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Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1369 VII 17
Signature: 1369 VII 17
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17. Juli 1369 (Dienstag), o. O.
Rueger ob dem Berg und Pericht, seine Hausfrau, versetzen dem Pfarrer von Rohrbach ihr Dorf Gahleiten um 32 Pfund und ein Gut Stocket bei Lichtenau um 10 Pfund Wiener Pfennige, und stiften ihren Weingarten zu Radendorf für einen Jahrtag und eine Wochentagsmesse an den Montagen.
Source Regest: 
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 181 (S 132), S. 182
 

orig.
Current repository
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)

Seal: Siegel (an Pergamentbändchen hängend; die Zuordnung der Siegel bleibt fraglich, weil eines fehlt und die Umschriften der anderen kaum lesbar sind): 1) Rueger ob dem Berg. Braunes Wachs, rund, 30 mm Dm. Wappen: Hirschgeweih (?). Umschrift: "RVGERI DE MONTE"
Seal: 2) Jakob ob dem Berg (?). Braunes Wachs, rund, 30 mm Dm. Weder Wappen noch Umschrift erkennbar.
Seal: 3) Philipp Stauffenberger (?). Siegel fehlt, Nur Perforierung erhalten.
Seal: 4) Sieghard Hauzenberger. Braunes Wachs, rund, 30 mm Dm. Wappen: Mondsichel mit den Zacken nach oben, ähnlich wie bei Streitwitz in Urk 193.

Material: Pergament
Dimensions: 250 x 320/330 mm, Plica 20/27 mm.
  • notes extra sigillum
    • Rückseite: Rorbach / 1369 / No. I. / A: Clas: VI. Parochialia / Rub: b. Sig: 1.
Graphics: 

cop.
Kopialbuch A (1593) 32r-v.


    cop.
    Kopialbuch B (1597) 39v-40r.


      cop.
      K. Rumpler (1980)

        x
        "Ich, her Rueger ab dem Perig(1), vnd mein hausfrowe Pericht(2), vnd all vnser erben veriechen offenwar mit dem prief vnd tuen chunt allen den, die in sechent oder horent lesen, das wier mit wol bedachtem muet vnd gunst, nach vnser pesten frevnt rat, verseczt haben vnser dorf dacz Geleiten(3), gelegen pei Putresperig(4) an Rorwecher pharr, dem pharrer ze Rorwach(5), der do ist oder chumftig wiert, vmb zway vnd dreysigk phunt Wienner phenning, vnd das guet in dem Stocheth(6), gelegen pei Liechtenaw(7), do Oett(8) auf gesezzen ist, vmb zechen phunt Wienner phenning, mit allen den ern, rechten vnd nuczen, die dar zue gehorent, als wiers selben haben jnne gehabt, versuecht vnd vnuersuecht, ze holtz vnd ze veld. Wier sein auch dez vor genanten satz dez pharrers, swer der do ist oder chumftig wiert, an aller der stat, do yem des not geschiecht nach lancz recht, vnd was dem pharrer an dem vor genanten satz ab gieng, wie tann schaden des der pharrer nem, den er gesprechen mocht pei sein trown an ayd vnd vngesworen, den schullen wier iem ab tuen. Wier haben auch vollen gwalt, alle iar jarchleich ze losen vor der liechtmisse vierzechen tag oder dar nach in vierzechen tagen, vnd ich egenanter Rueger ab dem Perig vnd mein hausfrowe Pericht haben auch gegeben mit vnserm guetleichen willen vnd nach aller vnser freunt rat vnsern weingarten, der gelegen ist pei Radendorf in dem Lindentobel(9) den pessern, dem pharrer ze Rorwach, der do ist oder chumftig wiert, mit allen ern, rechten vnd nuczen, alz wiern haben inne gehabt, vnd haben auch furbas chain ansprach nach dem weingarten nymmer mer, also mit der beschaiden, daz vns der pharrer, der do ist oder chumftig wiert, schol vns haben von den ob geschriben setzen vnd von dem weingarten ewichleich alle montag ayn mess haben in der chappellen dacz Rorwach(10) vnd ein ewigen jartag, dez nachtes mit wigilij vnd dez morigen mit acht messen, vnd schol auch der pharrer vier chertzen haben ze der vigilij vnd ze den messen, iz schol auch der pharrer vnser bedechtnuzz haben mit nam ewichleich auf dem legker(11). Vnd ob das wer, daz man di setz loset, so schol das gelt an legen nach der næchsten frevnt rat, vnd ob das wer, daz der pharrer oder sein nach chumft die mess vnd den jartag nicht begieng, so schullen in di næchsten erben vnd freunt phenten, auf den setzen, oder wo die hab leit mit seinem guetleichen willen, vmb dreu phunt phenning, vnd schol er daz inndert verrer chlagen. Das die red also stet vnd vnzebrochen beleib, dar vber gib ich, vorgenanter Rueger ab dem Perig, den prief, versigelt mit meinem anhangunden jnsigel, vnd ze einer pessern sicherhait vnd ze einem waren vrchund, vnder meins lieben vetern Jacobs ab dem Perig(12) anhangundem jnsigel, dar vnder verpint ich mich, vor genanter Rueger ab dem Perig vnd mein hausfrow Pericht, vnd all vnser erben, die iezund sind oder furbas chumftig werdent, vnd verpinten vns mit vnsern guten trown an aydes stat, alles daz stet ze haben vnd ze vol fueren, daz an dem prief geschriben stet, vnd vnserm lieben vetern Jacob ab dem Perig vnd sein erben an schaden. Vnd auch ze einem pessern zeugnuzz gib ich vor genanter Rueger ab dem Perig den prief, versigelt mit meins lieben vetern Philips dez Stauffenperger(13) anhangundem jnsigel, vnd vnder vnsers liben vetern Sighartz dez Hautzenperger(14) anhangundem jnsigvl, in paiden vnd irn erben an schaden. Daz ist geschechen, do man zalt von Christes gepuerd dreutzen hundert iar, dar nach in dem neun vnd sechzigisten jar, an sand Alexij tag, dez heiligen peichtiger."
        Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 181 (S 132), S. 182-183

