Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1392 IX 17
Signature: 1392 IX 17
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17. September 1392
Schiedspruch in der Streitsache der Dorothea und Christina, Witwe und Tochter nach Wolfhard von Stetten und einigen Gläubigern desselben wegen des in Schuld verfallenen halben Hofs zu Stetten.Source Regest:
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 346
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 346
C, 199 nr. 346.
Ich Dorothea Wolfharts selig von Steten witib und ich Christein ir tochter des egenanten Wolfharts tochter, und all unser erben und miterben vergehen und tuen chunt offenlich mit dem brief allen den die in sehent hornt oder lesent, umb den halben hofe gelegen dacz Steten in Chapeller pharr mit aller zuegehorung ze veld und ze dorf, gestift und ungestift, versucht und unversuecht, nichts darinn ausgenommen, als er von alter herchommen und der purkrecht ist von dem erwirdigen geistlichen herren hern Gerungen brobst und dem gotzhaus ze Sand Polten den der egenant Wolfhart mein wirt hinz Hemann dem juden ze Herczogenburch und hinz seinen erben von geltschuld wegen versaczt het, die wir denselben juden fur in schuldig beliben und auch von der geltschuld wegen so wir auch den egenanten herren von Sand Polten von desselben halben hofs wegen schuldig warn, darumb uns die egenanten juden und der egenant her Gerung brobst und sein convent swerlich hetten und zusprachen; nün sein wir des und die obgenanten juden Jacob des vorgenanten Heymans sun und all sein erben von der obgenanten geltschuld und des vorgenanten hofs wegen ze Steten mit aller zugehorung so vorbenant ist auf baiden tailen willichlich gegangen hinder die erberen hern Stephan die zeit chorherre und schaffer ze Sand Polten, Perchtolden den Puchler ze Lengpach, Hansen bei dem Steg daselbs und Andren den Pawren der obgenanten herren aman ze Sandpolten, also beschaidenlich was die vier nach iren trewen nach gueter kuntschaft zwischen uns baiden tailen den obgenanten juden und uns sprechen von des obgenanten halben hofs wegen mit aller zugehorung und der vorgenanten geltschuld wegen sprechen minn oder recht, das wir das auf baiden tailen genzlich gen einander stet haben wellen. Nu machten sich dieselben vier nicht gesammen noch uberain komen von der obgenanten sach wegen; die habent wolbedachtlich mit unser baider tail gunst ainen obmann genömen den erbern vesten ritter hern Gorgen Sebekchen ze den zeiten phleger der grafschaft ze Lenngpach, also beschaidelich was der zwischen uns und den obgenanten juden von des vorgenanten halben hofs und der geltschuld wegen sprech erchant und erfund, minn oder recht, das wir das gen einander genzlich stat haben wellen und sullen. Der hat nach gueter kuntschaft wolbedachtlich, und erber leut rat zwischen uns und den vorgenanten juden von des vorgenanten halben hofs und der geltschuld wegen ausgesprochen, also das uns die egenanten juden fur die obgenanten geltschuld und auch fur all zuspruch, wartung und recht die wir und all unser erben und miterben an dem vorgenanten halben hof ze Steten mit aller zugehorung gehabt haben oder noch gewinnen hinfur, und wartund weren, funf phundt wienner phening gesprochen, der wir ze rechten tagen und an all schaden von den vorgenanten juden genzlich verricht und gewert sein, daran uns wol genugt hat. Denn umb di vorgenante geltschuld so wir den egenanten herren von Sandpolten schuldig beliben von des egenanten halben hofs wegen wie die genant ist, die hat uns der vorgenant her Jorg der Sebekch von denselben herren von Sandpolten abgenommen und gesprochen, das wir der ledig sein, also beschaidenlich das wir furbas hinz den obgenanten juden von des vorgenanten halben hofs wegen und seiner zugehorung oder wer den nach in innehat und besiczt, chain ansprach noch vodrung haben noch gewinnen sullen noch ander leut von unsern wegen, mit recht noch an recht, vil noch wenig, und verzeihen auch aller unser rechten und wartung, die wir und all unser erben und miterben an dem vorgenanten halben hof ze Steten mit aller zugehorung, so oben benant ist, haben oder noch hinfur gewünnen. Wär aber das wir oder unser erben und miterben den obgenanten juden oder ander iemant von unseren wegen an den vorgenanten halben hof ze Steten mit seiner zugehorung oder wer denselben halben hof nach den vorgenanten juden besiczt und innehat, icht chrieg invëll und irrung teten, wie sich das fuget, in welhem weg das wer, allen den schaden den si des nement, wie der schad genant ist, das sullen si haben dacz uns unverschaidenlich und auf allen unsern erben und miterben und auf all dem guet, erbguet oder varund guet, nichts ausgenommen, das wir haben oder noch gewinnen in dem land ze Osterreich oder wo wir es haben, wir sein lebentig oder tode. Mit urchund des briefs den wir in‚ ich obgenante Dorothea, ich Kristein ir tochter und all unser erben und miterben darumb besigilten geben mit des obgenanten hern Jorgen insigil des Sebekchen, darunder wir uns und all unser erben und miterben mit unsern trewn an aidestat verpinden und verhaissen, alles das genzlich stät ze haben das vor geschriben stet. Und der sach ist gezeug der obgenant Berchtold Puchler mit seinem insigil im an schaden, den wir vleissichlich darumb gepeten haben, wann wir selb aigner insigil nicht enheten. Geben an sand Lamprechts tag‚ nach Christi geburd dreuzehenhundert jar und in dem zwai und neunzigistem jare.
Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 346-349
St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1392 IX 17, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StPCanReg/1392_IX_17/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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