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Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1356 VI 02
Signature: 1356 VI 02
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2. Juni 1356
Albrecht und Heinrich von Mannerdorf stiften eine Messe auf St. Magdalenen-Altar zu Kapellen.
Source Regest: 
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 461
 

cop.
C, 201 nr. 349

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    Ich her Albrecht von Capellen ze den zeiten gesell ze Chappellen und ich Heinrich von Mëinhartstorf ze den zeiten ambtman des edlen herren hern Gotschalich von Neyperch und all unser erben wir verjehen offenbar an disem brief und tün chund allen den die in sehent oder hornt lesen, die nu lebent oder hernach chünftig sind, das wir mit gemain bedachtem radt und mit gunst aller unser erben, mit gesampter hant, ze der zeit do wir es wolgetun mochten, besunderlich durch got und durch aller unser vorvodern sel hail willen gechauft und geben haben dem gotshaus ze Capellen und dem pharrer daselben‚ zu den zeiten pharrer Niclan unda allen sein nachkunftigen pharrern ze Chappellen die gueter di hernach beschriben und benant sind, dew wir haben in gegeben mit aller unser erben gueten willen dem erberen gotshaus ze Chappellen: Das guet das wir gechauft haben von dem erberen herren hern Kristan dem Stainer seins rechten aigens zehen und drei schilling phening gelts wienner münz, die man dient an sand Michelstag von ainem halben lehen das da leit ze Weyssenchirhen. Si habent uns auch darzue gegeben das guet das si gechauft habent von dem erbern ritter hern Wernharten dem druchsessen von Reycherstorf seins rechten aigens sechsthalben schilling phening gelts wienner münz, der man dient an sand Michels tag von ainer hofstat die do leit ze Weyssenchirhen ainen und dreissigk phening wienner münz und vier und vierzig phening wienner münzb an sand Michelstag von zwain ekchern die do ligent ze Eberhartstorf; desselben gelts dient man drei schilling phening wienner münz an sand Michelstag von achkeren die do ligent ze Weissenkirchen. Si habent uns auch darzue gegeben das guet das sew gechauft habent von dem erbern chnecht Hainreichen dem Chlingenprunner seins rechten aigens funf und drei schilling phenning wienner münz, der man dient an sand Michelstag von ainer hofstat die da leit zwischen2 ze Weissenkirhen zwainzigch phening, und des selben gelts dient man an sand Michelstag funf und sibenzigk phening von uberlent; dieselben achker ligent auch ze Weissenkirhen. Und also macht das gelt mit der summe zwelif schilling phening gelts wienner münz. Die vorgenanten gueter hab wir gegeben zu dem vorgenanten gotshaus ze Chappellen mit allen dem recht und nücz und darzue gehort, westift und unbestift,c wie es genant ist, also beschaidenlich das her Nicla der pharrer und all sein nachkunftigen alle mantag ainer mess gepunden sol sein, und die mess schol gesprochen werden datz Weissenkirhen auf sand Maria Magdalen altar. Wër aber das, das die mess auf demselben alter nichtd volfürt wurd von ehafter nöt oder wie das chaum, so sol die mess gesprochen werden darnach an dem nagsten freitag, es sei dann ein veirtage an dem montag; so sol man die meß nicht anderswo singen noch sprechen dann auf dem vorgenanten sand Maria Magdalenn alter. Und ob der obgenant pharrer ze Chappellen oder sein nachkunftigen lenger saumich daran wëren und die meß z'dem tag nicht gesprochen wurd als vorgeschriben ist, so sol ich vorgenanter Albrecht und Hainreich von Manhartstorfe oder unserene nagsten erben, die nach unserm tod lebent, mit der gemain der pesten pharmann viren der obgenanten guetern unsd under winden, an haben und inn haben mit allen nuczen, unz das die saumung des vorgenanten gotsdienst genzlichen ervolt wiert; und darnach sullen wir oder unser nachkunftigen her Niclon pharrer und dem gotshaus ze Chappellen geben und widercherenf alles das das wir von deng vorgenanten guetern genommen haben an allen schäden; und sol auch ein iglicher pharrer ze Chapellen seinen gesellen der vorgenanten gueter rechter herr her, stifter und störer sein; und von allen den selben gueteren, als vorgeschriben ist, sol ein islicher pharrer ze Chapellen seinen gesellen, die auf dem vorgenanten sand Marie Magdalenn altar mess habent, alle jar in raihen sole sechzig phennig fuer ir mue. Und derh gueter aller, als is vorgeschriben ist, schol sein erbvogt, scherem und frister der erber herr graf Purkhart von Maydbürkch und all sein erben,d und sol man im raihen ze vogtrecht alle jar an sand Michelstag vier herbsthuener und nicht mer; und wer auf den vorgenanten guetern siczt, dieselben sullen uberhaben sein aller stewer und aller unrechter vodrung, nuer allain vor lanczstewer dem herzogen oder dem fursten ze Ostereich, dem sullen si stewer geben und mit leiden, als die anderen des vorgenanten gotshaus holden ze Chapellen. Das di red stet und unzebrochen beleib, daruber gib ich vorgenanter Albrecht und ich vorgenanter Hainreich von Manhartstorf und all unser erben dem erbern geistlichen herren brobst Dietmaren des gotshaus dacz Sandpolten und hern Ruegerenti dem Pawerj ze den zeiten techant mitk der gemain des erbern convents dacz Sandpolten disen brief versigilt mit des erberen herren Albrechts von Aczenprukch3 und mit des erbern herren und ritter insigil hern Alrams des Petinger von Hayczing4 und mit des erberen chnechtz insigil Vlrich des Gnewzzen und des erberen chechtz Walthers von Chaczenperg und zue einem waren zeug diser sach, wann wir selben nicht aigens insigel haben. Der brief ist geben do man zalt von Christi gebürde dreuzehenhundert jar darnach in dem sechs und funfzigistem jar, an dem heiligen auffarttag.
    Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 461-464

    Original dating clausean dem heiligen auffarttag

    Editions
    • Duellius, Exc. 202 nr. 113 (Auszug aus dem Orig.), mit Siegelbildern auf Tafel XI, Nr. 134 und 135.


    LanguageDeutsch

    Notes
    11 Unterschrift: Chapelln. Litera duodecim solidorurn denariorumpertinentes ad plebanum in Capella.2 d. h. zwischen den bereits erwähnten Liegenschaften zu Weissenkirchen oder zwischen den Klingenbrunner'schen Aeckern; sonst müsste hier ein Ausfall an Text angenommen werden.3 IV A 2: † S. Alberti . Acenprvk. 4 IV A 2: † S. Alram . Petingeri. (Duellius liest Abram und schreibt das Siegel einem Abraham Petinger zu, entgegen seiner Schreibung im Texte)a uns. b fehlt; ist durch Rechnung zu ergänzen, die sonst nicht stimmen würde (31 Pfg. + 3 Schill. Pfg. machen 4 Schill. 1 Pfg., nicht 5 1/2 Schill. aus); auch hingen die folgenden Worte teils völlig in der Luft, teils wären sie zwecklose Wiederholung; der Sprung ist leicht erklärlich. c und und bestift; vgl. Nr. 373, Anm. b.d fehlt. e so! f wicheren. g vor dem. h Under. i so auch Duellius. j Piwer Duellius. k und Duellius.
     
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