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Charter: Urkundenbuch zu der Geschichte des Reichstages zu Augsburg (1530), ed. Förstemann, 1833 (Google data) 107
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Urkundenbuch zu der Geschichte des Reichstages zu Augsburg im Jahre 1530, Nr. 107, S. 283

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    Iuu. 263.

    Hertzog Ernst zu Braunschweygk und Lüneburg. Philips Bischoff zu Speyr. Her Herman Ertzbischoff zu Cölen, Hertzog zu Westualen vnnd Administrator des Stiffts zu Padeborn :c. Curfürst.

    Alb recht Cardinal, Ertzbischoff zu Mentz vnnd May- denburg :c. Curfürst, am geborner Marggraff zu Branden-, bürg, Hertzog zu Stettin vnd Pommern :c.

    Marggraff Jörg zu Brandenburg :c. Vnd mit im am Landtgraff von Leüchtenberg.

    Hertzog Jörg vnd Hertzog N. *) von Pommern «.

    Jörg Hertzog zu Sachsen, Landtgraff in Thüringen vnd Marggraff zu Meyssen :c.

    Herr Conradt, Bischoff zu Wirhburg vnnd Hertzog zü Francken.

    N. **), Bischoff zü Aystett. Balthasar, Bischoff zü Cosinitz.

    Herr Erhart, Bischoff zü Lüttich, Ertzbischoff zü Valentz, Hertzog zü Bullion:c.

    Darnach am Mitwoch nach Trinitatis, den.xv. tag Iunij, seind die benanten Curfürsten vnd Fürsten vnd ander stend des Neychs zu morgens vmb fünff vre auff dem Rathauß züsamen lömen vnd geradtschlagt von Kaiserlicher Maiestat entpfahung. Nach mittags sein jre Curfürstliche vnd Fürstliche genaden, auß< zenommen der Bischoff von Lüttich, Kaiserlichen Maiestat in das feld entgegen gezogen, Der gleuchen auch der von Augspurg siß volck. Vnd als sy zü Kaiserlicher Maiestat tomen, ist am ylder Fürst von seinem pferd abgefallen vnd die Kaiserliche Ma, iestat, als jren aller genedigisten Herren, entpfangen, haben also am gütte zeyt im feld bey ainander gehalten vnd reden gehapt. Damach weytter fürgeruckt, da istjn der von Augspurg zeug be< geMt, gantz wol gerüst, wie hernach folgt.

    ») d.i. Herzog Barnimd. Fromme, Bruder des Her;ogs Gccrg. ") Er hieß^Gabriel.

    264 Zum

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    Erstlich seind vorher gefürt worden zwilff Büchssen, zu yeder seytten sechs, mit jren zugeordneten Schützen in weysser tlaydung, auff dieselben seind zogen ain grosse zal tnecht mit handtbüchsen, darnach die Burger all in Schwacher tlaydung vnd zerschnitten, haben des merern tayls Sammatin Wammaß gehapt. Nach disen die Kaufflewt inn Eschenfarber tlaydung, all mit Atlassin zerschnitten wammassen vnnd mit gelben federn fast lustig zusehen. Denen haben die andern nachgefolgt inn maniger» lay tlaydung, bey zw«) tausent mit jren Harnasch vnnd wören, in gütter ordnung, Mit vier Fenlein und jren trummen vnd pfeyffcn. Darnach deren von Augspurg Raysiger zeug, vnd zuerst die bestellen vnd Söldner von der statt, in Grawe färb be< tlaydet, darnach die Bürger inn schwacher tlaydung, mit weysser seydin durchzogen, all in ihrem Harnasch mit weyssen federn, dar« under seind auch gewesen drey Kyrisser mit jren Barsen, auff das hüpschest zügericht. Nach denen ob den dreyssig der Fuggerischen, all inn' Eschenfarb getlaydet. Darnach die Kaufflewt in Leber» färben Nicken, mit gelben crbeln vnnd bremen, darunder sechs Kü< risser, aber onBarsen«. Darnach aber etlich Augspurgerisch Söld< ner, deren allen zu Roß vnd zu fw!- in der Summa seind gewesen zway tausent vnd zwäy hundert vnd sechzig. Vnd seind hin auß für die stat ain guten weg gezoge, biß zu der Lechpruck, da haben sy sich in ain gefierte Schlacht ordnung gestellt, vnd als Kayserlich« Maiestat daselbst ist fürgezogen, haben sy alles geschütz lassen abgeen Vmb die fünff vr nach mittag sein tausent tnecht einzige« mit zwayen Fenlein, welche Kaiserliche Maiestat der wach halbe« halt lassen bestillen. Darnach vmb acht vre ist Kayserliche Ml- iestat mit allem zeüz henach geruckt, vnd ist des Curfürsten vm Sachsen volck zu «orderst geritten, darnach des Marggraum Joachims, nach jnen die von Braunschweygt, auff diesil» den desLandtgrauen vö Hessen vnd der andern Fürsten, darmch derzwaycrHertzogen von Bayern, fünff hundert, vndderzwcyer Pfaltzgrauen, Philips vnnd Ott) Hainrichs der georü« der, zway hundert pferdt, all in Rot getlaydt, fast wol gerüt in jrem Harnasch, mit schinen federn. Nachmals etliche Spanische Her,

