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Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1372 III 12
Signature: 1372 III 12
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12. März 1372, Wien
Das Stift verkauft dem Landmarschall in Österreich Heidenreich von Meissau, den seinerzeit vom Bischofe von Passau erkauften Zehent zu Weiten und Emmersdorf um 1000 Pfd. Wr. Pf. auf Wiederkauf.
Source Regest: 
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 116
 

cop.
B, 109' nr. 172.

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    Wir Johanns von gotes gnaden probst, Niclas techant und wir der convent gemaindlichen des goczhaues dacz Sand Poelten bechennen und tuen kunt offenlich mit dem brief für uns unda all unser nachkoemen allen den di in sehent hoernt oder lesent, di nue lebent oder hernach chuenftig sind, das wir mit veraintem willen mit wolbedachtem muet mit gemainem und zeitigem rat, zder zeit do wir es wol getuen machten, recht und redlichen verchauft haben unsers rechten vrein aigens, das wir in puerkchrechtes weise und purkchrechtes rechten verchaueft haben und ouech in den rechten als hernach an dem brief geschriben stet, dem edlen herren hern Haydenreich von Meissawe obrister schenkch in Oesterrich und die zeit lantmarsalkchb in Osterreich und allen seinen erben allen unsern zehenten den wir haben ze Weyten und ze Emmerstorf, den her Ulreich der Veyrtagêr sêlig weilant probst unsers goczhaues von unserm lieben genêdigen herren hern Albrecht pyschof ze Pazzawe und seinem capitl daselbs gechauft hat umb zwelif hundert phunt wienner phenning getraid zehent und weinzehent grozzen und chlainen ze perig ze veld und ze dorf, gestift und ungestift, versuecht und unversuecht, wie die genant sind, mit allen den nutzen ern und rechten als wir dieselben zehent alle inngehabt und herpracht haben an all aüszueg, dieselben zehent haben wir verchaueft und geben umb tausent phunt wiennêr phenning, der wir gar und genzlich verricht und gewert sein von dem obgenanten herren hern Haindenreich von Meissawe und seinen erben und die wir gegeben haben Steuezzen dem juden ze Wienn an der geltschulde der aindlef hundert phunt wiennêr phenning haubgutes, darinne uns der egenante unser lieber herr und vater her Ulreich Veyrtagêr sêlig weilent probst des obgenanten unsers goczhaues dacz Sand Poelten lazzen hat, also daz sew die vorgenanten zehent mit allen nueczen ern und rechten so vorbenant ist sullen fürbas ledichlichen und freilichen haben nueczen niezzen und allen irn fruemen damit schaffen, verchauefen verseczen und schaffen machen oder geben wem si wellen, und alles damit ze tuen und ze wandelen daz in allerpest fuegt und wolchuempt, an allen chrieg und irsal; also mit ausgenoemen worten daz si uns, unserm goczhaues alle jar jêrlich an sand Michels tag drei wienner phenning ze puerkchrecht davon dienen suellen und nicht mer. Und sullen wir und all unser nachkoemen vollen gewalt und recht haben di egenanten zehent von dem heutigen tag ueber drew ganze jar und nicht ee wider ze chauefen umb tausent phunt wiennêr phenning, also wenn daz ist daz wir sew dann manen und vodern, ze welher zeit das im jar ist, dann so suellen si uns des widerchaueffes stat tuen und gehorsam sein an all verziechnuezz und widerred. Wêr aber daz wir di egenanten zehent in den egenanten nachsten drin jarn widerchauefen wolten, des sullen si uns stat tuen, doch also das wir di vorgenanten zehent mit aindlef hundert phunden und mit vir und zwainzig phunden wiennêr phenning wider von in chaufen suellen und nicht anders. Und durich pezzerr sicherhait so seczen wir uns und all unser nachkoemen unverschaidenlich ueber die vorgenanten zehent, mit allen nueczen und rechten als vorgeschriben ist, dem egenanten hern Haidenreich von Meissawe und seinen erben in den vorgenanten rechten ze rechten gewern und scherm fuer all ansprach, als purchrechtes und des landes recht ist in Oesterrich. Auch lueben wir in besunderlich, das wir scherms nimmer ledig suellen sein all die weil und si di vorgenanten zehent innhabent und besiczent oder wem si die verchaueffent und seczent. Wêr aber daz in mit recht an den vorgenanten zehenten icht abgieng oder daz si mit recht dehainerlai chrieg ansprach oder invell daranc gewunnen, es wêr mit geistlichem oder mit weltlichem rechten,d von wem daz wêr, waz si des schaden nement, wie der schad genant ist, daz suellen wir in allene ausrichten ablegen und widerchern, an all ir muee und schêden, und sullen si daz haben dacz uns unverschaidenlich und auef allem unserm gut daz wir haben in dem lande ze Oesterrich, wie daz genant ist, daz zue unserm goczhaus gehoert, und suellen auch desselben schadens und alles des daz in mit recht an dem obgenanten zehent ab get, als vorgeschriben stet, davon bechoemen, wie si nachst moegen; das lüben wir in ze laisten mit unsern trewen an als gevêrde. Und wer auech den gegenwuertigen brief von irn wegen innhat, der sol all die recht haben ze geleicher weise als vor an dem brief geschriben stet. Und daz der chauef und di vorgeschriben gelueb allz gancz stët und unzebrochen beleib, geben wir in fuer uns und all unser nachkoemen den brief besigelten mit unsern zwain grozzen angehangendenf insiglen. Geben ze Wienn, nach Christi gepuerde dreuzehen hundert jar darnach in dem zwai und sibenzgistem jar, an sand Gregorii tag.
    Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 116-118


    Notes
    11 Als drittes Stück der neuen Zählung (vgl. die Einleitung zu Cod. B) trägt auch diese Abschrift kein Kopfregest mehr.a fehlt . b lamtmars.c daram. d ein dritter Schaft des Auslautes (-m) ist radiert.e so; alles ist das gewöhnliche. f so; -den ist offenbar nicht in gleichem Zuge geschrieben, sondern nachgetragen; der Schreiber hielt inne, es stand bereits angehangen, das sich auch sonst hie und da findet, als er merkte , die Vorlage habe das gewöhnliche anhangenden; so combinierte er aus beiden Participialformen die vorliegende.
    Places
    • Wien
       
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