        Original dating clausean sand Alexij tag, dez heiligen peichtiger

        Editions
        • Erstveröffentlichung.
        Secondary Literature
        • Pröll, Geschichte (1877) 59.
        • Luger, Dissertation (1936) 93, 131, 200.


        LanguageDeutsch

        Notes
        (1) Rueger ob dem Berg; wohl identisch mit dem 1330 genannten Ruger; vgl. Urk 126, Anm 4.
        (2) Pericht, Ruegers Ehefrau; nur hier genannt.
        (3) Geleiten: Obergahleiten, urk. 1303: Urk 53, A 36.
        (4) Putresperig: Pitretsberg; vgl. ebd. Anm 25.
        (5) Pfarre Rohrbach, vgl. Urk 180, Anm 5.
        (6) Stocketh: Stockingergut, Spielleiten 4, später Märzing 12; vgl. Schiffmann 1, 461; Rohrbach-Berg 568, 744.
        (7) Lichtenau, Schloß bei Haslach; vgl. Baumert-Grüll (1988) 31.
        (8) Ott von Stocketh; nur hier gen.
        (9) Radendorf im Lindentobel, Weinberg der Pfarre Rohrbach.
        (10) Kapelle der Berger, wohl bei der Pfarrkirche Rohrbach.
        (11) Lettner der Pfarrkirche; vgl. Urk 180, Anm 13.
        (12) Jakob ob dem Berg; ebd. Anm 15.
        (13) Philipp der Stauffenberger (urk. 1362: UBLOE 8, 117f.). Der (spätere) Stauffenbergerhof liegt in der Pfarre St. Veit: Siebmacher, Wappen OÖ 397.
        (14) Sieghard der Hautzenberger, nur hier genannt. Die Hauzenberger stammen aus Hauzenberg in Bayern, sind dort seit 1130 bekannt, und ab 1286 in Hauzenberg, Pf. Rohrbach bezeugt; vgl. Hoheneck, Stände 3 (1747) 244-247. - Siebmacher, Wappen OÖ 109f, Tafel 35; - Schiffmann 1, 445; - Rohrbach-Berg 451-458.
        Places
        • o. O.
           
          x
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