Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1451 VII 19
Signature: 1451 VII 19
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19. Juli 1451 (Sonntag), o. O.
Stefan Säumer und seine Hausfrau, Bürger zu Aigen, verkaufen der Dorfgemeinde von Güntherreith ihren Hof Gutenberg in der Pfarre Aigen.Source Regest:
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 335 (S 225), S. 361
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 335 (S 225), S. 361
Current repository:
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
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Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend: 1) Marktgemeinde Aigen. Siegel wie oben Urk 311 (S 205)
Seal: 2) Siegmund Hauzenberger. Siegel wie Urk 316 (S 209) und 324 (S 217)
Material: Pergament
Dimensions: 190/195 x 275 mm, Plica 20/25 mm.
- notes extra sigillum:
- Rückseite: 1451 / No: IV / A: Clas: IX. Miscell. Rub: a / Sig: 1. / L 23.


"Ich Steffann Saevmer(1), die czeit burger auff dem Aygen, mein hawsfraw vnd all vnser eriben, dy wir ieczundt haben oder hinfuer kuenftigchleich gewingen, wir vergehen vnd tueen kundt mit dem offen brieff allen denn, die jn sehen, hoeren oder lessen, daz wir recht vnd redleich chaewffleich czw kawffen geben haben czw czeit vnd weil, da wir es wol mit recht getuen mochtten, vnd nach vnser naechsten vnd pessten frewndt ratt willen vnd gunst der ganczen darfmenig czw Guenttensreytt(2) vnd allen jren eriben den ganczen hoff jm Guettenperig(3), gelegen in Aygner pharr vnd gericht(4), vmb ayn sum geltz, des vns von jn wol genueegt hat. Der selbigen sum geltz wir beczalt seyn worden czw rechter weil vnd czeit an allen vnseren schaden. Wir antburtten jn auch den obgenantten hoff ein mit herren hanndt aus vnser, aus vnser nuecz vnd gewer jn ir nuecz vnd gewer, mit allen den eren, rechtten vnd gueltten czw holcz, czw veld, wayd, wismad vnd achker, alz er von alter her ist komen, vnd alz wir jn selbs jn gehabt haben vnd genossen haben, nichtz aus genomen angefaer. Wir sein auch obgenantter Steffann Saevmer mein hawsfraw vnd all vnser eriben ir recht furstanndt vnd gewêr fur all rechtleich ansprach vnd czw spruechk an aller der stat, da wir es pilleich vnd rechtleich tueenn schullen an alz gefaer, jn solicher beschaiden, daz wir oben genantt, noch vnser eriben, noch andern iemandt von vnseren wegen auf den obgenantten hoff nymermer nichcz zw sprechken schullen noch wollen haben, weder mit recht noch an recht, geystleich noch weltleich, jn kaynerlay weys, trewleich an alz gefaer. Wir verczeyhen vns auch all oben verschriben des ewigkleich jn krafft dez gegenbuerttigen brieffs alz ewiger fuerczigt jn der hawbmanschafft jn dem lanndt ob der Enns recht ist. Sy muegen auch dy obgenantten Guenttensraytter vnd all ir eriben mit dem egenanten hoff jm Guettenperig vmb gênn, wie sew verlust mit verseczen, verkawffen, schaffen, machen, wem sy wellen. Daz ist vnser gueetleich will vnd wart, vnd waz wir darumb mit jn an erhweben kriegen oder rechtten woltten, es waer mit recht oder an recht, wo oder wann wir mit jn darumb fur komen, so haben sy gegen vns an aller stat [recht] behabt vnd gebungen, wir gegen jn vnrecht vnd verloren an alle widerredt Vnd gyenng der obgenantten darffmenig, den Guenttensreyttern, vnd all iren eriben an dem kawff vnd gewerschafft ich ab, vnd zw schaeden kaemen, es war geistleich oder weltleiches recht, den selbigen schaden schullen sew haben, dacz vns vnd vnserem leib vnd guet, wo wir daz haben, jnder lanndcz oder ausser lanndcz, auf wasser oder auff lanndt, versuecht vnd vnversuecht, nichtz aus genomen an alz gefar. Daz jn der kawff also staet vnd vnczwbrochen beleyb von vns, dar veber geben wir jn den offen brieff zw ayner waren vrkundt, versigelt vnd wol bestaet mit der erberen vnd weissen ratt vnd der gannczen gemayn burger auff dem Aygen an hangunden jnsigel, vnd zw pesser czewgnues hab wir gebetten denn edlen vnd weissen Sigmund Hawczenperger(5), daz er seyn jnsigel an den brieff gehangen hat durich vnser vleisiger bett willen, doch dem marchtes vnd denn burgern vnd iren eriben vnd dem Hawczenperger vnd seyn erben an schaden. Vnder dy jnsigel verpindten wir vns obgenantter Steffann Sawmer, mein hawsfraw vnd al vnser eriben, alz daz war vnd staet zw haltten, daz der brieff jn halt an gefar. Der brieff ist geben nach Christi gebuerd vierczehundert iar, vnd dar nach jn dem an ayns fuenffsczigst, geschehen des sunttag vor Marie Magdalene."
Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 335 (S 225), S. 361-362
Original dating clause: des sunttag vor Marie Magdalene
Editions:
- Erstveröffentlichung.
Language:
Notes:
(1) Stefan Säumer (Saumer), Bürger zu Aigen. Die Saumer waren später auf vielen Häusern des Marktes Aigen vertreten; vgl. Aigen-Schlägl (1979) Nr. 8, 11, 15, 23, 27, 29, 44, 49, 65, 67.
(2) Günterreith in der Pfarre St. Oswald (urk. 1262); vgl. Urk 44f.
(3) Gutenberg, im Bereich der Pfarre Aigen (oder des Dorfes Günterreith) zu vermuten. Zur Familie Gutenberger vgl. unten Urk 337.
(4) Aigen als Pfarre und Gericht; vgl. Urk 285 (1426)
(5) Siegmund Hauzenperger: Urk 316, Anm 6.
Places
- o. O.
Schlägl, Stiftsarchiv, Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1451 VII 19, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASchl/Urkunden/1451_VII_19/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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