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Charter: Urkundensammlung zur Geschichte Deutschlands während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, ed. Lisch, 1853 (Google data)  91.
Signature:  91.

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Der Freiherr Joachim Maltzan ist Feldmarschall und Kriegsrath in der böhmischen Heeres- abtheilung des Königs Ferdinand während des Krieges des Kaisers Carl V. gegen die schmalkaldischen Bundesgenossen. 1547. April. 92. Der Freiherr Joachim Maltzan bittet den Herzog Georg von Liegnitz um Anstand wegen Ent richtung seiner in kaiserlichen und kurfürst lich - brandenburgischen Angelegenheiten ge machten Schulden, da er für den Kaiser mit wichtigen Geschäften beladen sei. D. d. Augsburg. 1548. Mai 14. 93. Der Freiherr Joachim Maltzan bittet den Her zog Georg von IAgnitz, dass er mit der Zahlung dei' Schuld, auf welche er sich für den Kurfürsten von Brandenburg verbürgt habe, Geduld haben möge, zumal da er augen blicklich wegen einer kaiserlichen Legation zu dem Könige von Polen Eile habe. D. d. Olmütz. 1548. Julii 17.
Source Regest: Joachim Maltzan - Urkundensammlung zur Geschichte Deutschlands während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Nr. 91. , S. 207
 

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Joachim Maltzan - Urkundensammlung zur Geschichte Deutschlands während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, Nr. 91. , S. 207

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    91.

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    & 6». Catalogus

    Ferdinandi Regis Romanorum.

    s. 69. Ferdinandus Rex Romanorum se cum suo

    exercitu apud Aegram oppidum ad limites Bo-

    hoemiae in Voitlandia una cum Mauritio duce

    Saxoniae ipsiusque copiis sexta die Aprilis cum

    Cacsare coniunxit, sicut in Itinerario memorauimus.

    De generali totius exercitus Tribuno

    et sub ipso Primariis atque Commis-

    sariis.

    Wolfgangus senior, Über Baro ab Creica, su-

    premus Burggrauius Regni Bohoemiae, generalis

    et Primarius totius subsidii Bohoemici, tam equi-

    tatus, quam peditatus Tribunus.

    Carolus Baro a Tscerctein, eius locum tenens. Maximilianus Leiser, Praefectus super bom- bardis ac tota munitione castrorum.

    [^oacßimusj ISaro a JRalfant, Mar-

    schalcus Campi in Voitlandia absente Rege.

    Zwinnecus Berco, Marschalcus Campi prae- sente Rege.

    Johannes ab Hoyos Baro in Stichssenstaiu, Primarius super comeatu Commissarius.

    Adamus a Trautmanstorpio solutionen) super bombardis ac tota munitione Campi Magister.

    Jacobus Groscha.,, Praefectus super comeatu.

    Sigismundus Schantz, priinarjus Praepositus, quem uulgo Prouoes uocant, in campo et ajibj.

    Consiliarii militares. p. 79. Wolfgangus senior Über Baro a Creica.

    Christophorus Dominus ab Haselsteino. Caspar Ritschain Eques. Zweinecus Berco.

    [ioacfnmus] ÜJaro a JHaljant

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    Georgius a Gelsch Secretarias.

    Auszug aas:

    Catalogus omnium generaliam, tribunorum, ducum Pri- morumqae totios exercitas Caroli V. Imp. Aug. et Fer dinand) Regis Rom. super Rebelleis et Inobedienteis Germ, quosdam principes ac civitates conscripti anno 1546. Authore Nicoiao Mamerano Lucemburgensi. Coloniae, typis et impensis Henrici Mamerani in platea Judaica prope Praetorium. 1550. Dieses äusserst seltene Buch ward' im J. 1851 Sr. Ma jestät dem Könige von Preussen geschenkt und von Sr. Maj. der königlichen Bibliothek zu Berlin überwiesen. Der Herr Bibliothekar Dr. Friedländer zu Berlin berichtete über das Buch und dessen Inhalt zuerst in der „Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und Geschiebte des Krieges", Berlin, 1852, Heft 2, S. 183 flgd. Das Buch enthält eine vollständige specielle Uebersicht ober die Stärke des Heeres des Kaisers Carl V., dessen Abtheilungen, Führer, Beamten u. s. w. Nicolaus Mameranus war ein „niederländischer Poet und „Historikus von Luxemburg, welcher 1540—1560 an raeh- „rem Höfen, namentlich lange Zeit an dem Hofe Carls V. „lebte" und auf eigene Kosten den Hauptquartieren und Reisen des Kaisers folgte, um etwa Merkwürdiges aufzu zeichnen- oder zu besingen.

