Lüneburger Urkundenbuch - Archiv des Klosters St. Johannis zu Walsrode, Nr. Urk. 391. , S. 293
Lüneburger Urkundenbuch - Archiv des Klosters St. Johannis zu Walsrode, Nr. Urk. 391. , S. 293



Anno 1542 Mandags na Epiphanie domini den Borgerenn walzrade dat clofter gerichtt geholden» Item Jürgen langehermes beclaget Jost grellen vmme V gülden Ull ß dorch Hans ulen, ßinen vorspraken Hir Jegen hefft Jost grelle dorch ßinen Vorspraken, Hans Pawels wedder geantwordet ße alrede beuornn
vor dem rade sick vndcr ein ander berekent ßo dem rade bewust, ßo dat to der tidt Jost, Jürgen
langehermes Ys gestandig geweßen III fl. IUI ß Wile nhu den beiden Parten van rade vnde richtern geraden vnnd tor Fruntschop gewißet, hebbcn de
beiden parte nicht willen annemen denne to beiden delen dat recht tho ghonde bogert Derhaluen rÄdt vnde borger vthgedreuen vnde der gemeinhen vor to bringende bogert, vnde geftaget
welkoren parte, offte dem cleger, edder dem beclageden gehöre, darume Ja vnde neyn to ßeggende
ßy schuldig
Dar vp radt vnde borger wedder Angebracht, vnde nochmals, sick der sake ßwer geholden, vnde der sake
beßwert, ße beide parte tho den eben schollen drengen Szo Hebben radt vnde borger ouermals begert, vnde geraden de beiden dele sick nochmals schollen twissken
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274 Urkundenbuch des Klosters St. Johannis
Solchess Let Hanfs Pawels wederfpreken vnd secht bat Deme nicht Also sy
Sin Derwegen Rat vnd Borger vthgreuen (s/e). In der fachen tho erkennen«, vnd ein Recht ordel Jntobringende,
Bringen In Wo folgett
Dat wiewoll se mit der Sutteler ohrer Bute nicht to schaffende, willen se doch dut mall noch, Darmit de parthien von Ander gefettet, sich Der annemen, vnd sich protestirt vnd vorbeholden Hebben. hernamals vber solliche Sutteler bute nicht to Rechten vnd to erkennen, sondern wen se hen buten ehrem gebede. bute auerkomen, de mögen se ock buten blekess delen vnd sich dar Auer vorliken, vnd henforder sich dero klage vp obrem Rathuse Vnd vor ohrem gerichte entholden
Vnd Erkennen vor Recht, Diewile se samptlich tom perde tho Reddende gehulpenn. so mögen se sich ock geliker Bute vnd gewinsteß er frowenn
Welcher Sententzien de Cleger sich bedancken De beklagten ouerft willen darvan to Appelerend sich vor beholden hebbenn
Item Bitten de Clegerss Dat bat gelt so Baltzar vam harte noch Nastendich vor dat perdt schuldich. by einem Rat möge gefordert werden. Dat denn Baltzar Noch Der tidt. Jnnwendick 14 dagen tho donde gewilliget.
Item Protestiren de Clegerss, Dat se henforder denn beclagten Vor Ander gerichte to folgen vnd schadenn to liden nicht wollen schuldich sin sondern laten sich ann ohrem Rade vnd mitborger Richtlichen erkantnusse bringen. Den ouerst De beclagten alse härmen vnd Rosen mehr vnkosten Dar vp, Dat schal one ann ohrem Rechte vnd gelde nicht preiudiciel Nachdelich vnd schedlich sin
Anno 1ö35 ahm Mandage na Trium regum tho walsrade dat Clofter Gerichte geholden
Jürgen kure hefft:c.
Item Hermen hoborges hefft sick etliches schaden haluen, so he vorgangen tho Jaren tho Hamborg Der besäte haluen geleden, herkamende, van etlichen ber, dat des Rades knecht Christoffel Garliges dar geborget vnd de gelouiger, keine betalingk mögen bekamen.
Dar Jegen, dan de Radt orhe Vnschult vorgewant, vnd alle vmmhestende der saken, vortelt, wo se orhm, knecht mich Redem gelde, Ber tokopende affgeferdiget, wvwol de knecht. den Radt darmit bedrogen. vnd dat gelt tho sinem Profite vnd nicht In des Rades beste vthgegeuen Szo dat de Rath, des vorhebbendes gewest. Jo so Weinich tho Hamborg alße hir tho betalende. doch to lesten sick des mich der hogen ouericheit tho Zelle alße Stadtholder vnd Reden, des dhon. beradeslegen, vnd tho lesten van den fürstlichen Stadt holder vnd Reden tho Zelle, se mich bith dachen vormocht, sick mith den hamborgern Jntolatende, vnd de tobetalende Dat sick aber ein Radt, nhu henfurder härmen hoborgeße, cho sinem geleden schaden, (wo bogert vnd ange- togen) scholden geuen, wüsten ße keines wegeS cho donde. Edt wehr dan de Höge ouericheit Wolde es alßo gehat Hebben. ,
Dar vp (vp gemeltcn Hermen hoborgs boger) de Borger vp des Rades nageuent vthgedreuen, vnd recht dar vp to erkennende bogert.
