Charter: Chartularium Sangallense 09 (1373-1381) 1379 X 16
Signature: 1379 X 16
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16. Oktober 1379, Prag
König Wenzel befreit Abt Kuno von St. Gallen und seine Gotteshausleute zu Wil, Wangen, Appenzell, Hundwil, Teufen, Trogen und im Sonderamt von fremden Gerichten und erlaubt ihnen, offene Ächter zu hausen.Source Regest:
Chartularium Sangallense IX, Nr. 5743, S. 410.
Chartularium Sangallense IX, Nr. 5743, S. 410.
Abschr. (B), Vidimus des Hofrichters zu Rottweil v. 8. Mai 1380 (Nr. 5788), Stadtarchiv Wil, 103.
Abschr. (B), Vidimus des Landrichters im Thurgau v. 9. Mai 1381 (Nr. 5842), Landesarchiv Appenzell I.Rh., A I,12. - Abschr. (B), Vidimus des Landrichters zu Schattbuch v. 31. März 1386, Landesarchiv Appenzell I.Rh., A I,13.
Wir Wentzlavw von gots gnaden Roemscher kúng zů allen ziten merer des richs vnd kúng ze Beheim bekennen vnd tůn kunt offenlich mit disem brief allen den, die in sehen oder hoeren lesen, das wir haben angesehen staet luter trwú vnd ovch nútz dienst, die v´ns vnd dem riche der erwirdig vnd geistlich Cůno apt ze sant Gallen1 v´nser vnd des richs fúrste vnd ||
lieber andaechtiger offte getrúlich vnd vnuerdrossenlich getan hat vnd noch fúrbasser tůn sol vnd mag in kúnftigen ziten, vnd ovch durch flissiger vnd redlicher dienst vnd baet willen des edeln Lutzen von Landovw2 v´nsers vnd des richs lieben getrúwen haben wir mit wolbedachtem můte rate v´nser vnd des richs fúrsten edlen vnd lieben getrúwen den selben Cůnen vnd alle sines gotzhus lúte, die er ietzunt hat oder hernach in kúnftigen ziten gewinnet, es sye eigen oder lechen phandlút oder vogtlút vnd mit namen die statt ze Wil in Thurgew3 vnd alle, die daselbs sesshaft syen, vnd ovch die statt ze Wangen4 vnd sin lúte ze Appozelle5 vnd die ze Huntwile6, ze Túffen7, ze Trogen8 vnd in dem sunderampt9 gefryet vnd begnadet fryen vnd begnaden si ovch mit craft ditz briefes, also das si niemantes fúrbasmer ewenklich, wer er sye vnd in welhen eren vnd wirden er ovch sye, die egenanten lúte alle mitenander oder besunder fúrtriben vordren ansprechen beclagen bekúmberen vrteilen oder aechten súlle oder muge fúr v´nser kúnglich hofgericht oder an den lantgerichten ze Rotwil10 oder an keinen andern lantgerichten oder gerichten, wo die ligen gelegen vnd wie die genant syen. Besunder wer dem egenanten v´nserm fúrsten zůsprechen hat oder gewinnet, der sol das tůn vor v´ns oder v´nserm rate oder vor dem hochgebornen Lútbolten hertzogen ze Oesterich ze Styr ze Kernden11 etc. v´nserm lieben oeheim vnd fúrsten oder vor sinem rate, wo es im denn aller fůglichest ist. Vnd wer zů sines gotzhus lúten allen ir einem oder mer, er sye man oder wip, zů sprechen zů clagen oder vordrunge hat oder gewinnet, der sol das tůn vor dem richter vnd dem rate der vorgenanten statt ze Wil vnd in andern gerichten, da denn die selben lúte sesshaft syen, vnd recht von inen nemen vnd niergent anderswo, es were denn, das dem cleger oder clegerinen kuntlich vnd offenlich recht verseit wurde von dem egenanten richter