    Zun. 265

    ren, vnd nach jnen ettlich jung Edel tnaben, in Rottcr tlaydung, ye ainer nach dem andern, die haben fast schöne Noß geritten, vnd haben Künstlicher Maiestat zu Vngern zugehört. Auff die- selbigen ander jung timben in gütter Anzahl, vnd all in gelben Sammat betlaydet, seind geritten wie die vorigen, und haben der Kayserlichen Maiestat zugehört. Darnach aber Spanische Her? ren. Hernach die Trummeter, vnd derselben vil, ist ye am glid des Kaisers vnd in gelb vnnd schwartz, das ander des Künigs, vnnd in Rot vund weyß betlaydet gewesen auff Osterreychisch :c., vnnd mit den Trummetern seind gegangen dreyTeütscheTrummcn- schlager vnd ainer mit Heer paucken. Darnach seind geritten die Teütschen Fürsten, neben jnen jre aygne Trabante, vn auff sy des Kaisers vn Künigs, deren mer als drey hundert gewesen, mit jren Hellenparten vnd wören. Darnach der Curfürst von Sach sen, als des Hailigen Römischen Neychs Ertzmarschalck, hat der Kaiser. Maiestet selbs personlich das bloß Schwerdt vorher ge- sie«, darauff ist Kaiserliche Maicstat auff ainem Weyssen pferot, in ainem kostlichen guldin stuck eingeritten vnder dem hymel, den haben getragen vier auß dem Nach zu Augspurg. Der Kai serlichen Malestat haben nachgefolgt Künigkliche Maiestat zu Vn gern vnd Böhem, mit sampt dem Bäpstische Legaten vn Cardi- nalen, Saltzburg vn Trient, vnd Bischofs von Vrixen. Darnach der Naysig zeug, wol gerüst mit Harnasch vnd mit svies- sen, vnd fenlein daran, all in gelber tlaydung, darnach etliche Türcken. Nach den selben des Künigs von Vngern ain tressenli- cher zeüg, vast hüpsch in Not getlaydt, haben aber nitt Harnasch gesiert. Zületst der von Augspurg pferdt vnnd füßvolck, eben . in der ordnung, wie am entgegen ziehen «.

    Also ist Kaiserliche Maiestat vnder des Raths hymel fast bis mitten in die Statt kommen, da seind jm die Thum Herren mit jrem hymmel (den sechs Thumherren getragen haben) vnd der Procession entgegen gangen, vnnd Kaiserliche Maiestat, au sser des Raths hymel, vnder jren hymel empfangen, darunder sein Kaiserliche Waiestat biß zü der Thumtirchen geritten, da selbst mitsampt dem Künig, Curfürsten vnnd Fürsten abgestan

    266 Iun.

    den, in die Kirchen gesüert, vnd von ainem Bischoff vor dem Altar eingesegnet worden :c. Ist nach dem wiederumb herauß auff die Pfaltz gezogen, darnach ist der Künig vö Vngern vnd «in yeder Fürst haim in sein Herberg geritten :c.

    Mit Kayserlicher Mayestat seind eingezogen dise nachfolgenden Fürsten, Herren vnd Bottschafften.

    Des Bapst Legat.

    Herr Bern hart, Bischoff zu Trien t, Cardinal.

    Herr Jörg, Bischoff zu Brixen, Legat.

    Herr Matheus, Bischoff zu Saltzburg, Cardinal.

    Herr Christoff, Bischoff zu Augsburg.

    Weltliche Fürsten.

    Der Durchleütigest Fürst vnd Herr, Herr Ferdinand dus, Künig zu Vngern vnd Böham :c.

    Wilhalm vnnd Ludwig gebrüder, Pfaltzgvauen bey Rheyn, Hertzogen in Obern vnd nydern Bayern.

    Friedelich, Pfaltzgraf bey Rheyn, Hertzog in Bairn ».

    Philip vnd Oth Hainrich gebrüder, Pfaltzgrauen:c.

    Des Künigs von Franckreychs.Bottschaft :c.

    Der Venediger Nottschaft«.

    Kaiserlicher Maiest. Hoffgesynd.

    Marggraff Guilermus von Arschgott.

    Marggraff de Villa francka.

    Der Herr von Roy, Groß Hoffmaister.

    Der Herr von Iulliers.

    Grass Hainrich von Nassaw «.

    Vnd fast vil Spanischer Bischof vnd Herren, deren namen ich in eyl nit all Hab mügen auffzaichnen.

    Die Künigin sind zu Inßp rügt belieben, werden aber (als man sagt) in etlichen tagen auch hernach tömen.

    Also hapt jr auff das türtzest vernommen Kaiserlicher Ma iestat einreytten, das da fast kostlich ist gewesen, vnnd darab sich

    Iun. 267

    nederman hoch verwundert hat, oan man mainet, das deß gley- chen einzugs in Teütschen landen vor nye gesehen sey worden.

    Des nächsten tags nach dem einreytten, das ist an vnsers Herren Fronleychnams tag, ist sein Kaiserliche Maiestat, oeßglei, che« der Künig vnnd vil ander Fürsten vnnd Herren, ftlbs person» lich mit dem Hymel vnd Processton gangen. Seind zü erst vil liechter vor dem Sacramet von Grauen vnd Kaiserlicher Maie, stat Hoffgesynd getragen worden, nach denen die Trummeter vnd etlich mit Cymbalen, darnach der Bischoff von Mentz Cur, fürst «. hat das Sacrament getragen vnder dem Hymel, vnd jn haben gefurt zur gerechten Hand Künigtlich Maiestat zü Vn» gern vnd zur gelincken seyten Marggraff Joachim Churfürst, vnd den Hymel haben getragen sechs Fürsten, dem Hymel halt nachgefolgt Kaiserliche Maiestat in yinem prcmnen Samatin Rock, am brinnends liecht in der Hand tragend, darnach all an< der« Fürsten vnd Herren, mit fast vil volcks :c.

     
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