Charter: Chartularium Sangallense 10 (1382-1389) 1383 III 31
Signature: 1383 III 31
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31. März 1383
Vogt und Rat von Rapperswil beurkunden Vermächtnisse von Klaus Walpersperg, Bürger zu Rapperswil, an die Kirche, den Spital und den Leutpriester, wenn er ohne Leibeserben stirbt.Source Regest:
Chartularium Sangallense X, Nr. 5950, S. 121.
Chartularium Sangallense X, Nr. 5950, S. 121.
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Stadtarchiv Rapperswil C.3.I.4.
Stadtarchiv Rapperswil C.3.I.4.
2 Siegel, fehlen.
Material: Pergament
Dimensions: 33/21 cm
Allena) den, die disen brief an sehent oder hoerent lesen, kúnden wir der vogt Heinrich von Kenelbach1 vnd der râte der statt ze Rapreswil2 vnd veriehen offen||lich an disem brief, daz fúr v´ns kame in offen gericht v´nser lieber burger Claus Walpersperg vnd offnot mit sinem fúrsprechen, daz er mit ge||suntheit libez vnd můtez vnd mit gůter vorbetrachtung luterlich durch gotte durch siner sele heile vnd ovch von siner vordren saeligen sele || heil willen geordnot gesetzt vnd geben hetti, daz man dis nach sinem tode vsrichten vnd geben sol, alz dirre brief hie nach wist vnd seit. Dez ersten so hêt er geben der kilchen ze Rapreswil an der bv^we den harnasch, der zů sinem lib gehoert, vnd dar nach so hett er geben dem spital ze Rapreswil3 den bovngarten vnd die wiger, die vor der statt ze Rapreswil an der ringmure gelegen sind nebent der múli, mit semlicher bescheidenheit vnd mit den gedingen, daz ein meister vnd die pfleger, welhe ie denne ze mal meister vnd pfleger sind, daz die jerlich vf Clausen Walperspergs jerlichen tag vnd zů sinem jarzitt von dem vorgenanten bovngarten vnd den wigern richten vnd geben sond ein mút kernen an brôtt, vnd daz selb brott sol man denne allez geben zů einer spend armen lúten vor der kilchen ze Rapreswil, vnd ein mút kernen sol man geben den dúrftigen in dem spital ovch vff sinen jerlichen tag, also daz man ein halben mút kernen geben sol vmb vische vnd vmb pfaeffer den dúrftigen, vnd den andern halben mút kernen sol man geben vff den grossen donstag ovch vmb vische vnd vmb pfaeffer den dúrftigen. Vnd den mút kernen geltz, den Walperspergs vatter selig vormalz vnd bi sinem leben vff den vorgenanten bovngarten geben vnd gesetzt hêtt, den sol man ovch vsrichten vnd geben, alz er in geordnot vnd gesetzt hett. Ez sol ovch der spital ze Rapreswil sin meister vnd pfleger den vorgenanten bovngarten noch die wiger niemer verkovffen noch in deheine wise nicht bekúmbern, daz er vsser dez spitalz hand vnd nutz kome in deheinen wêge. Vnd were aber, daz der stuken deheins v´ber sêhen wurde, daz ez nicht wurde vsgericht gentzlich, alz vorgeschriben ist, so sol denne der vorgenant bovngart vnd die wiger an alle widerred ledklich verfallen sin den armen lúten an der Flů4 vnd sond die denne da von geben vnd daz selgeraett vsrichten jerlich, alz ez Walperspergs vatter selig vnd Claus Walpersperg geben vnd gesetzt hand. Ez het ovch der vorgenant Claus Walpersperg einem lútpriester ze Rapreswil geben vnd gesetzt vier pfening vnd vier schilling Zúricher múntz genger vnd genêmer vff sin hus vnd hofstat, daz ze Rapreswil bi der múli gelegen ist, die man im jerlich vsrichten sol, so man sin jarzitt begâtt. Vnd wer ovch, daz Claus Walpersperg elich liberben gewunne, so sol denne dis vorgenant gemaecht vnd selgeraete tod vnd gentzlich ab sin vnd keine kraft noch macht han in deheine wise. Ovch sol man wissen, daz Claus Walpersperg dis allez also geordnot gesetzt vnd geben het, ist daz er es an sinen tode bringt vnd ersparen mag vnd si nach tode lasset, daz man denne dis alles ewenklich vsrichten geben vnd volfueren sol, als dirre brief wist vnd seit, mit gůten trúwen ân alle geuerde. Vnd dez vnd hier v´ber ze einem warem vrkúnde vnd gantzer sicherheit allez, so an disem brief geschriben stât, won daz vor v´ns an offem gericht beschehen ist, alz gericht vnd vrteil gab vnd alz v´ns vnd ander erber lút, die hiervmb gefragt wurdent vnd erteilt vf den eid, daz die důcht, daz ez beschehen were, daz ez billich kraft vnd macht hetti vnd handvesti haben soelle nv vnd hie nach, da von so haben wir die vorgenanten der vogt vnd der rât der statt ze Rapreswil der selben v´nser statt insigel nach rechter vrteil vnd von dez gerichtez vnd durch Clausen Walperspergs ernstlicher bett wegen offenlich gehenkt an disen brief. Vnd ze einer meren sicherheit vnd zúgnúste alles, so an disem brief geschriben stat, daz es war sie vnd stet belibe, da von so han ich Claus Walpersperg min eigen insigel gehenkt an disen brief. Dis beschach vnd wart dirre brief geben an dem nêchsten zinstag nach vsgender osterwuchen in dem iar, do man zalt von gottez gebúrte drúzehenhundert vnd achtzig iar vnd dar nâch in dem driten jar.
Source Fulltext: Chartularium Sangallense X, Nr. 5950, S. 121-122.
Original dating clause: an dem nêchsten zinstag nach vsgender osterwuchen
Comment
Geschrieben von Rapperswiler Hand, wie Nr. 5945 (u.a., vgl. dort).Language:
Notes:
a) Verzierte Initiale A 5,5 cm lang. - 1 Heinrich v. Kengelbach (Gem. Bütschwil, Bez. Alttoggenburg), 1379-1384 Vogt. - 2 Rapperswil, Bez. See. - 3 Heiliggeistspital Rapperswil. - 4 Rapperswiler Siechenhaus an der Flue, Gem. Jona, Bez. See.
Chartularium Sangallense 10 (1382-1389) 1383 III 31, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/CSGX/1383_III_31/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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