Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1362 VII 28
Signature: 1362 VII 28
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28. Juli 1362, Passau
Herzog Rudolf IV. der Stifter von Österreich bestätigt die Privilegien des Stiftes Schlägl und erlaubt ihm außer den 15 Fuder Wein weitere 10 Fuder auf der Donau mautfrei verführen zu dürfen.Source Regest:
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 169 (S 128), S. 171
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 169 (S 128), S. 171
Current repository:
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Siegel (in Holzkapsel, mit roten und grünen Seidenfäden hängend): Herzog Rudolf IV. der Stifter. Großes Reitersiegel, rotes Wachs, rund, 150 mm Dm (rechts und unten Ränder abgebröckelt). Umschrift ganzer Titel von "+ RUDOLFUS" bis "ALSACIE". Rückseite: Österreichischer Bindenschild mit Helm und Zier. Umschrift: "+ RVDOLFVS DEI GRACIE DUX AVSTRIE STYRIE".
Material: Pergament
Dimensions: 270 x 600 mm, Plica 70 mm.
- notes extra sigillum:
- Rückseite: No. II. / A: Clas: IV. Privil: Rub a Sig: 2. / Super libertatem vini (Spätere Hand: Rudolphi 4ti) / 1362. / a 3.


Kopialbuch A (1593) 30v-31r.
Kopialbuch B (1597) 38r-v.
J. M. Barber (1666).
K. Rumpler (1980)
Vidimus in Urk 504 vom 8.1.1490.
"Wir, Ruodolff(1) der vierd, von Gotes gnaden erczherczog ze Oesterreich, ze Steyr vnd ze Kernden, herre ze Chrayn, auf der Windischen Marich vnd ze Porttnawe, graf ze Habspurch, ze Phirt vnd ze Kyburch, marichgraf ze Purgow vnd lantgraf in Elsazzen, fuer vns, die hochgeborn fuersten Fridereichen, Albr[echten] vnd Leuppolten, vnser lieb brueder herczogen vnd herren, mit sampt vns der egenanten lande vnd herschefft, der aller als der eltist vnder in, wir vollen vnd ganczen gewalt haben, veriehen vnd tuon chunt offenleich mit disem brief allen den, die in sehent, lesent oder hoerent lesen, daz der erber vnd geistleich probst Jans(2) zuo dem Slegel(3), des ordens von Premonstrat in Pazzower bystuom vnser lieber andechtiger kaplan(4) fuer vns bracht ein hantfest, in latein geschriben, die vnser lieber herre vnd vetter kvenig Friderich(8) selig von Rom, dem goczhaus daselbes zuo dem Slegel geben hat, vnd dar an begriffen ist, wie er mit willen vnd gunst aller seiner bruederr, vnsrer seligen vordern, den Got gnad, solich freyung vnd gnad getan vnd geben hat ewikleich . .(9) dem probst vnd den bruedern gemainlich des klosters zuo dem Slegel, daz si ir schaffer oder poten an irer stat all iar die Tvonaw(10) auf zuo ir notdurfft fueren sullen vnd mugen fuemfczehen fuoder weins freileich vnd ledikleich an mautt vnd an zol vnd an all ander irrung, vnd bat vns, daz wir im, seinen bruedern vnd irn nachkomen in dem egenanten goczhaus dieselb freyung geruochten bestetigen, vnd etwas gnaden darczuo ze tuon derwart, daz si dest pas Got gedienen mugen vnd vmb vnser selbes vnsrer herczoginn(1) vnd aller vnsrer geswistreid geluk vnd hail an sel vnd an leibe dester fleizzichleicher pitten sullen, haben wir in vnd irm goczhaus lautterleich durch Got, durch vnsrer, vnsrer vordern, vnsrer erben vnd nachkomen selen hail willen die obgenant freyung, die in der egenant vnser lieber herre vnd vetter kvonig Friderich(8) von Rom vmb fuemfczehen fuoder weins getan hat, als da vor geschriben stet, bestetigt vnd vernewet, bestetigen vnd vernewen mit disem brief, vnd haben in vnd irm goczhaus von besundern gnaden darczuo gegeben vnd geben ouch wizzentlich mit disem brief ewige freyung noch vmb zehen fuoder weins also, daz der svmme wirt fuemf vnd zwainczig fuoder, die si fuerbas alle iar die Tuonaw auf, freyleich vnd ledikleich an zol, an mautt vnd an all ander irrung ewikleich fuer fueren sullen zuo irr notdurfft. Darvmb gebieten wir ernstlich allen vnsern gegenwuertigen vnd kvenftigen amptleuten, phlegern, richtern, zollnern vnd mauttern, daz si daz vorgenant goczhaus bey denselben freyungen vnd gnaden beleiben lazzen voellikleich vnd si da bey halten vnd schirmen ewikleich. Diser sach sind geczeugen die ersamen vnser lieben andechtigen Albrecht tuomprobst ze Pazzow(11), abt Hainrich von Engel Cell(12), die edeln graf Ott(13) vnd graf Ruodolf(14) von Ortenburch, brueder, graf Volrich(15) vnd graf Hainrich(16) von Schownberg, ouch brueder, vnser lieb oeheim, vnser lieben getrewen Eberhart von Walsse(17) von Lyncz, Eberhart von Chappell(18) Jans von Trawn(19), houptman ob der Ens, Ott von Zelking(22) von Schoenenek, Hainrich von Ratpach24, vnser hofmaister, vnd ander erber leut genuog. Dar veber geben wir disen brief, besigelten mit vnserm grozzem fuerstlichem jnsigel. Der geben ist ze Pazzow, an sand Panthaleons tag, nach Christs gepuerd drevczehen hundert iar, darnach in dem zway vnd sechczigistem iar, vnsers alters in dem drew vnd zwainczigistem, vnd vnsers gewalts in dem fuemften jar." ||
[Eigenhändige Unterschrift:] "+ Wir der vorgenant herzog Ruodolf sterken disen prief mit dirr vnderschrift vnser selbs hant. +"
[Eigenhändige Unterschrift:] "+ Wir der vorgenant herzog Ruodolf sterken disen prief mit dirr vnderschrift vnser selbs hant. +"
Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 169 (S 128), S. 171-174
Original dating clause: an sand Panthaleons tag
Editions:
- UBLOE 8 (1883) 92f. Nr. 91.
