Charter: Chartularium Sangallense 10 (1382-1389) 1384 IV 22
Signature: 1384 IV 22
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22. April 1384, Konstanz
10 Reichsstädte des Bundes um den See, darunter St. Gallen, verpflichten Graf Heinrich vonMontfort auf fünf Jahre als ihren Hauptmann.Source Regest:
Chartularium Sangallense X, Nr. 6009, S. 184 (Vischer, Städtebund, 209.).
Chartularium Sangallense X, Nr. 6009, S. 184 (Vischer, Städtebund, 209.).
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HauptSTA Stuttgart B 123 U 60.
HauptSTA Stuttgart B 123 U 60.
10 Siegel (der auf der Plica unter den Siegelschnitten genannte Siegler in Klammern), 1. (
Material: Pergament
Dimensions: 53,5/29 cm
Ina) dem namen gottes amen. Wir dis nachgeschriben des hailigen Roemschen richs stett Costentz, Rauenspurg1, Lindow2, V´berlingen3, sant Gallen, Pfullendorff4, Wangen5, Bůchorn6, Isyni7 vnd Lútkilch8 vff der Haid9 || tůnt kvnd vnd vergehen des offenlich an disem brief allen, die in ansehent oder hoerent lesen, als sich der edel hoherborn herre graue Hainrich von Montfort herre ze Tettnang10 zů v´ns vnd zů v´nserm bund vmb den || Sê11 verpflichtet vnd verbunden havt, dv´ naehsten fúnff jar, die nach an ander koment, v´nser hobtman ze sinde vnd v´ns mit zehen spissen ze dienent, die selben ffúnff jar vnd darnach die nachgaenden fúnff jar || by dem selben v´nserm bund ze belibend vnd v´ns beraten vnd beholfen sin mit lip vnd mit gůt wider aller maenglich vnd v´ns sin vestinen sloss vnd stett v´nser offenn húser sin, als dis alles der brief voelleklicher wiset, den er v´ns darumb mit sinem insigel besigelt geben havt, daz wir im dawider och alle ainberlich verhaissen vnd gelobt habent, daz wir im die selben zehen jar mit lib vnd mit gůt wider aller maengelich beholfen sin soellent, vssgenomen v´nser herre der kv´nig vnd dem hailigen Roemschen rich sini reht ze tůnd, vnd soellent im och also beholfen sin bi gůten trúwen vngeuarlich vnd sont im och alle v´nser stett vnd sloss die wil sini offni húser sin. Vnd waer, daz die vier riuieren des grossen bundes ze sament zugent mit iro hobtlúten, dahin sol er och ziehen vnd by inen sitzen vnd daz best vnd daz erberost raten vnd helfen âne alle geuerde. Waer och, daz sin die nidern stette des grossen bundes begertint, daz si in fúrbass bruchen vnd an keren woltent danne ainen andrem hobtman, des sol er willig sin, vnd sont si im danne darumb als lieb tůn nach erkantnúss v´nsers bundes vmb den Sê, was si im darumb tůn soellent. Waer och, daz wir die obgenanten stett des bundes vmb den Sê v´nser spiess antderthin schikken wurdent, dazů sol er v´ns och sin zehen spiess schikken, als dik v´ns daz notdúrftig wirt. Waer och, daz er ainem sinem frúnd oder gesellen dienen wolt, daz mag er wol tůn, so wir sin oder siner spiess nit bedoerftent, vssgenomen v´nser aigenossen, die in v´nserm bund sint, daz er wider die nit sin sol, vnd och also, gieng in von des selben dienstes wegen dekain stoss an, darzů soltent wir im nit beholfen sin. Waer och, daz in fúr kaeme, daz man v´nser der obgenanten stett dekain bestúrmen oder noetgen woelt, darzů sol er bi gůten trúwen vnuerzogenlich keren, vernaem er aber, daz der zog anderswahin keren wolt, danne in fúrkomen waer, dahin sol er sich och bi gůten trúwen âne fúrzug keren, es waer danne, daz wir die stett oder daz mertail vnder v´ns jena antderthin enbutent ze koment, daz sol er och âne fúrzug tůn. Waer och, daz er oder sin diener mit ir selbs handen jeman geuiengent vff dem veld, mit denen mv´gent si varen, als si dvnkt, daz es inen fůgklich sie, doch also, daz si dekainen ledig lassen sont, er versicher vnd versprech im e mit aiden vnd als ferre er danne vermag vngeuarlich, daz er wider v´ns noch wider den bund nit sie