Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1426 VII 09
Signature: 1426 VII 09
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9. Juli 1426 (Dienstag), o. O. (Schlägl)
Propst Bernhard von Schlägl (macht sein Testament und) verkauft die halbe Baumgartenmühle zu Aigen seinem Mitbruder, Herrn Nikolaus, um 51 Pfund Wiener Pfennige; doch muß sie nach dessen Tod wieder an das Stift zurückfallen.Source Regest:
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 285 (S 189), S. 306
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 285 (S 189), S. 306
Current repository:
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend: 1) Propst Bernhard von Schlägl. Braune Schale, rotes Siegel, spitzoval, 80 x 48 mm. Propst, stehend; Siegel beschädigt. Umschrift: "Sigillvm Wernhardi - prepositi ecclesie Plagensis".
Seal: 2) Nikolaus Berger, Berg bei Rohrbach. Braune Schale, schwarzes Siegel, rund, 30/45 mm Dm. Siegel fehlt; vgl. oben Urk 265 (S 175), Siegel 4.
Material: Pergament
Dimensions: 130/135 x 240/245 mm, Plica 35 mm.
- notes extra sigillum:
- Rückseite: Wegen der halben paumbgartmühl / 1426 / No: I. / A: Clas: II. Alienat: Rub: a.


Kopialbuch A (1593) 53r-v.
Kopialbuch B (1597) 77r-v.
K. Rumpler (1980)
"Ich, Bernhart(1), brobst dacz vnser frawn Slag vergich vnd tuen chund allen den, die den brieff sehent, horent oder lesent, das ich mit meinem gutem willen vnd wol wedochten muet, vnd auch meiner fruende rat, czw der czeit, da ich es recht vnd redleichen wol getuen macht, recht vnd redleich chawfleichen czw chawfen geben hab die halb muell, genant Pawngarten Muell(2), gelegen jn Aygener pfarr vnd gericht(3), dew ich vmb mein vatterleich erib gechawft hab, meinem lieben mitpruder, herren Niclosen(4), verchawft vnd geben hab vmb aines vnd funfczik phunt Wienner phening, auch vmb sein vatterleich erb, des mich von ym wol benugt hat. Vnd der selbigen svm gelcz byn ich von ym gancz vnd gar gericht, gebert vnd beczalt warden cze rechter czeit vnd weil, an alles vercziehen vnd an all scheden. Vnd ich antwurt ym auch die obgenant halb muell aus mein nwczen vnd gewer jn sein nwcz vnd gewer, mit allen eren, rechten vnd nwczen vnd gulten, als es von alter her chomen ist, vnd die andern jnne gehabt haben vnd genossen. Vnd ich, obgenanter herr Wernhart, brobst die selbig czeit sein fuerstand byn jn jar czeit vnd frist, als das recht vnd gewendleich ist jn dem Michel land(5) ob der Enns an aller stat, wo ym des nott vnd durft geschiecht, als auch auf der brobstey czw dem Slegel recht ist angevar an all ausczug. Vnd gienng ym aver an dem chawff vnd an der gewerschafft icht ab, es wer mit recht oder an recht, geistleich oder weltleich, jn jar frist des byn ich sein frurstan [!] vnd ich, obgenanter herr Bernhart, brobst, verczeich mich mit dem offen brieff der obgenanten halben muell mit aller czwgehorung, als oben an dem brieff verschriben ist, das ich hinfuer chain anspruch, czuspruch, fodrung noch recht nicht haben schol noch wel, weder mit recht noch an recht, geistleich noch weltleich angevar, ausgenamen den dinst vnd andrew vadrung, dew ein brobst vnd dem goczhaws an gepuert, cze dienen all jar jarleichen. Auch ist ze merchen, wan der obgenante herr Niclos mitpruder ab gieng mit dem tod, da Gott lang vor sey, so schul die vorgenante halb muell auff dem conuent des selbigen wierdigen goczhaws dacz vnser frawn Slag eriben vnd gevallen ewichleichen mit all ir czwgehorung, als oben verschriben ist, ym vnd sein varvaderen zw einer pesseren ewigen gedechtnus. Mit vrchund des briefs, den jch obgenanter herr Bernhart, brobst, gib den offen brieff, versigelt vnd wol bestatten mit meinem anhanngunden jnsigel, vnd mit des erwerigen vnd weisen herrn Niclos Perigher(6) am Perig anhangunden jnsigel, ym vnd sein eriben an schaden, darvmb ich jnn vleizichleich gepeten hab durch aines pesseren bestattnus vnd czewgnus des briefs, das als stat vnd war czw halten trewleichen an gevar. Geben noch Cristi gepurd vierczehen hundert jar, dar nach in dem sechs vnd czwainczisten jar, am eritag vor sand Margarethe virginis tag."
Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 285 (S 189), S. 306-307
Original dating clause: am eritag vor sand Margarethe virginis tag
Editions:
- Erstveröffentlichung.
Secondary Literature:
- Pröll, Geschichte (1877) 74.
Language:
Notes:
(1) Bernhard, Propst von Schlägl (1419-1427), hier letzte Erwähnung; vgl. Urk 273, Anm 3.
(2) Die Baumgartenmühle, eine Gründung Schlägls und bisher in Stiftsbesitz, wird zur Kapitalbeschaffung versetzt. Mühle: Schlägl 19/20; vgl. Aigen-Schlägl (1979) 656.
(3) Aigen als Gericht!
(4) Nikolaus, Schlägler Chorherr; vgl. Pichler, Profeßbuch (1992) 71, Nr. 75. Wohl identisch mit dem 1410 erwähnten Prior Nikolaus: Urk 256, Anm 5, und mit dem Nikolaus (Anfalletrer), der die halbe Mühle im Jahr 1452 testamentarisch als Seelgerät stiftete: Urk 340.
(5) "Michl land", könnte auch "Muhel land" gelesen werden.
(6) Nikolaus Berger; vgl. Urk 265, A 15.
Places
- o. O. (Schlägl)
Schlägl, Stiftsarchiv, Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1426 VII 09, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASchl/Urkunden/1426_VII_09/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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