Codex Diplomaticus Rheno - Mosellanus - Urkunden Sammlung zur Geschichte der Rhein und Mosellande, der Nahe und Ahrgegend und des Hunsrück, des Meinfeldes und der Eifel - III. Theil Urkunden bis 18. Jahrhundert II, № 542, , S. 791
Codex Diplomaticus Rheno - Mosellanus - Urkunden Sammlung zur Geschichte der Rhein und Mosellande, der Nahe und Ahrgegend und des Hunsrück, des Meinfeldes und der Eifel - III. Theil Urkunden bis 18. Jahrhundert II, № 542, , S. 791



Vnd maneien die Heymburgen des Geriechts zo Mon-
Bternieynlell vnd der Dorffer die dartzu gehorent
daz sie wyselen vnd vorbrechten vffenberlich, waz Rechtes vnser Herr« л on Triere vnd sin Slifft an demselben Ge- riechte, Landen, vnd Luden, Weiden, Bennen, vnd andern
Sachen hellen vnd haben sulden, vnd vortme was
Rechts ein Grefe von Viei neburg in demselben Geriechte helle vnd haben sulde. Des berieden sich die Heymburgen
vorgenant . mit den Gemeynden vnd sprachen vnd
vviseten, eynmudcclich, duz vnserm Heren von Triere vnd sime Siiflle daz Vorgedinge vnd aller Notz davon alleyne zugehorie vnd zugehoren sulde. Vortme sullen der Ampt- man des egenanten vusers Heren von Triere vnd sins III. £J>nl. 2» Worthing. 49
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Stifftes, vnd der Walpode mit einander sitzen zu Goriechte, vnd der Walpode sal dingen an Geriechte von onsers ege- nanten Herren von Triere vnd sins SifTtes, vnd von evns Grefeu von Vierneburg wegen, vnd was der Grefeu W al- pode erdinget, duz ist jegliciis Herren halb. Vnd were iz Sache daz der Walpode sich an detn Dingen virgesse, so mag en vnsers Herren Ampiman von Triere ermaiien, vnd alsdan so mus der Walpode dar unie dingen, vnd was also erdinget wurde von eyn vnd von ander, als von des Na gedinges wegen, daz sollen sie ylich deylen, als vorgeschrie ben steet. Vort wurde ein missetedig Mensche gevangen oder begriffen daz sal man den Walpoden lassen -wissen, vnd den misseledigen Menschen sal ein Amptman vnsers Herren vnd sins Stifftes von Triere balden dry Tage vff sine Kost, vnd wurde binnen den dryen Dagen nil von yeme geriechtet, dar nach sal der Amptman en antworten dem Grefen von Vierneburg, vnd sal der Grefe den Man wieder zu Munster Meynfelt an daz Geriechte antworten vff sine Kost vnvirderplich an Arglist. Vnd sal der Grefe eynen Stucker mit yeme breiigen vff sine Kost, vff daz man dem Lande von dem raissetedigen Menschen liechte. Vnde in welchem Dorffe der misseledige Mensche geuan- gen wurde, oder gewust, oder von yeme gerächt wurde, daz Dorff ist vnsers Herren von Triere vnd sines Stifftes Amptmanne, vnd dem Walpoden des Greuen eyne Nacht seide schuldig, vnd die mag der Heymburge des Dorffs' abelosen mit eyner halben Marg Monsterer Werunge. Von wurde yeman kemplich angesprochen, dem der Amptman vnsers Herren von Triere vnd sines Stifftes nit gleuben wuldc, den sal der Amptman dem Greuen ant worten, vnd sal en der Greue balden vnvirderfflich see
Wochen, vnd dry Tage, *nd yeme eynen Meister gewin nen der en kempen 1ère, vnd sal en balden, vnd daz alles dun der Greue vff sine Kost selber, ob der ghene der Ruste nit enbat, der kemplich wirt angesprochen. Vnd sal der Greue denselben zu jeglichen fierzenachten zu Munster an , daz Geriechte vff sine Kost füren vme Ansprache zu liden oder Ansprache zu dune, vnd sol en der Grefe auch vff sine Kost vff den lesten Dag zu Munster antworten in den Warff, \nd sal der Amptman vnd der Greue den Warff schirmen. Vnde wurde eynche Sune von der kemplicben Ansprache geredet, waz do von erschiene, daz were vnsers Herren von Triere vnd sins Siifftes vnd des Greuen ge- meyne, vnd sulden sie daz gliche deylen. Auch mag der Amptman vnd der Greue dry Werff in dem Jare dem Lande riechten mit virzelen, vnd dar vme dem Lande ge- bieden, vnd nit me, dan als dicke als man von misseledi gen Luden riechten sal, so mag man dem Lande gebieden als dicke des Noyt geschiet. Vnd darüber mag vnser Herre von Triere sine Nachkomen vnd Stiffi dem Lande als dicke gebieden als sie wollen oder des Noyt liant, vnd der Greue □it. Auch als dicke als man Virzelens Not bat, so sal der Greue mit yeme brengen die frye Hant vff sine Kost. Vort wisent die Heymburgen desGeriechts zu Monster vnd der Durffer vorg. vnserm Herren von Triere sinen Nachkomen vnd Stifiie, vnd nyemanne me, die Glocke, die Volge, den Ban, den herkonienden Man, den grawen Walt, den Funt, vnd den Prunt, Wasser, Weide, Achte, Herburge, die Gebot vnd alle Gewalt.
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Codex Diplomaticus Rheno - Mosellanus II, ed. Günther, 1823 (Google data) № 542, , in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/RhenoMosellanusII/65a99f13-3d91-4fab-ba0a-778c144e903d/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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