Charter: Urkunden (1140-1814) Urkunde 729a
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1607 Jänner 10, Dornbirn
Hans Werner von Raitenau zu Hofen und Lochau, Vogt der Herrschaften Bregenz und Hohenegg und Karl Kurz von Senftenau, Vogt zu Feldkirch, vermitteln im Auftrage des Erzherzogs Maximilian einen Vergleich in Streitigkeiten zwischen Ammann, Gericht und Gemeinde Dornbirn einerseits und den Gewerken des Eisenbergwerks zu Dornbirn, Dr. Johann Christoph Schnabels Witwe und Johann Paul andererseits und denen von Dornbirn an einem und dem gemeinen Holzschlag zu Bregenz am anderen Teile, wegen Holzschlag und Verflößung des Holzes auf der Dornbirnerache. Zu der von den beiden erzherzoglichen Kommissären angeordneten Verhandlung sind erschienen: als Vertreter von Dornbirn: Ulrich Fussenegger neuer Ammann, Martin Mäser und Bernhard Wehinger, alte Ammänner und Hans Luger, des Gerichtes, unter Beistand des Wolfgang Jonas und Dr. Karl Kübler, beide gräfliche hohenemsische Räte; namens der Gewerken des Eisenbergwerke Johann Paul, Bürger zu Lindau, die Witwe des Dr. Johann Christoph Schnabel und ihr Beistand Hans Reichart, Bürger zu Bregenz; namens der Stadt und des Holzgewerks zu Bregenz: Peter Berkmann, Stadtammann, Thomas Schmid von Wellenstein und Othmar Wägelin, alte Stadtammänner, Hans Bildstein und Christoph Hundertpfund des Rats, Georg Wägmann, Stadtschreiber, Matthias Hartmann und Peter Schwazer beide des Holzgewerks und Pankranz Koller, Holzschreiber, alle zu Bregenz unter Beistand des Dr. Andreas Deller von Lindau. Die beiden Kommissäre haben auch Georg Rudolf von Altmannshausen, Hubmeister zu Feldkirch, Michael Witweiler, Landschreiber zu Bregenz, Hans Fiener, Hofschreiber zu Feldkirch und Georg Wall, Landammann zu Bregenz zu dieser Kommission beigezogen. Die Dornbirner beschweren sich gegen die Gewerken, daß diese ihnen in ihren Gemeindewaldungen 140 Tannen und 40 Eichen zum Bergwerkbau geschlagen haben, was dem zwischen ihnen und den Gewerken unter Vermittlung des Landammanns Georg Wall, des Jos Henggin, gewesenem Bergrichters im Montafon und Jakob Neuner im Jahre 1584 aufgerichteten Vertrag zuwiderlaufe. Sie haben mit großen Kosten eine Wasserstube erbaut, welche nun zum Nutzen des Bergwerks gereiche und verlangen von den Gewerken den Ersatz der darüber erlaufenen Kosten. Gegen das Holzgewerk von Bregenz führen sie Klage, daß dieses ihnen nicht gestatten wolle, auf der Dornbirnerache Holz in den Bodensee zu flößen. Der durch die Kommissäre und ihre Beisitzer vermittelte Vergleich wird allgemein angenommen. Current repository:
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- Dornbirn
Bregenz, Stadtarchiv, Urkunden (1140-1814) Urkunde 729a, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StaAB/Urkunden/Urkunde_729a/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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