    Nach diesem Katalog war Joscöün ü${aftjan im schmal- kaldischen Kriege Feldmars ehalt in der böhmischen Heeresabtheilung des Königs Ferdinand und Mit glied des obersten Kriegsrathes des Königs, besonders aber Feldmarschall im Vogtlande für den Fall der Abwesenheit des Königs. Hierauf bezieht sich auch die Aeusserung Jfoarljims in seinem Schlachtenberichte vom J. (1551) 1546 — 47, Nr. DCCCXCIH, S. 16, indem er sagt, er habe in dem letzten Kriege dem Kaiser „im Vogt lande" grosse Dienste geleistet. Mameranus nennt ihn irrthümlich:

    „Sfacofcui* ISavo a iHaltjant*'. Dies ist ohne Zweifel ein Versehen und muss 3foacfitmUfJ heissen, da kein anderer als ^oacftfttt i$lalt}an gemeint sein kann und es keinen Jacob Maltzan giebt.

    Die Stellung des Freiherrn Sfoarfjfm üHaltjan muss innerlich eine sehr gedrückte gewesen sein. Er war schon

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    im J. 1536 dem evangelischen Glauben zugethan und führte die Reformation in seiner Herrschaft Wartenberg ein; vgl. oben zum 18. Aug. 1536. — Gegen Ende des J. 1549 war er schon Gegenstand der Verfolgung des kaiserlichen Hofes wegen seiner „Practiken" und seines Glaubens. Nach p. 24 des Buches war:

    Quartus Tribnnus: Johannes Marchio Brandenburgensis habuit sub se equi- tes 700.

    Sub hoc fuere tres principes: Georgias Dux a Brunsuichia Praepositus Maioris Eccle- sie Coloniensis.

    Johannes Albertus Dux Mechelburgensis et Georgias Dux Mechelburgensis. Dagegen war nach S. 10:

    Sub Duce Erico a Brunsuich (magistro equitum) fuit Georgius Dux Mechelburgensis. JNicolaus Mameranus gab im J. 1550 auch einen Cata- logus des Heeres der schmalkaldischen Bundesgenossen heraus, welcher sich ebenfalls auf der koniglichen Biblio thek zu Berlin befindet und auch von Dr. Friedländer in der erwähnten Zeitschrift 1852, Heft 7, S. 84 flgd. be schrieben ist.

    92. Der Freiherr Joachim Maltzan bittet den Herzog Georg von Liegnitz um Anstand wegen Ent richtung seiner in kaiserlichen und kurfürst lich - brandenburgischen Angelegenheiten ge machten Schulden, da er für den Kaiser mit wichtigen Geschäften beladen sei. D. d. Augsburg. 1548. Mai 14.

    Durchleuchtiger, hochgeborner furst vnd gnediger her. Neben erbietunge meyner gantz willigen vnuer- drosszen dienste habe ich ewer f. g. schreiben, vur- nummen: die weil mir solch schreiben spett zcukummen

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    vnd nart XII tage seyn bissz auff schirsten tagk trini- tatis, szo haben ewere f. g. zcu ermesszen, wie es muglich, solche summen in so kurtzer frist zcu vur- richten, dan die weil ich alhie mit ro. ko^^Myt611 m. allergnedigisten heren wichtigen gescheff- ten beladen, kan ich noch kaum fur trinitatis von Iren MyteD von hinnen abkummen vnd hette des vbereylenden, die weil es szo lange angestanden, auch die schulde aller meist hochst gedachte Ko.Mytcn vnd Curf. gnaden zcu Brandenburck betreffen, mich kenes weges vursehen, vnd zcum wenigisten vurhofft, e. f. g. werden solchs bissz zcu meyner heymkumpfft haben beruwhen lasszen, wie ich noch malz e. f. g. wil fleissich gebeten vnd auffs trewlichist ausz wich tigen vrsachen geraten haben, vnd thu hie mit e. f. g. got dem almechtigen beuelen. Datum in eil zcu Aus- purg, montags nach Exaudi, I54S.

