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Charter: Hauptarchiv - Urkunden (1177 -1526) 1038 (=Privil. Nr. 23)
Signature: 1038 (=Privil. Nr. 23)
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1382 IX 29, Wien
Herzog Albrecht III. gestattet, dass fortan zu Wien zwei Jahrmärkte abgehalten werden, im Sommer an dem heiligen Auffart tag und im Winter auf sand Kathrein tag, jedesmal 14 Tage vorher und 14 Tage nachher, und trifft Anordnungen über die Handhabung der Gerichtsbarkeit, des Marktverkehres und über das Scharlachrennen.
Source Regest: 
Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, Bd. II/1, Nr. 1038 (=Privil. Nr. 23)
 


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Wiener Stadt- und Landesarchiv

An weiss und rother Seidenschnur anhangendes Reitersiegel (Sava Fig. 39), roth u. Sch. mit Rücksiegel (Sava Fig. 42).



  • notes extra sigillum
    • Von gleicher Hand: dominus dux et consilium. Dorsual: Hertzog Albrechtn Freyhayt. Ueber den Jarmarkcht daz yeder man mit seinem gut freileich mag her ziehen und an den toren nichts davon geben, und wer die freyung pricht, der sol kain freyung nindert habe n. Scharlach Rennen 1382 jar An S. Michels tag /: 29ten 7bris :/ K. I. Albertus 3. et Leopoldus 2. No. 10.
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    WIeR Albrecht von gottes gnaden Hertzog ze Oestereich, ze Steyr, ze Kernden, und ze Krain, herr auf der Windischen Marich, und ze Portnaw, Graf ze Habspurg, ze Tyrol, ze Phyrt, und ze Kyburg, Margraf ze Purgaw, und Lantgraf in Elsazze. Bechennen, und tuon chunt, mit dem gegenwurtigen brief, allen den, die in sehent, lesent, oder hoerent lesen, nu und hinnach ewichlich. Daz wier nach den lauttern gnaden, so wier, zu allen unsern getrewn undertanen haben, und auch pillich haben sullen, unser Stat ze Wienn, durch daz Si an eren, und an wierden, aufneme, die gnad, freyhait und recht gegeben haben, und geben auch wizzentlich, von fuerstlicher maechte vol-komenheit fuer uns, und alle unser erben und nachkomen, daz nu fuerbaz ewichlich, alle iar, zu zwain malen, offner, und ersamer Jarmarkt daselbs sey. In dem Summer an dem heiligen Auffart tag, vier wochen nach einander, viertzehen tag vor und viertzehen tag hinnach. Und in dem Winder auf sand Kathrein tag auch zu gleicher weise vier wochen nach einander, viertzehen tag vor und viertzehen tag hinnach. Und sullent auch alle die, die in derselben zait, auf den Jarmarkt koement, in unserm fuerstlichen frid, und scherm sein. Also daz Si sicherhait und freyung haben, auf den Jarmarkt, und wider von danne ze choemen, und daz si auch auf dem Jarmarkt umb dhainerlay erbaer sache, oder schuld, die sich auzzerhalb des Jarmarktes vergangen hab, nicht bechlagt noch bechumbert werden, in dhain weise, und swer dawider taete, daz der gerichtet werde, alz ein zebrecher gemaines frides, und betrueber des landes. Auz der sicherhait sullen doch gesundert und getzogen sein alle die di umb valsch, umb prand, umb Raub, umb mord, umb diepstal, oder umb ander soelich poes missetat, uebersagt sein, wan die chain freyung noch sicherhait da haben sullen. Es sullen auch auf denselben Jarmarchten all kaeuff, die umb alle vaile ding da geschehent, gegeben werden, mit der zal, mit der mazz und mit der wag, nach rechter satzung, des Rates der Stat ze Wienn, durch daz einem ieklichen hingêber, und kauffer, und yedem manne da recht geschech an gevaer. Durch daz auch dieselbigen Jarmêrkte dester pas beschirmet werden. Darumb so haben wier mit gueter vorbetrachtung, einem Statrichter ze Wienn, zuogeschaft unsern hofmarschalich, wer der dann ye ist, also waz in denselben Jar-maerckten, dieweil, und die werent, alz oben geschriben stet, sache geschehent, die das Gericht ruerent, von wem die entspringen, Ist das, daz yeman, unsers hofgesindes ist, oder herren, Ritter oder Knechte, Edel laeute oder ir diener, daz die, unser Hofmarschalich, oder sein Anwalt, mit eins StatRichter hilffe anvallen sol, und darumb richten, alz unsers hofs recht ist. Geschicht aber solich sache, von gemainem volke, So sol es der Statrichter richten, nach der Stat recht, und nach Rat, der Stat ze Wienn, und sol auch dafuer, nieman dhain freyung haben, weder datz den Schotten, noch datz Stephan, noch datz sand Chlaren, noch in dhains herren haus, noch auf dhainer andrer freyung, in dhain weise. Es sol auch yederman, auf die Jarmaerkt fueren mûgen alle vaile ding und alle chaufmanschaft, freylich, und an alle ierrung. Alain der Wein auzgenomen, die man vorauz, gen Wienn, nicht fueren sol, wan die Stat darumb, bey iern alten rechten beleiben sol. Item waz man kaufmanschaft ynner der obgenanten zeit auf die Jarmerkt fueret, davon sol man an dhainem Tor ze Wienn nichts gepunden sein ze geben. Waz man aber dafuer auf die kaufmanschaft legen wiert, das sol geschehen, nach Rate unser und unsers Rates, und auch nach der Stat Rat ze Wienn. Item Es sol auch dieselb zeit, die Purkmautt, die Wagenmautt, und der zol, mit einander, in aynem haus werden genomen, durch daz davon, mit umblauffen, nieman saumung, und schaden neme. Auch sol man auf yeklichem derselben zwayr Jarmaerkte, zu einem Scharlach rennen, also wer der erste dartzuo ist, daz des das Scharlach sey. Waz man auch darauf Lauffêr pherd, zu denselben Jarmaerchten bringet, die sullen in unsern Landen, an allen unsern mautten, mauttfrey gen. Und darûber ze urchund, und warhait der sache hiezzen wier unser grozzes fuerstliches Insigel henchen an disen brief. Der geben ist, ze Wienn an sand Michels tag. Nach Kristes gepûrd dreutzehen-hundert Jar, darnach, in dem zway, und achtzigisten Jare. dominus dux et consilium.
    Source Fulltext: Peter Peusquens; siehe auch: • Tomaschek, Rechte und Freiheiten I, 196-197 no 96, mangelhaft, viele notwendige Korrekturen

    Original dating clauseDer geben ist ze Wienn an sand Michels tag, nach Krists gepurd 1300 jar darnach in dem 82. jare.

    Editions
    • Rauch, SS. 3, 129 no 38 aus dem Eisenbuche.
    • Hormayr, Wien 8, UB. 336 in dem Transsumt Ferdinands I.
    • Tomaschek, Rechte und Freiheiten I, 196 no 96 aus dem Eisenbuche, mangelhaft berichtigt nach dem Originale.
    Places
    • Wien
       
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