Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 146, S. 207
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 146, S. 207


Wir Otte vnde Gocze gebrudere Scheffe genant vnde frowe Jutte ire mfiter, gesezsin czu Paserwicz") bekennen offinlichen an dysem geinwertigen briue vor vns, alle vnsere erben vnde nachkomelinge vnde tfin kunt allen den dy disen brif sehen h6ren ader lesen, daz wir mit wolbedachtem mute vnde gutem vorrate vnsir frfinde, sundirlichen durch vnsir bezserfinge willen verkoufft haben recht vnde redelichen vnde vorkoufin ouch mit gfiten willen alle vnsir gfit in deme dorfe czu Pristenewicz, dar uffe gelegin sint drie schog vnde in dem dorff czu Bratirslen vier schillinge vf dem creczemer do selbins, allis gfityr Vryberschir groschen, achte vnde czwenczig hfinre, alle iar uf send Mertins tag czu leisten vnde beczalne, drye schog vnde drie vnd fumf- czig eigir vf Ostern czu geben, alles rechtes ierliches czinses, gelegin in deme gcrichte czu dem Hayn, in velde vnde in dorffen, mit schulchen fronen, dinsten, gerichten, mit gewonheiten vnde gemeinlichen mit allen czugehorfingen, gesucht vnde vngesucht, wo die gelegin sint odir wie die namen gehaben mfigen, als wir die selbir herbracht haben vnde besezsen, den erbern herren, dem tumprobste, dem techande vnde dem capitel gemeyne der thumhern czu Misne, sundirlich an das gemeine almfisen alleine czu wendene vnde nirgint anders czu tfinde, vmbe acht vnde achzcig schog ouch gutir Friberschir groschin, der vns der erber herre her Palbertus von M6lhusen senger der kirchen czu MiCne, als eyn getruwer selwarte des egnanten geldis gereit, nucz- lich vnde czu male beczalet hat, vnde haben das selbe gelt redelichen gewant in vnsern nficz vnde fromen, vnde sagin in vnde das gancze capitel der kirchen czu Misne der egnanten summen geldis quit, ledig vnde lozs mit vrkunde dicz briues. Ouch sullen wir daz capitel czu MiCne, nach dem alz im die eyginschaft geschen ist, der egnanten gfiter vnde czinse geweren iar vnde tag, alz gemeinlich recht vnde gewonheit ist czu Misne in dem lande. Des egnanten zcinses sal ierlichen geben vnde zcinsen Hannfiz Cluge von eynir hufen eyn halp schok groschin ane sechczen heller, vier hfinre ynde eyn halp schok eygir. Nycze Cfincze ouch alz vil von eynir hufen, Hannfiz Boruz vnde Ticze von Bfincz haben eyne hufe vnde geben ouch also vil alz dy erstin, Ticze Redirman vnde Hannus von Dere geben ouch also vil, Heyne B&oler ouch also vil von eynir hufen; Hannus von Dere gibt czwelf groschen von eyner Grymmischir hufe; Hannus Bergman hat eyne halbe Grymmische hufe vnde gibt siben groschen drie heller, eyn hfln vnde acht eigir; Peter Scherf gibt ffimfczendenhalben grosschen von eyner Grinnnischen hufen, czwei hfinre vnde eyn mandil eyger; Hannus von Dobirwicz gibt eyn vnde czwenczg heller ouch von dem selben gfite; Petir Trillis siben heller; Mertin Creczmer gibt vier schillinge groschen,
a) Basslitz, Par. Lenz.
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vier hfinre vnde eyn schok eyger vnde eyn hfin von eyme garten, vnde haben die selben lute mit gf1te mit zcinse mit hant vnde mit mfinde an das egnante capitel czu Misne willeglichen gewiset alz an ire rechte herren. Alle die vorgeschriben rede, stucke vnde artikil vnde iglichen besundern haben wir Otte vnde Gocze vnde frowe Jutte ire mfiter egnanten globt in guten trfiwen den egnanten, dem . . tfimprobste, dem . . techande vnde dem capitel gemeine czu MiCne, vnde globen ouch das willig- lichen, stete, gancz vnde vnuorbrochlichen czu haldene, vnd nymmir da widir czu tfinde allirleige argelist vnde geuerde genczlich vnde czu male vzgeslozsin, vnde haben des zcu merer sicherheit vnd czu waren vrkfinde vnsere insigile an dysen brif mit guten wissen vnde willen lasin hengin, vnde wenne ich frowe Jutte egnante eygins insigils nicht en habe, bekenne ich alle die vorgescribene rede, stucke vnde artikel stete vnde gancz vnuorruckt vnde vnuorbrochlichen czu halden, vndir der vorgnanten Otten vnde Goczen miner s6ne insigel vnde an disem brieue, der gegeben ist nach Crists gebfirt driczenhundert iar in dem sibin vnde sibinczigisten iare an sente Jacobi tage des heiligen apostolen.
Nach dem Orig. im Stiftsarchiv zu Meissen mit den Siegeln der Briider Otto und Gdtz Schof (Wappen: ein Schaf) an Pergamentstreifen.
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II, ed. Gersdorf, 1865 (Google data) 146, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StiftMeissenII/28c9f21a-9687-45b2-855e-b5d91f51972e/charter>, accessed 2025-04-07+02:00
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