vnd rate in der selben statt ze Wil vnd von den andern des egenanten v´nsers fúrsten lúten. Ovch wellen wir von besundern gnaden, das dieselben burger vnd alle des ietzgenanten vnsers fúrsten vnd sines gotzhus lúte mugen offen echter husen vnd hofen vnd mit in alle gemeinschaft haben, also were das ieman der selben echter einen oder zwen vil oder wenig in der vorgenanten statt ze Wil oder in des egenanten v´nsers fúrsten gebieten oder gerichten anfellet, dem sol man ein vnuerzogen recht tůn nach der selben statt ze Wil vnd der ietzgenanten gebiete vnd gerichte gewonheit, vnd als offte si in die mergenanten statt gebiete vnd gericht koment vnd wider darvs, das si nieman ansprichet mit dem rechten, das sol den vorgenanten burgern vnd des egenanten v´nsers fúrsten vnd sines gotzhus lúten allen keinen schaden bringen von der gemeinschaft wegen. Vnd gebieten dar vmb allen fúrsten geistlichen vnd weltlichen grafen fryen herren dienstlúten rittern knechten stetten gemeinden dem lantrichter ze Rotwil vnd allen andern lantrichtern vnd richtern vnd den, die an den lantgerichten vnd gerichten zů den rechten sitzen vnd vrteil sprechen, die ietzunt syen oder in kúnftigen ziten werden, v´nsern vnd des heiligen richs lieben getrúwen ernstlich vnd vestenklich bi v´nsern vnd des richs hulden, das si fúrbasmer ewenklich den obgenanten v´nsern fúrsten den apt keinen siner vorgenanten burger oder lúte einen oder mer man oder wip nicht fúr das egenant hofgericht lantgericht oder ander gericht eischen laden vordren fúrtriben beclagen oder kein vrteil v´ber ir lip oder v´ber ir gůt sprechen oder in die avcht tůn súllen noch mugen in deheine wise, vnd wo das gescheche wider dise obgenante v´nser gnad vnd fryheit, die in disem v´nserm brief syen, so nemen vnd tůn wir ab mit rechter wissen vnd kúnglicher mecht volkomenheit aller schuld ladunge eischunge vordrunge ansprache vrteil vnd die avcht vnd entscheiden Intern claeren vnd sprechen, das si miteinander vnd besunder alle vnkreftig vnd vntugellich sin súllen, vnd tůn si ab vnd vernichten si ovch gentzklich vnd gar an allen iren begriffungen meinungen artiklen vnd punten, wie si dar komen geben gesprochen oder geurteilet werden oder wurdin. Vnd ob ieman, wer der were, der also wider dise obgenante v´nser gnad vnd friheit frefellichen taete, der vnd die súllent in v´nser vnd des heiligen richs swere vngnad vnd dar zů einer rechten pene fúnfzig phunt loetiges goldes veruallen sin, als offte der da wider tůt, die halb in v´nser vnd des richs kamer vnd das ander halbteil dem obgenanten v´nserm fúrsten apt Cůnen von sant Gallen sinen burgern ze Wil vnd allen andern sinen vnd sines gotzhus lúten, die also v´berfarn werdent, gentzklich vnd ane alles minrnusse súllent genallen. Mit vrkúnd ditz briefs versigelt mit v´nser Roemschen kunglicher magestat insigel. Der geben ist ze Prage nach gots gebúrte drúzehenhundert jar, dar nach in dem nún vnd sybenzigosten jare, an sant Gallen taga), v´nser riche des Beheimschen in dem sybenzehenden vnd des Roemschen in dem vierden jaren.
