Codex Diplomaticus Rheno - Mosellanus - Urkunden Sammlung zur Geschichte der Rhein und Mosellande, der Nahe und Ahrgegend und des Hunsrück, des Meinfeldes und der Eifel - III. Theil Urkunden bis 18. Jahrhundert II, № 289» , S. 469
Codex Diplomaticus Rheno - Mosellanus - Urkunden Sammlung zur Geschichte der Rhein und Mosellande, der Nahe und Ahrgegend und des Hunsrück, des Meinfeldes und der Eifel - III. Theil Urkunden bis 18. Jahrhundert II, № 289» , S. 469




Wir Herren vnd Gemeynere zu Schonenburg alle
gemeynlichcn vnd vnser yglicher besunderen dun kunt
Ш. Ztyil 29
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allen Luden . daz wir eynmutlichen vnd mit vnser aller guden Willen vor vns vnse Erbin vnd vor alle, di Deyl zu Schonenburg han, oder noch gewinnen, deine hochgebo ren Fürsten vnserm Herren Hern Baldewin Ertzebyschof zu Triere, vmb Vordernisse, Woldedon, vnd Gunst di er an vns zu tnanigen Stunden dicke gelacht hait, gelobt han vnd geloben an disem ßriue mit guden Truwen an Eydes stait zu dienne vnd zu helfene sine Lebetage in welchem Lebene er were, mit Libe vnd mit Gude, vnd mit alle vnse Macht, vnd ouch zu enthaldene en vnd sine Hellere an sine stait, vf vnsern Vesten wider aller menlichen, nieman vz- genomen, ane wider eynnen eynmudigen Romischen Ku- nig, vnd wider den edeln Herren Greuen Wilhelm von Catzennellebogen, vnd Herren Eberhard Brennern Ritter . vnd daz wir nieman sullen enthalden gemeynlichen noch besundern vf vnsern Vesten wider vnsen vorgenanten Her ren oder di sinen, vnd ob wir odir vnser keyn jcmans ent- hilden, so balde wir eruaren, oder yt vns kunt wirt gedan, daz iz vnserm Herren vorgeuanten wider ist, so sollen wir den odir di vrlouen vnd nil lenger enthalden . vnd ensollen vnserm vorgenanten Herren noch den sinen keynen Scha den nit dun, noch von vnsern Testen lazzen geschehen in keyöe hande wyz . vnd sollen sin Geleite noch andere sin Stucke nit hindern. Wanne wir sin bi vnsers vorgenanlen Herren Amplluden von Sune odjr irme Gebot, bussen vn sern Vesten, daz sal sin vf sine Kost, vnd Verlust, als ge- wenlich ist . vnd ob wir danne it fromen schufen, der sal vnsers Herren sin. Wir wenden ouch gemeynlichen vnd besondirn an vnsen vorgenanten Herren von Triere vnd an sinen Stift den grozzen Torneys den wir an dem Zolle zu Bacherach gehabin han, vnd han verzögen vnd verzihen
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luterHchen an disem Briue vf denselben grossen vnd vf daz Gell daz er vnd Johan Platfus von dem grossen genomen vnd vfgehabin bait . vnd uf den selben Johan, vnd quiten danabe vnsern vorgenanten Herren sinen Stift vnd densel ben Johan Plalfns gentzlichen. Ouch verzihen wir vf di Verbuntnisse vnd Briue di tusschcn den von Schonenburg vnd der Siait von Wesele gemacbit waren vnd sagen di Stait vnd alle die zu der Stait gehören quit danabe. Vort verzihen vvir ouch vf allen Schaden wie er vns gemeynli- chen odir besundern an Wustene, Bi echene, Bran le, Name, odir an andern Stücken von vnserm vorgenanten lierre, sinen Hclferen, Dienern, odir Vndcrlanen gesebeben ist, vnd darzu vf alle Vorderunge vnd Ansprache di wir wider vnsern vorgenanten Herren vnd sinen Stift gemeynlichen odir sunderlicben biz vf disen hudigen Dag gebabit ban, odir babin mochten. Yorl han ich Lamprecht von Scho nenburg Rilter vor mich vnd mine Erbin ouch luterlicben verzigen vnd verzihen vf di Lehen vnd Bui glen di icb von mime vorgenanten Herre von Tricre vnd sime Stifte babin solde, vnd waz mir dana*be versessen odir vnucrgolden ist, vnd han sy mime vorgenanten Herren von Triere vTgedra- gen. Vnd hetten wir mit ieman keyn Verbuntnisse Ge- lobde odir Verwort gemacht odir gedan gemeynlichen odir besundern di wider dise vorgeschobene Stucke, odir wider vnsern vorgenanten Herren weren oder sin ni ech ten, di sollen abe sin vnd verzihen oueb dar vf luterlicben. Vnd ensollen ourh vorbas me keyn Verbmitnisse, Gelobde, odir Verwort dun odir machen di hie wider oder wider vnsern vorgenanten Herreu sin mochten . vnd milz d.seu Vorgeschribenen Stucken vnd andern sin wir mit vnserm vorgenanten Herre vnd sime Stifte vnd den sinen, vnd si
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■wider mit vn» von allen Brachen, Criegen, vnd Stücken biz vf disen hudigen Dag gcntzlichen versunet vnd verflich- tet. Ouch sal vns vnser lierre verantwerten zu vnserm Rechte ab sine Man ob vns jeman drengen wolde zu Vn- reclite odir Gewalt an vus legen, vnd wez wir gemeynli- chen an vnserm vorgenanien Herren blitien wolden, darzu sal vns vnser lierre helfen zu vnserm Rechte. Ouch hait vns vnser vorgenante Herre begnadet daz wir sollen vnd mögen vnser Gewaiz von Winc vnd Korne vnd darzu als vile wir bedorfen zu vnser Noitdorft vf vnserm Hus zu Schonenburg daz wir odir vnsere Lude behalden mit dem Eide Zol fri füren vor sine Zolle als lange er lebet. vzge- scbeiden allerleye Argelisl an allen disen vorgenanten Stu- ken, vnd an irm iglichen. Vnd dez zu еуше Vrkunde vnd Vestikeit han wir vnser gemeyne Ingesigel dez wir gebro chen zu sachen, di vns gcmeyulichen alle an gen, an disem Brief gehangen, der geyeben ist zu Wesele nach Cristus Geburte drutzehenhundert Jar, vnd dar nach in dcme zwey vnd vierzigesieni Jare des nehestes Sameslages nach sente Lucas Dage des heyligen Ewangeüsten.
Codex Diplomaticus Rheno - Mosellanus II, ed. Günther, 1823 (Google data) № 289» , in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/RhenoMosellanusII/2788cbfd-9ebe-481d-85fd-4db50811cbc6/charter>, accessed 2025-04-04+02:00
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