Charter: Urkundenbuch der Voegte von Hunolstein, ed. Toepfer, 1866 (Google data) CCXCI.
Signature: CCXCI.
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CCXCI. Erzbischof Boernund von Trier und Gerhard Vogt und Herr zu Hunolstein
überlassen die Schlichtung aller ihrer Streitigkeiten dem Ausspruch erwählter Rathleute.
Trier 1358 März 22. Wir Boemund von gottes genaden Ertzbischof zu Triere dun kunt allen
luden, daz wir von allen sachen vnd zweiungen mit dem edelen manne Herrn Gerhart Voyt
Herrn zu Hunoltstein, vnserm lieben getrewen, geracht vnd ge 30* 236 schlichtet sin in
aller der maissen als der brieff heldet, den er vns darüber hat gegeben, der hernach von
wort zu worte steet geschrieben. Ich Gerhart Voyt Herr zu Hunolstein dun kunt allen luden
vnd erkennen uffentlich an diesem brieve, daz ich von allen zweiungen vnd sachen, die der
erwirdig myn genediger Herr, Herr Boemund Ertzbischof zu Triere mit mir vnd wider mich,
vnd ich mit im vnd wider in vnd wider sin stiefft zu dune hatten oder zu dune haben
mochten biz uff diesen hutigen dage, zumale vnd gentzlichen geracht vnd geschlichtet
worden, vnd sin wir vmb fride lebens willen jeweder überkomen von allen zweiungen, die
zwischen vns von vnsern luden, erbscheff- ten, herrschefften vnd gerichten, wo wir die
gemeine han, oder anderst vfferstan muchten achter diesem tag, daz wir darumb raitlude
gekoren han, myn Herr von Triere Reinhart synen burggreven zu BerncasteU, vnd ich Nielas
von Hunolt stein, mynen bruder, doch ane argelist; ob man die oder irer einen nit haben
muchten, so mag vnser iglich des raitman man nit haben mochte, einen andern, als dicke des
noit gebürt, in des statt kiesen vnd nemen. Vnd darzu hait myn vurgen. herre vnd ich einen
gemeinen dritten mann gekoren vnd genannt, Herrn Thilman vom Steyne, oder ob Herr Thilman
vurgen. todes halff abeginge, Herrn Betern von Eich an syne statt genommen. Dieselben
zwene raitlude vnd dritte mann, als dicke sie von vnser einem von den zweiungen vns zu
richten gemant werden, ervaren sullent vmb die sache vnd zweiunge. Were dan, daz myn
vurgen. Herre mich oder ich in ansprechen vmb vbergriff von vnsern luden, erb- schefften,
herrschefften vnd gerichten, darumb sullent die raitlude vnd dritte mann oder das merer
teil von inen ervaren. Trifft es an das hochgerichte, so sullent sie is ervaren an den
zenteneren, trifft is an andre vurgeschriebene sachen, das sullent sie an den scheffen
envaren. Vnd so dicke des noit gebüret, so sullent vnsre amptlude die scheffen vnd die
zentener haufenen. Vnd weres daz vnser eynes amptman daby nit en queme, so hait des
anderen amptman macht die scheffen vnd zentener zu häufen vnd sie zu manen, vnser raitlude
des rechtes uf die zweiunge zu vnderwisen. Vnd wie vnd was die zentener oder die scheffen
darüber wisent, das sullent die raitlude vnd dritte man oder das merer teil von inen,
binnen einem maend na der manunge besagen, vnd wie sie das besagent vnd vns das vnder iren
ingesigelen beschriben sendent, also sal man is binnen einem maend na dem besagen richten,
welchem dan vnder vns rich tens noit ge bürt. 'Weren aber die zweiungen vnd sachen, die
noch an scheffen noch an zentenern antreffen, so daz vor den scheffen oder vor den
zentenern nit vsgetragen 237 were mit den raitluden vnd dem dritten mann oder dem merer
teil vnder inen, des sullen die egen. raitlude vnd dritte mann, so sie darüber gemant
werdent, zu Berncastell kommen uf einen genannten tag, der in vber echte tage vnd binnen
viertzehen tagen genannt wird, vnd sullent vns von solichen zweiungen, die dann an sie
bracht werdent, daselbes ende vnd vstrag geben binnen einem maend allernaest nach dem
tage, da sie inkommen sullent. Vnd wes die dry oder yr zwene eindrechtlichen vnser
iglichen besagent, das sall vnser iglicher dem andern richten, halden vnd fullentfüren.
