Charter: Salzburg, Erzstift (798-1806) AUR 1323 VIII 21
Signature: AUR 1323 VIII 21
Add bookmark
Edit charter (old editor)
21. August 1332, Salzburg
Eb Friedrich: in der Stadt Friesach neben der alten Stadtmauer, die unterhalb der Burg des Bf v. Lavant herabläuft (deorsum protenditur), bewohnen Beginen (mulieres begine), die früher (tunc) Mauricianerinnen genannt wurden, in einem einheitlichen Habit ein kleines Haus (exilem) und haben keine bestimmte Regel gelobt. Nach der Bestimmung Papst Klemens V. (Extrav. comm. III, 9 c. un.) ist ein solches Kloster verboten. Aus Mitleid mit ihnen habe der Eb mit Zustimmung des DP Konrads, Dekan Ulrichs und des Domkapitels und aus Verehrung zur hl. Maria Magdalena und zu seinem und s. Nachfolger Seelenheil ein Frauenkloster neu errichtet, ein Kloster mit Mauern umgeben ausgestattet, es Magdalenenkloster benannt und dort die Augustinerregel eingeführt. Die Profeß geschieht in die Hände der Priorin oder Meisterin. Aufnahme geschieht gleicherweise bei ihr und dem Konvente. Die Ein- und Absetzung der Priorin steht dem Eb und seinen Nachfolgern als Gründern zu. Es sind auch Mädchen (virgines, puellae) dort, die lernen, lesen und singen sollen. Witwen sollen nur ausnahmsweise aufgenommen werden. Die Seelsorge soll das Stift St. Bartholomäus haben, das hiefür zwei Priester halte, wofür es 16 M. Einkünfte erhalte. Das Stift habe Sepulturrecht für sich und alle, die dort ihr Begräbnis wünschen. Der Eb verspricht als Dotation 50 M. Friesacher Pfg., die er von den untejn genannten Vasallen ohne Schädigung der Sbger. Kirche gekauft hat, nämlich Dietmar v. Pux 10 M. gelegen in den Niedern Tauern (infer. Turone) in Filzmoos, von Rudolf v. Vansdorf 5 1/2 M. in Lind an der Mur und Bischofsberg, von Heinrich v. Silberberg 2 M. ebendort, v. Karl v. Gebing eine Mühle in Friesach unter Geiersberg (castr. Geyrsperch), 6 M. geltend. Außerdem schenkte der Eb 7 M. Einkünfte bei Friesach im Feld (in campo) und in Ingolstal, die nach Dekan Peter v. Virgilienberg erledigt wurden. Den Rest zu ergänzen behält er sich vor und empfiehlt es seinen Nachfolgern. S.: Eb und Kap. Act. et dat. Salzb. 12 kal. sept. a. d. 1323. Or. 2 S in Wien. Notizenblatt 1, 281. Reg. Erben, Mühld. Ritterweihen 92 In. 16. - Vgl. Greven, Der Ursprung des Beginenwesens in Histor. Jahrbuch 35 (1914), 26 ff. Vgl. Joh. v.. Victring 2, 209. 
Original dating clause: XII kal. septembri, anno domini millesimo trecentesimo vicesimotercio
Editions:
- MR III 0379
Places
- Salzburg
Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Salzburg, Erzstift (798-1806) AUR 1323 VIII 21, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-HHStA/SbgE/AUR_1323_VIII_21/charter>, accessed 2025-04-04+02:00
You are copying a text frominto your own collection. Please be aware that reusing it might infringe intellectural property rights, so please check individual licences and cite the source of your information when you publish your data
The Charter already exists in the choosen Collection
Please wait copying Charter, dialog will close at success