Charter: Hauptarchiv - Urkunden (1177 -1526) 568
Signature: 568
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1360 X 27, Wien
Jacob der Polle, chaplan der chapelln Unser Vrowen in der purger Rathaus ze Wienne, hern Ottenhaimen saeligen Stiftung, bestätigt, dass ihm sein Vetter Lienhart der Polle 50 lb dn. gegeben habe, die er in die Kapelle verbaut habe, als er sie auf die erd nider gelegt hatte. Dagegen verpflichtet er sich und seine Nachfolger, jährlich vier Jahrtage zu begehen: 1. an dem dritten tag nach Unser Vrown tag, als si geboren ist, für Lienharts verstorbenen Vater Nichlasen den Pollen,
2. an dem nachsten tag nach sand Margreten tag für Lienharts verstorbene Mutter Christein,
3. an dem nachsten tag nach sand Giligen tag für den verstorbenen Schwager Lienharts, Nichlasen den Smauz/zz/zer,
4. an dem vierden tag nach sand Giligen tag für dessen Gemahlin, die verstorbene Schwester Lienharts, vron Margreten.
Source Regest:
Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 568
Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 568
Current repository:
Wiener Stadt- und Landesarchiv
Wiener Stadt- und Landesarchiv
Drei anhangende Siegel: 1. grün u. K., spitzoval, 2. roth u. K., spitzoval, 3. grün u. K., rund, beschädigt.Besiegelt mit den Siegeln: 1. des Ausstellers, 2.
- notes extra sigillum:
- Dorsual: Herr Jacob Poln verschreiben umb vier Jartag dem Lienhart Poln und seinen freunten jarlich zu halten datum an S. Symon und Judas Abent anno 1360ten Wr. Archiv 4/1360


Ich Jacob der Polle zu den zeiten Chapplan der Chappelln unser vrowen in der purger Rathaus ze Wienne, hern Otten Haymen saeligen stifftung, Vergich und Tuen chuent allen den die disen brief lesent oder hoerent lesen die nue lebent und hernach chuenftich sind, daz mir mein vetter Lienhart der Polle, gegeben hat, fuemftzich phunt beraiter wienner phenning, die ich zue der egenanten meiner chappellen verpawt han, do ich si auf die Erd nider gelegt han, mit der beschaidenhait, daz ich fuer mich und fuer alle mein Nachchomen die der selben meiner chappellen nach mir chapplan werdent, mich dez mit meinen Trewen an alles gevaer verluebt und verpunden han, daz wir von den Guetern, die zu der selben meiner chappellen gehoerent, fuerbas ewichleich in der selben capellen alle iar vier jartag begen sullen zue den Taegen und in den nechten als hernach an disem brief geschriben stet, den ersten jartag seinem vater Nichlasen dem Pollen, dem got genade, an dem dritten Tag nach unser vrowen tag als si geboren ist, den andern jartag vron Christein, der got genade, dez egenanten meins vettern Lienharts muter, an dem nachsten tag nach sand Margreten tag, den dritten jartag Nichlasen dem Smauzzer dem auch got genade meins vettern Lienharts swager, an dem naechsten Tag nach sand Giligen tag, und den vierden jartag vron Margreten der auch got genade dez egenanten meins vettern Lienharts swester, weiln dez vorgenanten Smauzzer hausvrow, an dem vierden tag nach sand Giligen tag, also mit ausgenommen rede, daz ich und alle mein Nachchoemen, einen iegleichen der vorge-nanten jartaegen, an dem Tag als er zebegen gevellet als vorbenant ist begen sulln, mit einer gesungen vigili, und mit einem gesungen selamt, und sulln auch bei der vigili und bei dem selamt, prinnen, zwelif lang Stokchchertzen, der sechs sten sulln auf den drin aeltern in der obgenanten meiner chappellen und sechs auf Stanttneren in der selben cappellen. Wenne aber daz ist, daz ich oder mein Nachchoemen, der egenanten jartaeg ainen nicht begen als vorgeschriben stet, und daz wir das sawemen an ehafft not und mit gevaer, als oft das geschicht, als offt sulln wir des nachsten Tags dar nach vervallen sein zegeben den duerftigen in der puerger spital ze wienne, ein halb phunt wienner phenning ze wandel, und sol uns dennoch der Official wer zue den selben zeiten ist, dar zue noetten, daz wir den jartag den wir versauemt haben gaentzlich begen in dem rechten als vorgeschriben steet. Und dez ze einem urchuende und ze einer ewigen vestnung gib ich fuer mich und fuer all mein Nachchomen, disen brief versigilten mit meinem Insigil und mit dez erbern Herren insigil hern Fridliebs zue den zeiten official des hochwirdigen fuersten Bischof Gotfrits von Pazzawe in gaestleichen sachen in Oesterreich, chorherre da selbs ze Pazzawe, und pharrer ze Mauttarn, und mit hern Haunolts insigil des Schuechler, zue den zeiten purgermaister ze Wienne, die der sache gezewg sint mit iren Insigiln. Der brief ist geben ze Wienne nach Christes gebuerd drewtzehen hundert iar, dar nach in dem sechtzigisten iar, an sand Simons und sand Judas abent der heiligen zwelifboten.
Source Fulltext: Peter Peusquens u. Camesina in Mitth. des Alterthumsvereines 15, 185.
Original dating clause: ze Wienne, an sand Simons und sand Judas abent, der h. zwelifboten.
Editions:
- Camesina in Mitth. des Alterthumsvereines 15, 185.
- Jahrbuch der kais. Kunstsamml. 18b, no 16027 Regest.
Places
- Wien
Wiener Stadt- und Landesarchiv, Hauptarchiv - Urkunden (1177 -1526) 568, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-WStLA/HAUrk/568/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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