lieber andaechtiger offte getrúlich vnd vnuerdrossenlich getan hat vnd noch fúrbasser tůn sol vnd mag in kúnftigen ziten, vnd ovch durch flissiger vnd redlicher dienst vnd baet willen des edeln Lutzen von Landovw2 v´nsers vnd des richs lieben getrúwen haben wir mit wolbedachtem můte rate v´nser vnd des richs fúrsten edlen vnd lieben getrúwen den selben Cůnen vnd alle sines gotzhus lúte, die er ietzunt hat oder hernach in kúnftigen ziten gewinnet, es sye eigen oder lechen phandlút oder vogtlút vnd mit namen die statt ze Wil in Thurgew3 vnd alle, die daselbs sesshaft syen, vnd ovch die statt ze Wangen4 vnd sin lúte ze Appozelle5 vnd die ze Huntwile6, ze Túffen7, ze Trogen8 vnd in dem sunderampt9 gefryet vnd begnadet fryen vnd begnaden si ovch mit craft ditz briefes, also das si niemantes fúrbasmer ewenklich, wer er sye vnd in welhen eren vnd wirden er ovch sye, die egenanten lúte alle mitenander oder besunder fúrtriben vordren ansprechen beclagen bekúmberen vrteilen oder aechten súlle oder muge fúr v´nser kúnglich hofgericht oder an den lantgerichten ze Rotwil10 oder an keinen andern lantgerichten oder gerichten, wo die ligen gelegen vnd wie die genant syen. Besunder wer dem egenanten v´nserm fúrsten zůsprechen hat oder gewinnet, der sol das tůn vor v´ns oder v´nserm rate oder vor dem hochgebornen Lútbolten hertzogen ze Oesterich ze Styr ze Kernden11 etc. v´nserm lieben oeheim vnd fúrsten oder vor sinem rate, wo es im denn aller fůglichest ist. Vnd wer zů sines gotzhus lúten allen ir einem oder mer, er sye man oder wip, zů sprechen zů clagen oder vordrunge hat oder gewinnet, der sol das tůn vor dem richter vnd dem rate der vorgenanten statt ze Wil vnd in andern gerichten, da denn die selben lúte sesshaft syen, vnd recht von inen nemen vnd niergent anderswo, es were denn, das dem cleger oder clegerinen kuntlich vnd offenlich recht verseit wurde von dem egenanten richter vnd rate in der selben statt ze Wil vnd von den andern des egenanten v´nsers fúrsten lúten. Ovch wellen wir von besundern gnaden, das dieselben burger vnd alle des ietzgenanten vnsers fúrsten vnd sines gotzhus lúte mugen offen echter husen vnd hofen vnd mit in alle gemeinschaft haben, also were das ieman der selben echter einen oder zwen vil oder wenig in der vorgenanten statt ze Wil oder in des egenanten v´nsers fúrsten gebieten oder gerichten anfellet, dem sol man ein vnuerzogen recht tůn nach der selben statt ze Wil vnd der ietzgenanten gebiete vnd gerichte gewonheit, vnd als offte si in die mergenanten statt gebiete vnd gericht koment vnd wider darvs, das si nieman ansprichet mit dem rechten, das sol den vorgenanten burgern vnd des egenanten v´nsers fúrsten vnd sines gotzhus lúten allen keinen schaden bringen von der gemeinschaft wegen. Vnd gebieten dar vmb allen fúrsten geistlichen vnd weltlichen grafen fryen herren dienstlúten rittern knechten stetten gemeinden dem lantrichter ze Rotwil vnd allen andern lantrichtern vnd richtern vnd den, die an den lantgerichten vnd gerichten zů den rechten sitzen vnd vrteil sprechen, die ietzunt syen oder in kúnftigen ziten werden, v´nsern vnd des heiligen richs lieben getrúwen ernstlich vnd vestenklich bi v´nsern vnd des richs hulden, das si fúrbasmer ewenklich den obgenanten v´nsern fúrsten den apt keinen siner vorgenanten burger oder lúte einen oder mer man oder wip nicht fúr das egenant hofgericht lantgericht oder ander gericht eischen laden vordren fúrtriben beclagen oder kein vrteil v´ber ir lip oder v´ber ir gůt sprechen oder in die avcht tůn súllen noch mugen in deheine wise, vnd wo das gescheche wider dise obgenante v´nser gnad vnd fryheit, die in disem v´nserm brief syen, so nemen vnd tůn wir ab mit rechter wissen vnd kúnglicher mecht volkomenheit aller schuld ladunge eischunge vordrunge ansprache vrteil vnd die avcht vnd entscheiden Intern claeren vnd sprechen, das si miteinander vnd besunder alle vnkreftig vnd vntugellich sin súllen, vnd tůn si ab vnd vernichten si ovch gentzklich vnd gar an allen iren begriffungen meinungen artiklen vnd punten, wie si dar komen geben gesprochen oder geurteilet werden oder wurdin. Vnd ob ieman, wer der were, der also wider dise obgenante v´nser gnad vnd friheit frefellichen taete, der vnd die súllent in v´nser vnd des heiligen richs swere vngnad vnd dar zů einer rechten pene fúnfzig phunt loetiges goldes veruallen sin, als offte der da wider tůt, die halb in v´nser vnd des richs kamer vnd das ander halbteil dem obgenanten v´nserm fúrsten apt Cůnen von sant Gallen sinen burgern ze Wil vnd allen andern sinen vnd sines gotzhus lúten, die also v´berfarn werdent, gentzklich vnd ane alles minrnusse súllent genallen. Mit vrkúnd ditz briefs versigelt mit v´nser Roemschen kunglicher magestat insigel. Der geben ist ze Prage nach gots gebúrte drúzehenhundert jar, dar nach in dem nún vnd sybenzigosten jare, an sant Gallen taga), v´nser riche des Beheimschen in dem sybenzehenden vnd des Roemschen in dem vierden jaren.