Hebben de burger wedder Jnbringen laten, wile hier de Radt, dar tho Hamborg betalt, Szo kennen se to Rechte, dat ße Hermen hoborgs ock tho betalende schuldig sin, Dat ordell hefft Hermen mit danksagunge angenomen
Clofter gericht Am Mandage poft Epijihanie geheget Anno «. 57.
Hanss Bissewinckel :c.
Seligen Thomas von Hudenberge Nagelaten wedwe, erschinet vor dem Kloster Recht vnd fordert Rat
zu Walsrode. Urk. 391 — 393, 1558—1566. 275
vnd Borger vmb die Nagelaten gewede Alheit Jürgens welches Lisebet gogreue obrer Dochter togehoretzc. — ,
Anno «. 58 MandageS poft Bonifanj Zugebracht worden wo folgett
Ludolf Rustk Borgermeister beclagt Johannen Steinkamp vmb 75 fl. Münte welche he omen Vngeferlich vor VI Jaren Na vermöge Segel vnd breuen vnnde siner eigen handtschrift Dho he sin huß gekost vorgestreckt vnd gelenet vnnd wowol he solliches vp Jdtlich Termine omen weder to geuen gewilligt, Heft he nicht Allein die Meinne. sondern ock andere vnnd sonderlich die so he vor dem Ernuesten vnd Erbarn Dirich van Mandelslo Drosten, vnnd dem Rade genomen vnnd to holden gewilligt zc. —
* Urk. 392.
Christof von Hodenberg setzt dem Kloster Walsrode für 200 THIr., welche er demselben für das Holz »die Abelen« schuldig ist, seinen Antheil am Hofe zu Grünhagen und seinen Hof zu Hollige (im K. Kirchboitzen und Düshorn A. Rethem) zum Pfände. 19. December 1564.
Ich Christoffer von Hudenberg Bekenne vnnd thue kundt hiemit vor mich meine erben vnnd menniglichem Nachdem die durchleuchtigen hochgeborne Fürsten vnnd Hern Her Heinrich vnnd Her Wilhelm die Jungern gepruder Herzogen zu Braunschweig vnd Luneburchk zc. Meine gnedige Fürsten vnnd Hern haben mir Ihrer f. g. Closters Walssrode holtz die Abelen genant mit aller gerechtigkeit, wie es das Closter bißher gehabt hat vor Zwei hundert Daler verkaufst vnd solche summen bei mir stehen lassen, Das ich mich demnach hiemit verpflichtet habe. Das ich wil vnnd meine erben sollen alle vnnd Jede Jar Zwischen Michaelis vnd Martini so lange solche hauptsum vnabgeleset stehet Ihrer f. g. Amptman Zu Walßrode, wehr der Zu Zeiten sein wirdet. Acht thaler erbrente entrichten vnd vergnuegen, Do ich oder meine erben aber an Betzahlung solcher Zinse seumig sein wurden, So thue ich Ihren f. g. vnd derselbigen Closter Walßrode meinen theil an meinem houe Zum Gronhagen auff welchem Peter vnnd Cornelius wohnen vnd meinen hoff Zu hellege darauff Jost wohnet hiemit verunderpfenden. Also das Ihre f. g. oder wehr das Closter von Ihrer f. g. wegen Jnne hat sich solcher Acht thaler Jerlicher erbrenthen daranne erholen mögen, Do aber mir oder meinen erben nicht gelegen, solche Acht thaler erbtzinses lenger außzugeben. So wil ich vnd meine erben sollen solche Zwei hundert daler mit Ihrer f. g. oder derselbigen erben wissen vnd willen an ein gelegen ortt widerumb belegen, Also das Ihre f. g. oder das Kloster Walßrode Acht thaler erbrenthen daruon gewißlich bekommen sollen. Welches ich vestiglich vnd vnuerbruchlich gehalten Zuwerden bei meinen Adelichen trewen vnd glauben mich hiemit verpflichte vnd Zusage, Ohne allen gesherde, Deß zu vrkund habe ich diesen Prieff mit eigen Händen vnderschrieben vnd mein angeborn Pitschafft daran gehangen. Der gegeben ist am Dinstag nach I^ueis« Nach Christi vnsers Hern gepurt Im Tausent fünffhundert vnd vier vnd Sechtzigisten Jahre .-/.-
Siegel anhangend. Crystopfer van Hudenborgh.
myn Handt
Archiv des Klosters St. Johannis zu Walsrode, ed. Hodenberg, 1859 (Google data) Urk. 391. , in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/KlosterJohannisWalsrode/c70fa8ce-676b-4a40-b272-fb4ba2e6e4fc/charter>, accessed 2025-04-03+02:00
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