      • Blattrankentyp
      • Vorlage
      • Der Petent
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