Charter: St. Peter, Archiv der Erzabtei (1005-1981) Urk. Nr. 149 -1253
Signature: Urk. Nr. 149 -1253
Add bookmark
Edit charter (old editor)
1253
Abt Meingotus und Konvent von St. Veit in Elsinbach tun kund, dass sie, als sie in dem Streite mit dem Abt Richer von St. Peter in Salzburg und seinem Konvent über ihr Abtwahlrecht vom Dompropst Otto als vom Erwählten Philipp delegierten Richter peremptorisch vorgeladen worden waren und in Gegenwart der Parteien mit einsichtsvollen Männern Rat pflegten, zu folgender Einigung gekommen sind: Wenn ihre Abtei künftighin verwaist, wählen sie einen neuen Abt aus ihrer Genossenschaft, der aber dem jeweiligen Abt von St. Peter zu präsentieren und von ihm vorurteilslos zu prüfen, und wenn er ihn für geeignet empfunden hat, dem Ordinarius (Superiori) zur Konfirmation zu präsentieren ist; finden sie in ihrer Genossenschaft keinen Geeigneten, so dürfen sie nur aus dem Konvent von St. Peter einen solchen wählen; sollte aber dieser die Wahl nicht annehmen oder von seinem Abt hierzu die Erlaubnis nicht erhalten, so dürfen sie mit Rat des Abtes und Konventes von St. Peter aus einem anderen Kloster einen wählen, hinsichtlich dessen Präsentation, Prüfung und Konfirmation aber die obige Form einzuhalten ist. In den Urkunden der Gründer ihres Klosters fanden sie, dass Eigentum und Grund der Besitzungen in Elsinbach, Rospach, Perchoven, Puchpach infolge Schenkung des edlen Dimarus von Longov (Lungau) zum Stift St. Peter in Salzburg gehören. Damit nun das genannte Stift keinerlei Schaden an diesen Besitzungen leide, sei es durch Zerstörung ihres Ortes oder durch Änderung des Ordens, werden sie zum Zeichen des Eigentumsrechtes jährlich am Feste Petri und Pauli 12 Regenburger Pfennig zahlen. Beilagen:
1. Feierliche Protestation des Abt Virgil von St. Peter am 1. Juli 1496 in Gegenwart des öffentlichen Notars Wolfgang Pachaimer gegen die Verletzung des obigen Rechtes, von den Mönchen von St. Veit dadurch begangen, dass sie nach dem Tod ihres Abtes Martin ihren neugewählten Abt Nicolaus mit Umgehung des Präsentations- und Examinationsrechtes des Abtes von St. Peter unmittelbar dem Erzbischof Leonhard von Keutschach präsentierten. (Mit Kopie auf Papier)
2. (nicht digitalisiert) Konzept oder Kopie einer Protestation in gleicher Angelegenheit gegenüber dem Abt Nicolaus von St. Veit de dato 3. Juli 1496
3. (nicht digitalisiert) Kopie eines Briefes des Abtes Wolfgang von St. Peter de dato 1516 an den neugewählten Abt Stephan von St. Veit, in dem er ihn an seine Verpflichtungen gegenüber dem Kloster St. Peter erinnert.
4. (nicht digitalisiert) Brief des Abtes Stephan von St. Veit vom 16. Dezember 1516 an den Abt Wolfgang von St. Peter, in dem er ihm antwortet, die Beilegung des Streites habe sich wegen des hohen Alters seines Vorgängers verzögert, die Sache sei unterdessen an den Vogt des Klosters, den Herzog von Bayern, berichtet worden und man wage deshalb nicht, ohne dessen Wissen darüber zu verhandeln.
5. (nicht digitalisiert) Brief des Abtes Stephan von St. Veit vom 26. Mai 1518, in welchem er dem Abt von St. Peter schreibt, er habe zuerst wegen der vielen Geschäfte, die er als neugewählter Abt gehabt, jetzt aber wegen der Verfolgung eines böhmischen Hussiten in der Angelegenheit des Streites wegen der Abtwahl und des Zinses von zwölf Regensburger Pfennigen nicht schreiben können. Jetzt sei er aber in Verein mit seinem Konvent zu einem Beschluss gekommen, zu dem sich keiner seiner Vorgänger innerhalb 100 Jahren herabgelassen, nämlich: St. Veit erklärt sich bereit, die 12 Pfennig jährlich zu bezahlen, wenn der Abt von St. Peter auf das Examinations- und Präsentationsrecht verzichtet.
6. (nicht digitalisiert) a. Ein Brief von Abt Andreas an St. Peter in derselben Causa 1402, darunter eine Notiz in derselben Causa 1406. b. Eine undatierte Briefkopie in derselben Causa (um 1400). c. Ein Heft mit Abschriften der Urkunden 134; 149; 149/1; 149/6a; 150; 158 und von ASP Hs. A 254, fol. 40r.
Source Regest:
Zettelkasten St. Peter
Zettelkasten St. Peter
Current repository:
1.2 Urkunden 1200-1299
1.2 Urkunden 1200-1299
Material: 1 Pergament




Mentions:
- Hör, Hellmut, Morenz, Ludwig: Die Urkunden des Klosters St. Veit 1121-1450. München 1960. S. 10-14.
- Salzburger Urkundenbuch III, nr. 604.
Places
- St. Veit an der Rott
Persons
- Heinricus, dominus plebanus
- Algotus, dominus
- Fridericus, dominus cellerarius
- Fridericus, dominus decanus
- Gregorius, dominus
- Hainricus de Ranshoven
- Heinricus, dominus de Medlinge
- Hermannus, dominus de Justingen
- Meingot, Abt von St. Veit
- Otto, prepositus Salzburgensis
- Philipp von Spanheim, Erzbischof von Salzburg
- Richer, Abt von St. Peter
Keywords
- General:
- Privaturkunden, kirchlich
- Bischofsurkunden
- Privilegien und Bestätigungen
- Abtwahl
St. Peter, Archiv der Erzabtei, St. Peter, Archiv der Erzabtei (1005-1981) Urk. Nr. 149 -1253, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASP/Urkunden/Urk_Nr_149_-1253/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
You are copying a text frominto your own collection. Please be aware that reusing it might infringe intellectural property rights, so please check individual licences and cite the source of your information when you publish your data
The Charter already exists in the choosen Collection
Please wait copying Charter, dialog will close at success