    E. f. g.

    dienstwilliger

    SJoacinm ÜHoItjait freyher zcu Wartemberck, Pentzelein ic.

    Deme durchleuchtigen hochgebarnen fursten vnd heren heren Yurgen hertzogen zcur Lignitz vnd Briegk jc. meynem gnedigen heren. (L. S.)

    Nach dem Originale, ganz von des Freiherrn 3Josc(fm ffllal: tjait eigener Hand, aus den ehemaligen Sammlungen des Elisabeth-Gymnasiums zu Breslau, jetzt im schlesischen Provinzial-Archive zu Breslau.

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    93. Der Freiherr Joachim Maltzan bittet den Her zog Georg von IAgnitz, dass er mit der Zahlung dei' Schuld, auf welche er sich für den Kurfürsten von Brandenburg verbürgt habe, Geduld haben möge, zumal da er augen blicklich wegen einer kaiserlichen Legation zu dem Könige von Polen Eile habe. D. d. Olmütz. 1548. Julii 17.

    Durchleuchtiger, hochgeborner furste vnd gnediger her. Neben erbietunge meyner gantz willigen vnuir- drosszene dienste wil e. f. g. in eil nicht vurhalten, das Bo. Ko. Myt. meyn allergnedigister her dem heren bischoff von Bresla alz dem oberlantz- hauptman in der ober- vnd nidder Siesien mit e. f. g. zu handelen, da mit e. f. g. sampt e. f. g. heren bruder mit den XIC vng. gulden noch eyn zceitlanck gedult tragen wellen, bissz iche, alz der sich fur s. curf. g. zu Brandenburck jc. selbschuldich vurschriben, wie auch solchs ire c. f. g. bekennen, eynmanen muge, dan ire c. f. g. mich vurtrost, inn kurtzer feist zcu zcalen: Szo haben Ire Ko^8 Myt. auch dennen rathmannen von Bresla geschribenn mit gnedi- gistem begere, das sie mit dennen XIIc vng. gulden ge- dult tragen, bissz auff schirst natiuitatis nicht zu manen, Werdens ane zcweifel thun, vnd die weil ich itzunt von Ire Ro. Ko. Myt. wegen in legacion zcu ko. Myt. ken Polen eile, haben Ire Myt. die brieft'e an hern bischoff vnd die von Bresla gefertigt, mit bit, e. f. g., wie ich auch gar nicht zweifei, werden in derae der Bo. Ko. Myten. zcu gefallen erscheinen. Das wil ich vmb e. f. g., wie zcuvorhe alzceit von mir gerne geschehen, getrewlich vnd gantz willich vurdienen. Hie mit seyn e. f. g. sampt e. f. g. hertzogin got deme al-

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    mechtigen mit langer gesuntheit beuolen. Datum in eil am XVII. tage Julii anno domini 1543 zcu Vlmutz. E. f. g.

    dienstwilliger

    iOacf)tttt iöOltjatt freiher zcu Wartemberck vnd zcu Pentzelein ic.

    Dem durchleuchtigen hochgebornen fursten vnd heren heren Yurgen hertzogen in Slesien, »cur Lignitz vnd Brieck jc. meynem gnedigen herenn.

    Eylend Iren f. g. ^

    zcu handen. v' _.x

    Cito.

    Nach dem Originale, ganz von des Freiherrn $otttf)im üttafc tf&n eigener Hand, aus den ehemaligen Sammlungen im Elisabeth - Gymnasium zu Breslau, jetzt im schlesischen Provinzial-Archive zu Breslau.

     
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