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Charter: Lilienfeld, Zisterzienser (1111-1892)  1721 VIII 05
Signature: 1721 VIII 05
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1721 August 5, Mariazell
Joseph Kristelli von Bachau, Prior von Gaming, und der Konvent von Gaming als Kläger schließen mit Abt Chrysostomus und dem Konvent von Lilienfeld als Beklagte einen Vergleich in einem Grenzstreit; 1719 ließ Gaming auf dem Berg Teuffelsrigl an der Erlauf Holz schlagen, das jedoch der Abt von Lilienfeld als sein Eigentum wegbringen ließ; darauf klagte Gaming 1720 Juni 25 bei der Regierung, die 1721 Februar 10 auf Abhaltung eines Lokalaugenscheins entschied, der 1721 August 4 stattfand: für Gaming: Johann Christoph Reichsgraf von Ödt, für Lilienfeld: Johann Georg Keeß; Begleiter für Lilienfeld: Prior Candidus, Kämmerer Vitalis, Verwalter Emanuel von Annaberg, Dr. Urban Benedict Preis als Hofrichter und Dr. Johann Georg Hundeshagen als Advokat von Lilienfeld; Treffpunkt war auf dem Wiennerbrückl, und für Gaming kamen der Prälat, der Schaffner P. Florian Pettmesser, Kellermeister P. Gregor Knieling, Hofrichter Andreas Adalbert Zimkho und der Advokat Dr. Frantz Alexander Härtl, die über Mariazell eintrafen; zu Pferd ging es dann an den Teufelsrigl an der Erlau und zu Fuß weiter über den Jägersteig bis zum Schlag auf der anderen Flußseite; beide Parteien brachten die Urkunden n. 694 und 696 mit, Gaming außerdem den Stiftbrief von 1342 Februar 2; Gaming behauptet, daß der Kamm des Teufelsriegels den Grundbesitz der beiden Klöster scheide, und die Zeugen sagen, daß auch der Gaminger Wildbann und das Fischwasser bis zur Mitte des Teufelsriegels reichen; Lilienfeld behauptet, daß die Grenze vom Prunstein bis auf den Teufelsriegel, hinunter zum Plankenbüchl und an die Erlauf reiche, daher der ganze Teufelsriegel Lilienfeld gehöre; die Lilienfelder Zeugen sagen, daß auch Wildbann und Fischwasser Lilienfelds bis zum Planckenbächl reiche; Gaming brachte nun weiters vor, daß die Lilienfelder Untertanen auf dem Untern und Obern Prunstein 6 neue Schwaighütten errichtet hätten und die Viehweide auf Gaminger Territorium betrieben; Lilienfeld legt dagegen die Urkunde n. 1129 vor und behauptet dasselbe von Gaminger Untertanen; auf der Höhe der Alm nahm man einen Lokalaugenschein vor; da am 2. Tag Nebel und Regen herrschten, blieb man in Mariazell und entschied nach Zeugenaussage und nach den guten Mappen, die Gaming vorlegte: 1. alle genannten Urkunden werden anerkannt; 2. die neuen Schwaighütten bleiben, zusätzliche dürfen nicht mehr errichtet werden, die Viehzahl wird auf 70 limitiert; 3. Gaming verzichtet auf Wiedererrichtung seiner Hütten auf dem Prunstein; 4. Lilienfeld zahlt jährlich zu Michaeli 3 fl an Gaming; 5. am Obern Prunstein und bis zur Muemenalben wird man Grenzsteine setzen; 6. der Rücken des Teufelsriegels bleibt die Grenze, als Grenze des Fischwassers wird man den Felsen Schießstein markieren oder dort einen Grenzstein setzen.
Source Regest: 
WINNER, Lilienfeld (=FRA II/81, 1974) S. 534-535, Nr. 1523.
 

orig.Libell, 16 fol.
Current repository
Stiftsarchiv Lilienfeld (http://www.stift-lilienfeld.at)

an rot-blauen Schnüren S.: 1. Graf Oed, 2. Keeß, 3. Konvent Gaming, 4. Abt Chrysostomus, 5. Konvent Lilienfeld
Notarius Description: eh. Unterschriften: Graf Oed, Prior Joseph, Vikar Leopoldus, Advokat Hartl, Keeß, Abt Chrysostomus, Prior Candidus, Advokat HundeshagenMaterial: Pergament
Dimensions: 20,5 × 32








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      LanguageDeutsch
      Places
      • Mariazell
         
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