Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1406 VII 21
Signature: 1406 VII 21
Add bookmark
Edit charter (old editor)
21. Juli 1406 (Mittwoch), o. O.
Pörtzl und seine Frau Osann, Bürger zu Aschach, verkaufen ihren Weingarten, Flaisch genannt, dem Aschacher Bürger Heinrich Rosenpeck.Source Regest:
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 240 (S 157), S. 250
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 240 (S 157), S. 250
Current repository:
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend: 1) Stephan der Chamerer, Marktrichter von Aschach. Weiße Schale, rotes Siegel, rund, 25 mm Dm. Umschrift: "Steffan Chamrer". Wappen: Gekreuzte Stangen.
Seal: 2) Stephan der Pock, Landrichter unter Schaunberg. Braune Schale, schwarzes Siegel, rund, 30 mm Dm. Umschrift: "S Steffan Older" [?]. Wappen: Gekrönter Tierkopf (Bock?) mit zwei Pranken nach rechts.
Material: Pergament
Dimensions: 165/170 x 322/328 mm, Plica 18 mm.
- notes extra sigillum:
- Rückseite: No: IV / A: Clas. IX. Miscell: Rub. a / Sig: 2. / M (18) / nihil ad nos.


K. Rumpler (1980)
"Ich Poerczl, die czeit purger ze Aschach, Osann(1) mein eleichewe hausfraw vnd all vnser paider eriben, die wir habent oder hin fuer gewinnent, veriehen vnd tvn chunt mit dem offen brieff allen den, die in sehent, hoernt oder lesent, iecz lebendigen oder noch chvenftigen, daz wir mit wolbedachtem muet, guten willen, zv der czeit vnd weil, do wir ez mit recht wolgetvn mochten, recht vnd redleich verchaufft vnd ze chauffen haben geben vnsern weingartten, der do stoest oben an den weingartten, genant der Flayssch(2), mit aller seiner zvgehoerung, die durch recht darczu gehoernt, alls der mit ran vnd marchen vmb vangen ist, dem beschaiden Hainreichen dem Rosenpekchen(3), die czeit purger ze Aschach, seiner eleichen hausfrawen vnd allen iren paiden erben, gegenwuertting vnd chvnffting, jn ir nuczz vnd gewer chaewfleich vmb ein gelt, dez wir von in gancz vnd gar verricht vnd beczallt sein worden, an all vnser schaeden, vnd haben auch in den obgenanten weingarten mit seiner zvgehoerung, alls der oben begriffen ist, mit wortten ze lutt [?] aygen bestaett mit herren hant, mit gerichcz hant, vnd mit aller staet, die darczu gehoert, allso purkrechcz recht ist im land ob der Ens, vnd auch des landes recht, darin der weingartten leyt, wann man alle jar iarleich dauon ze purkrecht geit an sand Mychelstag zwanczkch phening der edeln wirding herschafft ze Schavnberg(4). Domit wir auff haben geben vnd si genomen, damit wir vns verczeichen fuerbas ewikcleich nymermer darnach ze reden noch ze sprechen, weder mit recht noch an recht, vngeuerleich. Si muegen auch domit tvn, werfen [!], handelln, schaffen, allen iren frvm an alle vnser hindernuezz, wi si der aller pest verlusst vnd geinen, wem si wollent, mit verseczzen, mit verchauffen, alls mit ander irer aygen hafften hab. Wir sein auch des obgenanten weingarttens mit seiner zvgehoerung zv chaufftem gut jr recht gewern vnd fuerstant fur all ansprach, vngeuerleich an aller stat vnd in des not vnd durfft geschicht, allso purkrechtcz vnd des landes recht ist ob der Enns. Gieng in davon icht ab, wie sich das fueget, dez si schaden naemen, wie der benantt wer, den selben schaden allen mitsambt dem haubtgut soellen vnd wellen wir in genczleichen an alles recht vnd nottaiding wider chern, vnd soellen auch sy daz alles haben, dacz vns vnd vnsern trewen, vnd darczu auff aller ander vnser hab vnd gut, so wir haben, lassen oder gewinnen, auff wasser oder auff land, jnner lancz oder ausser lancz, versucht vnd vnuersucht, der nichcz ausgenomen, angeuaer. Darumb si alle ire recht, wo es fuer chvembt, behabt vnd erlangt haben, vnd wir genczleichen verloren, daz wir nichcz geniessen muegen, vnd wo si darauff chemen, der muegen si sich alls vil vnder winden an alles recht, daz si haubtgucz vnd aller schaden muegen dauon bechomen, daz ist guetleich vnser will vnd wort. Si sollen auch des gein vns vnd gein aller maendleich gar vnentgollten beleiben. Dez cze vrchvend sichtiger, gewisser vnd gewaerttiger czeuegnuezz dez obgenanten chauffs geben wir in den offen brieff, versigellten vnd wolbestaetten mit dez erbern Stephan des Chamerer(5), die czeit markt richter ze Aschach, aygen anhangunden jnsigel, vnd dez zv ayner pessern sicherhait mit des erbern Stephan des Pokchs(6), die czeit lant richter vnder Schavnberg, auch aygen anhangunden jnsygel, die paid ire sygel ze guetter sichtiger czevgnuess an den brieff gehangen habent durch vnser fleissigen pet willen, jn peden vnd allen iren paiden erben an schaden. Vnder die jnsigel wir vns verpinden mit vnsern trewen jn aydes weys, alles das staet vnd war ze haben, daz in dem brieff geschriben stet, der geben ist, do man czalt nach Christi gepurd virczehen hvndert jar, vnd darnach in dem segsten jar, an sand Marie Magdalen abent, der heyligen frawen."
Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 240 (S 157), S. 250-251
Original dating clause: an sand Marie Magdalen abent, der heyligen frawen
Editions:
- Erstveröffentlichung.
Secondary Literature:
- Keine Angabe.
Language:
Notes:
(1) Pörzl und Osann, Bürger von Aschach; vgl. unten Fam. Pelz: Urk 294, Anm 1. - Zu Aschach vgl. oben Urk 102, Anm 3.
(2) Der Flaisch, Weingarten in/bei Aschach; 1439 und 1454 weiter verkauft; vgl. Urk 295 und Urk 346. Von Pröll, Geschichte 87 im Jahr 1467 "Flaisl" genannt: Vgl. Urk 420.
(3) Heinrich Rosenpeck, Bürger zu Aschach.
(4) Schaunberg, Herrschaft; vgl. Urk 31, Anm 1.
(5) Stephan Chamerer, Richter zu Aschach. 6 Stephan Pock, Landrichter unter Schaunberg.
Places
- o. O.
Schlägl, Stiftsarchiv, Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1406 VII 21, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASchl/Urkunden/1406_VII_21/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
You are copying a text frominto your own collection. Please be aware that reusing it might infringe intellectural property rights, so please check individual licences and cite the source of your information when you publish your data
The Charter already exists in the choosen Collection
Please wait copying Charter, dialog will close at success