Charter: Urk. 56 (773-1743) (alt: M I Reichsabtei Hersfeld) 1873
Signature: 1873
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(1588 Mai 16)
Es wird bekundet, dass es über die Wiedereinlösung von Burg und Amt Krayenburg [Burg bei Merkers-Kieselbach, Wartburgkr.] zwischen Ludwig [V. Landau], bestätigtem Abt von Hersfeld, als Kläger und Friedrich Wilhelm und Johann Kasimir, Herzögen von Sachsen, als Beklagten zu einem langwierigen Rechtsstreit gekommen ist, dessen abschließendes Urteil von Johann Friedrich, Markgraf von Brandenburg und Administrator des Erzbistums Magdeburg, gefällt werden soll. Christian, Herzog von Sachsen, und Johann (Hannß) Georg, Markgraf von Brandenburg, haben den Streitparteien eine gütliche Einigung des Streits an einem Schiedstag angeboten, der 1587 November 6 (uff den vorgangenen sechsten Novembris) in Naumburg [(Hessen), Lkr. Kassel] stattgefunden hat [siehe Nr. 1867], aber mangels Ergebnissen auf kommenden Trinitatis [1588 Juni 2] verschoben worden ist. In der Zwischenzeit haben bei einem Treffen der Herzöge von Sachsen und Wilhelms, Landgrafs von Hessen, in Rotenburg die Räte der Herzöge - Doktor Markus (Marx) Gerstenberger, Dietrich Vitzthum von und zu Eckstädt, Kammerrat, Doktor Michael Wirth (Michell Wirtt), Kanzler in Coburg, und Veit von Heldritt, Amtmann in Lichtenberg - und des Landgrafen - Johann (Hans) von Berlepsch, Philipp Wilhelm von Cornberg, Doktor Johann Antrecht, Vizekanzler, und Heinrich Hesberg (Hesperg), Kammermeister - sowie Kraft Weiffenbach, erwählter Koadjutor und Dekan von Hersfeld und Propst von Kreuzberg und Göllingen, folgenden Vorschlag für einen gütlichen Vergleich ausgearbeitet: Am 16. Juni [1588] soll ein Schiedstag in Berka [(Werra) Wartburgkr.] stattfinden [siehe Nr. 1875 und 1876], bei dem eine Aufstellung (anschlag) der Einkünfte des Hauses Sachsen von Burg und Amt Krayenburg aus den letzten neun Jahren von den Räten erstellt werden soll. Die Summe der ermittelten Einkünfte soll zwischen den Herzögen und Abt und Konvent von Hersfeld geteilt werden. Im Gegenzug soll Abt Ludwig auf das Recht der Wiedereinlösung von Burg und Amt verzichten. Die Urkunde wird dreifach ausgefertigt. Ankündigung der Unterfertigung und Siegelankündigung [Sekretsiegel] der Herzöge von Sachsen und des Landgrafen Wilhelm. Source Regest:
Verzeichnung des HessStA Marburg
Verzeichnung des HessStA Marburg
Current repository:
Urkunde in der Datenbank des Archivs Hessisches Staatsarchiv Marburg (HStAM), Best. Urk. 56, 1873Charter on the archive's website
3 papiergedeckte Siegel
Sigillant: Friedrich Wilhelm, Herzog von Sachsen
Sigillant: Johann Kasimir, Herzog von Sachsen
Sigillant: Wilhelm, Landgraf von hessen
Material: Papier
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Original dating clause: Signatum ...
Comment
Von der Datierungszeile ist nur noch das erste Wort zu lesen, da die papiergedeckten Siegel die Zeile verdecken. Die Datierung ist auf der dem Vergleich vorgehefteten Seite von einer Hand des 16. Jahrhunderts vermerkt: (16. May anno 88). Außerdem wird im Vergleich von 1588 Mai 8 (siehe Nr. 1875 und 1876) auf die in Rotenburg geschehenen Verhandlungen hingewiesen: (denn 16. nechstabgelauffenen monats May).Siehe auch Nr. 1867, 1875, 1876 und 1882-1885.
Unterschriften: Friederich Wil[helm] h[erzog] z[u] Sachsen; Johan Casimir h[erzog] z[u] Sachsen manu propria; Wilhelm l[andgraf] z[u] Hessen)
Marburg, Staatsarchiv, Urk. 56 (773-1743) (alt: M I Reichsabtei Hersfeld) 1873, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/DE-HStAMa/UrkHersfeld/1873/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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