Yortme ist geredt, vmb daz diese vorgeschrieben stuck desto gentzlich vorgang haben, daz
vnser keiner, noch scheffen noch zente- ner, bezwingen noch dringen sall, noch sie
stummelin zu sprechen noch zu schwigen von sachen, die an sie treffent oder nit an sie
treffent von gewonheit. Vort ist geredt, daz ich oder yman in keinen wegen wider mynen
vurgen. Herrn von Triere vnd wider synen stiftt nit enthalten sall uf mynen vesten, die
ich itzund han oder herna gewinnen, noch wider sie dun, vnd sullent auch alle gottshusere
vnd pfaffheit myns egen. Herrn von Triere undertanen irs rechtes lassen gebruchen
vngehindert. Auch ist geredt, daz myn vurgen. Herre wider mich nit dun ensall vmb sache
davon ich vor ime vnd synen mannen rechtes gehorsamb were, vsgenommen den heiligen stul
von Rome vnd das heilige Ro mische Rieh. Vnd auch vortme sall myn vurgen. herre mich
verantwurten zu mynen rechten, als er andere edelmanne ist schuldig zu verantwurten. Alle
diese vurgen. stücke vnd ir iglichs, als verre sie mich antreffent, han ich mynem vurgen.
Herrn in guten truwen in eydes statt gelobt vnd geloben in diesem brieffe stede vnd veste
zu haldene vnd gentzlich zu fullenfüren, als lange er lebet, vsge- scheiden alle argelist
vnd geverde an allen diesen vurgeschrieben stücken vnd an ir iglichem. Des zu vrkunt vnd
ganzer stedikeit han ich myn ingesiegell an diesen brieff gehangen, vnd vmb merer
sicherheit han ich gebeten vnd bitten an diesem brieve den edlen Herrn Arnold von
Blankenheim, Herrn zu Gerolstein, mynen neven, Herrn Niclas von Hunoltstein, mynen bruder
vurgenannt, vnd Richard von Eich, daz sie ire ingesigele by das myne wollen zu vrkunt an
diesen brieff henken. Vnd wir Arnold von Blankenheim, Herr zu Gerolstein, Niclas von Hu
noltstein vnd Richart von Eich vurgen. bekennen, daz wir vmb bete des edlen Herrn Gerharts
Voyts Herrn zu Hunoltstein vnsere ingesiegele by das syne zu vrkunt vnd stedikeit aller
dieser vurgeschr. stücke an diesen brieff han gehangen, der gegeben ist, do man zalte na
Cristus geburte MCCCLVO na gewonheit zu schrieben in dem bischtumb von Trier uf den zwei
vnd zwentzigsten tag des maend s Mertz. 238 Vnd vmb daz wir Boemund Ertzbischof vurgen.
alle diese vorgeschrieben stück vnd ir iglichs, als verre sie vns antreffent, stede vnd
veste halden sullent vnd gelobt han zu haldene, ane argelist vnd geverde, des han wir zu
vrkunt vnser ingesiegell an diesen brieff dun hencken, der zu Trier ist geben uf iar vnd
tag' als in dem vorher geschrieben Herrn Gerharts des Voyts brieff ist ge schrieben. Orig.
im Pr. Arch. zu Coblenz. Gedr. Honth. II, 205. Source Regest:
Urkundenbuch für die Geschichte des graeflichen und freiherrlichen Hauses der Voegte von Hunolstein Band I., Nr. CCXCI. , S. 256
Urkundenbuch für die Geschichte des graeflichen und freiherrlichen Hauses der Voegte von Hunolstein Band I., Nr. CCXCI. , S. 256
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Urkundenbuch der Voegte von Hunolstein, ed. Toepfer, 1866 (Google data) CCXCI. , in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/HausHunolstein/d52aa9ac-1138-43b1-9bcd-ac85d1e8201c/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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