Charter: Illuminierte Urkunden 1319-03-20_Mailand
Signature: 1319-03-20_Mailand
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1319-03-20, (Lodi)
Bischof Leone Palatini von Lodi (Leo de Paradino) überträgt dem Corrado di Desio und seinen Brüdern Rizardo und Guiscardo ein Lehen. Dieses Lehen in Merlino wurde 1162 einem Bellotto di Desio verliehen.Source Regest:
FWF Projekt P 26706-G21 "Illuminierte Urkunden"
Bearbeitungsstand: MITTEL
FWF Projekt P 26706-G21 "Illuminierte Urkunden"
Bearbeitungsstand: MITTEL
Current repository:
Mailand, Ospedale Maggiore Archivio, n. 493 (= Carta min. 4).
Mailand, Ospedale Maggiore Archivio, n. 493 (= Carta min. 4).

- Materielle Beschreibung:
Deckfarbeninitiale I(in) in Form einer Ädikula, darunter stehender Bischof vor Goldgrund. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um eine Idealdarstellung des Bischofs von Lodi, Leone Paladini, der auch im Text der Urkunde genannt wird. Die Ädikula wird von einem Wesen, mit dem Körper eines Drachen und dem Kopf eines Hundes, getragen. Dem Schwanz des Wesens entspringt eine lange Blattranke, die bis zum unteren Rand reicht und dort zwei stark beschädigte Wappen rahmt. - Stil und Einordnung:
Es handelt sich hierbei um ein wertvolles Zeugnis lombardischen „linguaggio artistico“ in der Buchmalerei für den relativ späten Zeitpunkt. Er weist Charakteristiken der frühen mailändischen Gotik prä-giotto in der Lombardei auf, weshalb er vergleichbar mit Werken aus der Freskenmalerei ist. Unter ihnen die des „Maestro di Angera“, dessen Schaffen sich laut neuesten Erkenntnissen in Bezug auf seine umstrittene Biographie bis zum Jahr der Ausstellung der vorliegenden Urkunde nachvollziehen lässt, und des Meisters der Fresken in der Torre di Massimiano am Monastero Maggiore in San Maurizio. Was die Gestaltung des Gesichtes anbelangt, findet sich am Ehesten Vergleichbares in den Fresken der Sala di Giustizia der Rocca di Angera. In der Buchkunst bietet sich die malerische Ausstattung der Handschrift „L´Innario B.I.10“ in der Biblioteca Queriniana in Brescia zum Vergleich an. Die Figur des David des Psalmisten auf folio 2r scheint ein direktes Vorbild der Figur des Bischofs zu sein. Die Handschrift in Brescia wird auf das Ende des 13. bzw. auf den Anfang des 14. Jahrhunderts datiert und kann somit einer früheren Phase der selben künstlerischen Entwicklung zugeschrieben werden, wenn auch nicht der gleichen Hand [für Details siehe italienischen Originaltext] - Laura Alidori (Übersetzung von Stephanie Rosenkranz
Mentions:
- Hinweis von Paolo Galimberti.
Places
- (Lodi)
- Type: Ausstellungsort
- Italien
- Type: Region
- Lombardei
- Type: Region
Persons
- Leone Palatini von Lodi
Keywords
- Illuminated Charters: Niveaus:
- N1: historiated
- N1: Initials
- N1: with Additional Colours
- N1: Borders
- N1: painted
- N1: Coat of arms
Illuminierte Urkunden 1319-03-20_Mailand, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/IlluminierteUrkunden/1319-03-20_Mailand/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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