Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 350, S. 440
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 350, S. 440


Wir Heinrich von gotis gnadin des heiligin R6mischen riches borcgraue czu Mysin vnde graue czum Hartenstein, bekennen — daz vor vns komen syn dy erbirn vnde wisin er Valentinus ewigir vicarius der kirchin czu Mysin vnde Gfmczel vnde Hannus gebrfidere genant von Gruswcz czu Sumswicz3) gesessin, vnde haben vns vorkondit vnde benumpt, wy sy sich eyns rechten koufs voreynt habin, Gunczel vnde Hannus ern Valentino czu des ganczin cappittils hant der kirchin czu Mysin czu dem almosyn, das man nennet das Gubin brot — vorkouft habin rechtir jer- lichir czynse eyn halp schok groschin gutir Fribergischer mflncze in dem dorffe Gospediczb) gelegin, dy da besiczczen vnde vorczynsin genannt Trebticz kyndere, vnde habin ym daz vorkouft vnde gegebin vmme virvndeczwenczig guldynne Ryni- schis goldis, gut am golde, gerecht am slage vnde swer genug am gewichte, der sy er Valentinus von des cappittils wegin nficzlich beczalt hat, vnde sy en der quyd ledig vnde loes sagin in disin brife, vnde habin den czyns vfgelasin nach des landes gewonheit in vnsir hende, den wir mit iren willen ern Valentino czu des cappittils der kirchin czu Mysin hant mit allen rechten eren nuczen vnde czugeh6rungen — czu rechten lehenen erplichin gelygin habin vnde lihen mit craft disis brifes, vnde sy dy czynslfite nemlichin an en wyst mit der huldunge —. Ouch zo habin dy erwer- digin herren des cappittils czu Mysin vnde er Valentinus von yren wegin den ege- nantin Gunczil vnde Hannus von Gruswicz sfilche gunst vnde frfintschaft erboten vnde gethan, wenne sy alzo statehaftig wfirden, daz sy den obingenantin czyns wedir gekofiffin m6chten, daz sy en gestaten wollen vnde wedirczukoflfene gebin vmme virvndeczwenczig guldynne Rynischis goldis sulcher were am golde, alze is vorbe- nfimpt ist im kouffe, wenne sy des wedirkoufis muten adir begeren. Aller obin- geschrebenen rede koufs ufflasunge, lehnunge, stf1cke vnde artikel czu waren bekent- nisse habin wir egenantir Heinrich borcgraue vnsir ingesigel vnde mit vns der gestrenge Hannus von Gruswicz entsamentlichin syn ingesigil an disin briff lasin
a) Simselwitz, Epb. Meissen. b) Vgl. oben No. 671. S. 198.
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hengen — der gegeben ist nach Cristi gebort virczenhundirt jar, darnach in dem virczenden jare, dar an dem nesten mantage nach dem suntage Judica in der fasten.
Nach dem Orig. im Stiftsarchiv zu Meissen mit den Siegeln des Burggrafen und Hannus von Gruswitz an Pergamentstreifen.
Hasche Magazin d. sachs. Gesch. VIII. S. 463 ff.
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II, ed. Gersdorf, 1865 (Google data) 350, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StiftMeissenII/f388ab23-f784-45af-a17c-6aaa90e08ec5/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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