Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1347 III 05
Signature: 1347 III 05
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5. März 1347, Wien
Raspe der Feiertager verkauft eine Gülte auf dem Weingarten Chamber bei Obersievring der Elsbet Sulzerin.Source Regest:
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 386
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 386
C, 278 nr. 468
Ich Raschppe der Veirtager und ich Gedrawt sein hausvrow wir verjehen und tun chunt allen den die disen brief lesent oder hörent lesen, daz wir mit unser erben gutten willen und gunst und mit verdachtema mütt und mit gesampter hande, zu der zeit do wir es wol getün mochten und mit unsers percherrn hande des erbern herrn herrn Hainreichs von Volkestorf, verkauft haben vier phunt wienner phenning geltes purkrechtes auf unserem weingarten, der da leit ze Obern Süfringe, des anderthalbe jeuch sinde, und haizzet der Chamber, ze nechst Jannsen dem tüscherrer,2 da man all jar von dint sechsthalben und sibenzich phenninge wienner münze ze perkchrecht und nicht mer. Und denselben weingarten habent auch uns Paul an dem Salczgrizze meinerb Gedrawten vater und sein hausvraw vro Cristein mein mueter, denc got gnade, ledichleichen mit gesampter hande gegeben, zu der zeit do si iz wol getuen mochten. Die vorgenanten vier phunt wienner phenninge geltes purkrechtes haben wir recht und redleichen verkauft und geben umb zwai und dreizzig phunt wienner phenninge, der wir gar und ganzleich gewert sein, der erberen junkfrowen vern Elzbeten der Sulczerinne und iren erben, also mit ausgenomener rede das wir oder swer den vorgenanten unsern weingarten nach uns besiczet irer die egenanten vier phunt geltes oder swem si sew schaft oder geit furbas alle jar davon dienen sülen zwai phunt an sande Gorigen tage und zwai phunt an sande Cholmans tage, mit alle dem nucz und recht als man ander purkrecht in dem lande ze Osterreich dient, und süllen auch wir dieselbn vier phunt gelts ablösen, swelhes jares wir mügen oder wellen, immer zwai phunt geltes unb sechzehen phunt wienner phenninge mit einander sechs wochen vor ainem ieglichem dinst tage an dem dienst oder inner sechs wochen vor ainem dienst tage und den naechsten dienst damit an allen chriege. Und zu swelhem tage, und vorbenant ist, wir inn des purchrechts nicht dienen, so sol sich denne das selbe purchrecht mit unserm gutten willen an alles furbot und an alle chlage auf dem egenanten unserm weingarten zwispilden ze vierzehen tagen, alsd versezzens purkrechts recht ist, als lange unz dasselbe unser weingart nicht tewr ist danne das purkchrecht und die zwispilde die darauf gegangen sinde. Und swenne das geschicht und das si dem perkchern sein recht gebent, der sol si denne des oftgenanten unsers weingarten zehant gewaltich machen und an die gewer seczen in alle dem rechten, als ob si in mit vrage und mit urtail vor rechtem gerichte in irr gewalt erlangt und behabt hieten. Si sülen auch furbas mit den obgenanten vier phunden geltes ledich leichen und freileichen allen iren frumen schaffen, verkaufen und geben swem si wellen an allen irresal in dem rechten als vor ver schriben ist. Und sein auch wir und unser erben unverschaidenlich der egenanten vier phunt geltes der obgenanten junkfrowen Elzbeten und irr erben oder swem si dew schaft oder geit, recht geweren und scherm für alle ansprach, als purkrechts recht ist und des landes recht ze Osterreich. Waer aber das in der vier phunt geltes mit recht an unserm weingarten icht ab gienge, daz sullen si haben auf uns und auf allem unserm gütt das wir haben in dem lande ze Osterreich, wir sein lebentich oder tode. Und geben in darüber disen brief zu ainem waren urkund versigelten mit unserm insigel und mit des vorgenanten unsers perchherrn insigel herrn Hainreichs von Volchesdorf3 und mit herrn Weikharts insigil bei den minnern brudern ze Wienne4 und mit herrn Dietreichs insigil des Vrwätschen5 burger ze Wienne, die diser sache gezeug sinde mit iren insigeln. Diser brief ist geben ze Wienne, nach Christes gepurde dreuzehenhundert jar darnach in dem siben und vierzigistem jar, des naesten maentages vor mitervasten.
Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 386-388
Original dating clause: des naesten maentages vor mitervasten
Editions:
- Duellius, Exc. 196 nr. 86 (Auszug aus dem Orig.), mit zwei Siegelbildern auf Tafel IX, Nr. 103 und 105.
Language:
Notes:
1a vedachtem.b mein’, Duellius hat mein. c dem. d die ganze Stelle von purchrecht bis hierher, 23 Worte, also wol eine Zeile des Originales, sind vom Abschreiber aus Versehen wiederholt, nur dass statt gutten und furbot diesmal guten und fürbot geschrieben ist.1 Ueberschrift: Grinczing. Raschppen brief des Veirtager auf ainem Weingarten ze Sütring umb IIII lib. gelts, quam emit Sulczerin.2 d. i. Tuchscherer.3 IV C: † S. Hainr. d'. Volchensdorf. 4 IV A 2 (Sechseck): † Swichardi . filii . Vlrici. mit Rücksiegel: IV B 1. 5 Auf Taf. VII, Nr. 69 bildet Duellius das Siegel eines Konrad Urbetsch ab: IV A 2 in Dreipass: † S. Chvnradi dci . Vrbeci.
Places
- Wien
St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1347 III 05, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StPCanReg/1347_III_05/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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