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Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1490 II 01
Signature: 1490 II 01
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1. Februar 1490 (Montag), Linz
Kaiser Friedrich III. befiehlt dem Pfleger von Falkenstein, Hanns Oberhaimer, daß er nach dem Absterben des Vikars von Rohrbach aus dessen Verlassenschaft nichts nehmen darf und daß die Rohrbacher und Schlägler Untertanen nicht zu roboten brauchen.
Source Regest: 
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 505 (S 357), S. 564
 

orig.
Current repository
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)

Siegel (an Pergamentbändchen hängend: Kaiser Friedrich III. Gelbe Schale, rotes Siegel, rund, 45/70 mm Dm. Siegel mit drei Wappen: Doppeladler, Bindenschild und Panther. Umschrift: "S FRIDERICI ROM IMPERATORIS ET AVSTRIE STIRIE DVCIS ETC." Zwischen den Schildern die Devise AEIOV und eine Jahreszahl (1469 ?). Sekretsiegel der Rückseite kaum ersichtlich.
Material: Pergament
Condition: Moderbildung durch Nässe.
Dimensions: 160 x 390 mm, Plica 45 mm.
  • notes extra sigillum
    • Rechts auf der Plica: "Commissio domini jmperatoris propria."Rückseite: R[egistra]ta / Das der pfarhof zu Rorbach und noch das kloster mit robat nit besucht oder beswert wert / 1490 / No XXX. / A: Clas: VI. Parochialia / Rub: a.
Graphics: 

cop.
Kopialbuch A (1593) 107r-v.


    cop.
    Kopialbuch B (1597) 153r-v.


      ins.
      Vidimus in Urk 504 vom 8. 1. 1490 [!], in Urk 508 vom 24. 5. 1491 und in Urk 543 vom 11. 10. 1498.

        x
        "Wir Friderich(1), von Gottes gnaden Roemischer kaiser, zu allenn tzeitten merer des reichs, zu Hungern, Dalmacien, Croacien etc. kuenig, hertzog zu Oesterreich, zu Steir, zu Kernnden vnd zu Krain etc. Bekennen fuer vnns vnd vnnser erben, daz wir angesehen haben den gotsdinst, so durch den ersamen geistlich, vnnser lieb andechtig ~ den brobst vnd conuennt zum Slegl(2) volbracht wirdet, auch den schaden, so sy von Beheim(3) vnd in annder weeg genomen, vnd haben dardurch vnd von sunndern gnaden, damit sy denselben jrn gotsdinst verrer desterpas volbringen muegen, des wir dann auch hoffen tailhefftig zu werden, den bemelten closterlewten die gnad getan, tun auch als regierunder herr vnd lanndsfuerst in Oesterreich wissenntlich mit dem brief, so jr vicarj oder verweser auf der pharr zu Rorbach(4), die jn ingeleibt ist, mit tod abgeet, daz dann vnnser phleger zu Valkhenstain, wer der yetzu zeitten ist, darumb noch vmb annder sachen in den pharrhof daselbs weder vmb viech, hawsradt, varund hab, noch annder gut ze greiffen, noch das daraus ze nemen haben, sunnder das alsofft es zu schulden kumbt, die benannten brobst vnd conuennt zu jrn hannden nemen vnd gebrauchen muegen, das auch jre lewt vnd holden, nachdem dasselb jr gotshaws zu der were zugericht vnd jr der dartzu teglich beduerffen, vnd notduerfftig aller vnd yeglicher robat zu vnnsern gesloessern, nemlich Valkhenstain, vertragen sein, vnd dauon vnangelanngt beleiben sullen vngeuerlich. Dauon gebieten wir den edlen, vnnsern lieben getrewn ~ allenn vnnsern hawbtlewten, grauen, frein herren, rittern vnd knechten, verwesern, vitztumben, phlegern, burggrauen, lanndrichtern, burgermaistern, richtern, reten, burgern, gemainden vnd allenn anndern vnnsern ambtlewten, vnnderthannen vnd getrewn, besonnder vnnserm getrewn Hannsen Oberhaimer(5), vnnserm phleger zu Valkhenstain, oder wer kuenfftigclich vnnser phleger daselbs sein wirdet, ernstlich vnd wellen, daz sy die obbemelten closterlewt vnd jr holden bey disen vnnsern gnaden vnd begeben der robat genntzlich vnd berueblich beleiben lassen, vnd jn daran khain jrrung noch hindernuss tun, oder sy dawider dringen noch beswern, noch des yemannds annderm ze tun gestatten in dhain weis, vngeuerlich. Mit vrkund des briefs, geben zu Lynntz an montag vnnserr lieben frawn abennd der liechtmess, nach Cristi geburd vierzehenn hundert vnd im newntzigisten, vnsers kaiserthumbs im achtunddreyssigisten, vnnserr reich des Roemischen im fuenfftzigisten vnd des Hungrischen im ainsunddreyssigisten jarenn."||
        ||
        Rechts auf der Plica: "Commissio domini jmperatoris propria."
        Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 505 (S 357), S. 564-465

        Original dating clausean montag vnnserr lieben frawn abennd der liechtmess

        Editions
        • Erstveröffentlichung.
        Secondary Literature
        • Regesten: LR 5 (1956) Nr. 7.Pröll, Geschichte (1877) 100f.


        LanguageDeutsch

        Notes
        (1) Friedrich III. Kaiser (1440-1493); vgl. oben Urk 300, Anm 2.
        (2) Schlägl unter Propst Johannes III. (1481-1490)
        (3) Böhmen: Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Königen Matthias Corvinus (1458/69-1490) und Vladislav II. (1471-1516: Urk 479); vgl. Hoensch, Geschichte Böhmens (1997) 163-176.
        (4) Rohrbach, Pfarrer wohl Nikolaus von Schestau (1482-1499); vgl. Profeßbuch (1992) 582; 106f, Nr. 119. Dieser vollendete im Jahr 1477 eine mittlerweile verschollene Handschrift. Explicit: Freisleben, Annales 73r.
        (5) Hanns Oberhaimer, Pfleger zu Falkenstein (1484-1498); vgl. Siebmacher, Wappen OÖ 224: Hier als Raubritter bezeichnet. Vgl. auch Strnadt, Velden (1860) 188 (260) und oben: Urk 495.b (1484)
        Places
        • Linz
           
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