Secondary Literature:
- Regest: Archiv für die Geschichte der Diözese Linz 3 (1906) 271, Nr. 227.Literatur: Pröll, Geschichte (1877) 58.
- Luger, Dissertation (1936) 101, 199.
Language:
Notes:
(1) Rudolf IV. der Stifter; Sohn von Herzog Albrecht II. und der Johanna von Pfirt; geb. 1. Nov. 1339, Herzog seit 1358; heiratete 1357 Katharina, die Tochter des späteren Kaisers Karls IV. (diese ist die in Urk 169 genannte herczoginn). Rudolf starb am 27. Juli 1365 in Mailand, begraben in Wien, Stephans-Dom. Vgl. Hamann, Habsburger-Lexikon (1988) 407-410. Seine Brüder: 1.A FRIEDRICH III. der Freigebige (1347-1362): Hamann 148f. 1.B ALBRECHT III. mit dem Zopf (1349/50-1395): Hamann 36f. 1.C LEOPOLD III. (1351-1386): Hamann 244f.
(2) Jans(en): Propst Johannes von Schlägl (1356/60): Urk 166, Anm 18.
(3) Schlägl: Ebd. Anm 20.
(4) Der Propst als Kaplan des Herzogs, hier erstmals genannt. Vgl. dazu Siegfried Haider, Das Oberst-Erb-Hofkapellanat ob der Enns, in Zinnhobler-FS (2001) 55-81 (Lit.!)
(5) Aigen, hier noch Dorf genannt, ist seit 1242 in Evidenz; vgl. Urk 9.
(6) Zum Wochenmarkt an Samstagen vgl. Aigen-Schlägl (1979) 50ff.
(7) Dieser Jahrtag wird erst in der Urkunde vom 11. November 1364 genauer definiert. Vgl. unten Urk 174. Der Jahrtag ersetzt die frühere Seelgerätstiftung.
(8) König Friedrich der Schöne erteilte am 1. April 1316 diese Freiheiten; vgl. Urk 92f., Anm 1.
(9) Zwei Punkte für den Namen des Propstes.
(10) Donau; vgl. Urk 127f., Anm 6.
(11) Albrecht: Albert II. von Winkhel, Dompropst zu Passau (1358); er wurde 1363 Bischof von Passau: Vgl. Krick, Domstift (1922) 4.
(12) Abt Heinrich von Engelszell (urk. 1341, 1362), + 18. Nov. 1364: Lindner, Monasticon (1908) 339.
(13) Otto von Ortenburg (urk. 1359-1377): Hausmann, Archiv Ortenburg (1984) Nr. 173, 250.
(14) Rudolf von Ortenburg (urk. 1359-1362): UBLOE 7 (1876) Reg. Bei Hausmann nicht in Evidenz!
(15) Ulrich I. von Schaunberg (geb. um 1330, + 1373); vgl. Siebmacher, Wappen OÖ 326.
(16) Heinrich VII. von Schaunberg (geb. 1337, + 1390): Ebd. 326.
(17) Eberhart V. von Wallsee; vgl. oben Urk 81, Anm 2.A.
(18) Eberhart von Chappell (urk. 1361-1375); vgl. UBLOE 8 (1883) 845 Reg.
(19) Jans von Traun, Herr von Eschelberg (1328-1370), Hauptmann ob der Enns (1362/63); vgl. Siebmacher, Wappen OÖ 484.
(20) Otto von Stubenberg, wohl aus der Steiermark; nur hier gen.
(21) Purchart von Ehrbach; nur hier genannt.
(22) Otto von Zelking auf Schöneck (urk. 1355-1390); vgl. Siebmacher, Wappen OÖ 684.
(23) Dietmar IV. von Losenstein (urk. 1350-1369), 1359 Pfleger von Velden: Ebd. 193.
(24) Heinrich II. von Rappach, Ratpach (urk. 1361-1386), Hofmeister Herzog Rudolfs IV.; ebd. 288.
Places
- Passau
Schlägl, Stiftsarchiv, Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1362 VII 28, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASchl/Urkunden/1362_VII_28.1/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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