disen krieg weder mit werken raeten noch getaeten, es waer danne so ferre, daz iro ainer geuangen waer, daz si ainen gen dem andern ledig liessent. Waer och, daz wir vnd och der obgenant graff Hainrich von Montfort dekain schloss oder vesti noetigen oder bekv´nbern wurdent vnd daz wir die gewnnent vnd daz er vnd sin diener lút darinne viengent mit iren handen vnd daz wir die stett, die danne dabi waerent, die lút vnd die geuangen in der gewnnen stat schaetzen woltent, so mv´gent der selb graff Hainrich von Montfort vnd sin diener och ir geuangen schaetzen. Waer aber, daz wir die stett ze ravt wurdent, daz wir die gewnnen staet verwuestlich halten woltent vnd die geuangen nit schaetzen woltent, so sol och er vnd sin diener ir geuangen och nit schaetzen. Waer och, daz der selb graff Hainrich von Montfort vnd sin diener dekainen edeln man in den selben gewnnen slossen viengent, der selb geuangen sol doch v´nser der stett gevangen sin. Waer och, daz der obgenant v´nser herre gravff Hainrich von Montfort oder sin diener dekainen geuangen viengent, mit dem der krieg erobert moeht werden, den selben geuangen sol der selb graff Hainrich manen sich ze antwurtent, in wely stat v´nsers bundes vmb den Se graff Hainrich wil, den selben geuangen soellen wir doch da also vngeuarlich geuangen halten, also daz man in nit entliben noch bloekken noch túrnen noch hert legen sol. Waer och, daz dekain stat oder herre zů v´ns in v´nsern bund kaeme ald burgerreht in der selben v´nser stett enpfieng, wider die sol der selb v´nser herre gravff Hainrich von Montfort nit sin. Darzů haben wir och dem vorgenanten v´nserm herren graff Hainrich von Montfort bi gůten trúwen verhaissen, so er mit sinen spiessen in dekain v´nser stat, als vorgeschriben stavt, komet v´ns ze dienent, daz wir danne da im vnd den sinen herberg vnd geliger strow holtz vnd lieht âne sinen schaden vngeuarlich geben sont. Vnd waer, ob wir des obgenanten v´nsers herren graff Hainrichs bedoerftent ze ritent, es waer ze taedingent oder in bottschaft ze schikkent, des sol er willig sin ze tůnd, wir soellent in aber danne vngeuarlich verkosten. Es sol och enkaine v´nser der obgenanten stett in den obgenanten zehen jarn dem obgenanten v´nserm herren gravff Hainrich von Montfort vnd sinen dienern, die er ietz hett, enkainen iro aigen man vogtman vnuerrechnoten amptman ald die inen stúrbar sint, in den obgenanten v´nsern stetten ze burger nit enpfahen, wele er aber hinnanhin disú zehen jar ze diener nemen wil, die sol er nemen mit v´nser der obgenanten stett willen wissent vnd ravt. Vnd ze warem vnd offem vrkv´nd aller dirre vorgeschriben ding geben wir die obgenanten stett Costentz, Rauenspurg, Lindow, V´berlingen, sant Gallen, Pfullendorff, Wangen, Bůchorn, Ysini vnd Lútkilche dem obgenanten v´nserm herren graff Hainrich von Montfort darúber disen brief mit v´nsern insigel besigelt. Dirre brief ze Costentz geben, do man von Cristes gebúrt zalt drúzehenhundert jar, darnach in dem vier vnd ahtzigosten jar, an sant Georyen abende in dem aberellen.
Source Fulltext: Chartularium Sangallense X, Nr. 6009, S. 184-186.
Original dating clause: an sant Georyen abende in dem aberellen
Editions:
- Ruser III, 1698.
Language:
Notes:
1 Ravensburg BW. - 2 Lindau, bayer. Schwaben. - 3 Überlingen BW. - 4 Pfullendorf BW. - 5 Wangen i. Allgäu. - 6 Buchhorn, ht. Friedrichshafen BW. - 7 Isny BW. - 8 Leutkirch BW. - 9 Leutkircher Heide. - 10 Heinrich IV. v. Montfort zu Tettnang (ö. Friedrichshafen BW), 1348 - + 1408. - 11 Bodensee.
Places
- Konstanz
Chartularium Sangallense 10 (1382-1389) 1384 IV 22, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/CSGX/1384_IV_22/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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