Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1420 XII 10
Signature: 1420 XII 10
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10. Dezember 1420 (Dienstag), o. O.
Konrad Landshuter und seine Frau Kunigunde, ansässig zu Eferding, verkaufen ihren Zehent zu Vordorf auf dem Propstgut in der Pfarre Peilstein ihrem Schwager Friedrich dem Weber und seiner Frau Margreth zu Julbach.Source Regest:
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 281 (S 186), S. 301
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 281 (S 186), S. 301
Current repository:
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend: 1) Leonhard Stadler, Pfleger zu Tannberg. Braune Schale, schwarzes Siegel, rund, 30/40 mm Dm. Schale erhalten, Siegel herausgebrochen.
Seal: 2) Hans Neydecker, Burgsaß zu Tannberg. Siegel fehlt, nur Bändchen erhalten.
Material: Pergament
Dimensions: 135 x 310/315 mm, Plica 18 mm.
- notes extra sigillum:
- Rückseite: Nr. 34.


K. Rumpler (1980)
"Ich, Chunrad Landshuetter(1), die czeit gesessen czue Everding(2), vnd ich Chuenguend sein hawsfraw, wir vergehen paydew fur vns vnd all vnser eriben an dem offen brieff, das wir ledichleichen verchaufft haben vnseren czehent cze Vardorff(3) auff dez probst guet(4), da die czeit Chuenrad(5) auff gesessen ist, jn Peylstainer(6) phar vnd jn Veldner landgericht, vnd ist der czehent lehen von der herschafft czue Tanperkch(7), den egenanten czehent mit aller seiner czugehorung, chlain vnd gross, nichts daraus genoemen, haben wir ledichleich cze chauffen geben vnserm lieben sweher Fridreichen dem Weber(8) jm Julwach(9) vnd Margreten, sein hawsfrawen vnd sein eriben vmb ain gelt, des wir von jn gancz vnd gar gericht vnd gewert sein, vnd haben jn auch den eingeantwurt aus vnser nuecz vnd gewer jn jr nucz vnd gewer, vnd den geverttigt mit herren handt vnd mit aller der stêt, so sy czue recht dar czue beduerffen, vnd sein auch des egenanten czehents mit aller seiner czuegehoerung jr rechter gewerr vnd furstand fur alle rechtleichew ansprach, als lehens vnd landcz recht ist, do der czehent jn gelegen ist. Gieng jn aber an der gwerschaft des czehencz icht ab, oder das jn ansprach von des egenanten czehencz wegen auff erstund mit dem rechten, von wem das wêr, des sew czu schaden chaemen, den selben schaden mit sambt dem hawpguet schulen vnd welen wir jn gênczleich widercheren vnd schullen sew das alles haben, dacz vns vnd vnseren trewen vnd dar czue auff aller vnser hab, wo wir die jndert haben oder gewinenn, nichcz ausgenomen, der moegen sy sich dan wol vnderwinden vnd die jnnen haben, nuczen vnd niessen als lang, vnczt das sew hawpgucz vnd aller schaeden gancz davon jn bechoment, daz ist alles vnser guetleich wil vnd wort, vnd schullen wir da wider chainer herschaft nach freyung nicht geniessen, vnd des czu ainer waren sichtigen vrchund geben wir jn den offen brief, versigelt mit dez erberen Lionharts des Stadler(10) die czeit pfleger czu Tanperkch, aygenn anhangunden jnsigl, den wir dar vmb vleissichleich gepetten haben, jm vnd allen sein eriben an schaden, vnd der pfleg vnd herschaft czu Tanperkch an jren lehen vnd rechten des egenanten czehencs vnbegriffenleich, vnd czu merer czewgnuecz haben wir vleisichleich gepetten den erberen vnd weysen Hanssen den Neydekcher(11) die czeit purkchsaz zu Tanperg, daz er der sach geczewg ist mit seinem anhangunden jnsigel, jm vnd allen sein eriben an schaden. Vnder der benanten paider jnsigel wir vns, ich Chuenrad Landczhueter vnd ich Chungund sein hawsfraw, mit sambt vns all vnser eriben verpinten mit vnseren trewen jn aides weis, alles daz trewleich war vnd stêt cze haben, daz oben an dem prieff verschriben yst. Der prieff yst geben, da man czalt nach Christi gepurt virczehen hundert jar, vnd dar nach jn dem czwainczisten jar, des nachsten eritags nach sand Niclas tag, des heyligen pischolff."
Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 281 (S 186), S. 301-302
Original dating clause: des nachsten eritags nach sand Niclas tag, des heyligen pischolff
Editions:
- Erstveröffentlichung.
Language:
Notes:
(1) Konrad und Kunigunde Landshuter (-ütter), Bürger zu Eferding.
(2) Eferding; vgl. Urk 243, Anm 4.
(3) Vordorf bei Peilstein; vgl. oben (1322) Urk 111, Anm 17.
(4) Propstgut in Vordorf; vielleicht im Besitz des Pfarrers.
(5) Konrad, Bauer am Propstgut in Vordorf.
(6) Pfarre Peilstein, seit 1416 als Pfarre genannt; vgl. Urk 271, Anm 4.
(7) Herrschaft Tannberg, gehörte seit 1356 dem Hochstift Passau; als Pfleger wirkten meistens Angehörige der Herleinsperger (Baumert-Grüll 1, 1988, 26f.); vgl. jedoch unten Anm 10.
(8) Friedrich und Margreth Weber, Schwager der Landshütter; ansässig zu Julbach.
(9) Julbach, erstmals genannt: Schiffmann 1 (1935) 530.
(10) Leonhard Stadler, Pfleger Tannberg.
(11) Hans Neydecker, Burgsaß zu Tannberg.
Places
- o. O.
Schlägl, Stiftsarchiv, Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1420 XII 10, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASchl/Urkunden/1420_XII_10/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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