Source Fulltext: Chartularium Sangallense IX, Nr. 5743, S. 410-412.
Original dating clause: an sant Gallen tag
Editions:
- Stiftsarchiv St. Gallen, Bd. 2, S. 25 (Klosterdruck). - Zellweger, Urkk. I/1, 122. - UB St. Gallen IV, 1809.
Comment
Kopial: Abschr. (B4), Vidimus des Landrichters zu Schattbuch v. 31. März 1386, Stadtarchiv Wil, 102. - Abschr. (B5), Vidimus des Landrichters im Hegau v. 18. Mai 1386, Stiftsarchiv St. Gallen, O.5.B.2b. - Abschr. (B6), Vidimus des Landrichters im Hegau v. 18. Mai 1386, ebd., O.5.B.2c. - Abschr. (B7), Vidimus des Hofrichters zu Rottweil v. 4. Dez. 1386, Stiftsarchiv St. Gallen, O.5.B.2a. - Abschr. (B8), Vidimus des Landrichters im Thurgau v. 4. Juni 1387, Stadtarchiv Wil, 104. - Abschr. (B9), Vidimus des Landrichters im Thurgau v. 4. Juni 1387, ebd., 105. - Abschr. (B10), Vidimus des Notars Konrad Talakrer v. 11. Jan. 1396, Stiftsarchiv St. Gallen, HHH.1, Nr. 10. - Abschr. (B11), Vidimus des Landrichters im Thurgau v. 9. März 1397, Stadtarchiv Wil, 108. - Abschr. (B12), um 1500, Stiftsarchiv St. Gallen, Bd. 88, f. 148v.$$Druckvorlage ist die Zweitälteste Abschr. (B2), weil in der ältesten (B1) die Tagesangabe an sant Gallen tag fehlt.$$Regest: App. UB I, 128. - F. Battenberg, Die Gerichtsstandsprivilegien der deutschen Kaiser und Könige bis zum Jahre 1451 (1983), S. 456, Nr. 853.Language:
Notes:
a)an sant Gallen tag fehlt in B1 u. B10. - 1 Kuno v. Stoffeln, 1379-1411. - 2 Ludwig II. v. Grüningen-Landau (nö. Sigmaringen BW), 1366-1398. - 3 Wil, Stadt u. Bez. - 4 Wangen i. Allgäu. - 5 Appenzell AI. - 6 Hundwil AR. - 7 Teufen AR. - 8 Trogen AR. - 9 Ein personaler, wohl direkt der äbtischen Gerichtsbarkeit unterstellter Sonderverband innerhalb der Klostergrundherrschaft. - 10 Rottweil BW. - 11 Leopold III., Herzog v. Österreich, Steiermark, Kärnten, ca. 1351 - + 1386.
Places
- Prag
Chartularium Sangallense 09 (1373-1381) 1379 X 16, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/CSGIX/1379_X_16.3/charter>, accessed 2025-02-28+01:00
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