Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1359 IX 27
Signature: 1359 IX 27
no graphic available
Zoom image:
Add bookmark
Edit charter (old editor)
27. September 1359, Wien
Ottokar von Ror verkauft dem Stifte seinen Sitz zu Friesing und eine Gülte daselbst.Source Regest:
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 498
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 498
C, 252 nr. 426
Ich Otakcher der Rörer und ich Katrei sein hausfraw wir vergehen und tun kunt alena den die disen brief lesent oder horent lesen, die nu lebent und hernach kunftig sind, das wir mit alle runser erben gueten willen und gunst, mit verdachtem muet und mit gesampter hant, zu der zeit do wir es wol getuen machten, recht und redlichen verkauft haben unsers rechten aigens unser gesezze gelegen ze Vriesing und aindlef schilling und zehen wienner phenning gelts dienstes gelegen daselbs ze Friesing auf bestiftem guet behauster holden und di ausgenomichleichen hernoch an disem brief geschriben stent. Des ersten so dint man von ainer hofstat dazu den zeiten Hainreich der Mader auf gesessen ist ain halb phunt wienner phenning; darnach so dint man von ainer hofstat da zu den zeiten Hainreich Pilgreims sun auf gesessen ist auch ain halbs phunt wienner phenning; so dint man von ainer hofstat do Hainreich der Pair auf gesessen ist sechzig wienner phenning; und von ainer hofstat do Hainreich der Pehem auf gesessen dient man auch alle jar dreizzigk wienner phenning und ain herbst hün und ain vaschang hün. Man dint auch alle jar von ainer hofstat ze Prunsleinstorf do zu den Zeiten Götfrid auf gesessen ist vier wienner phenning und acht jeuchart akchers und ain traid zehent gelegen auf ainem lehen, der purkrecht ist von demb goczhaus dacz Sand Polten und dient alle jar in die gustrei daselbs ain meczen chorns und zehen schilling wienner phenning gelts diensts an ainen wienner phenning gelegen auf überlende, das alles rechtes aigen ist und das zu dem vorgenanten unserm gesesse gehoret. Dasselbig unser gesesse und alles daz das darzu gehoret ist mir vorgenanten Otachern dem Rorer an rechter tailung gevallen gegen meinem prueder Cristann dem Rarer, do wir baid mit furzicht und mit los miteinander getailt haben. Daz vorgenant unser gesezze und alles das und darzü gehöret, es sei gestift oder ungestift, ze velde oder ze dorf, swie so das genant ist, haben wir recht und redleich verkauft und geben mit alle den nuczen und rechten als wir es unversprochenlich in aigens gewer her pracht haben, umb hundert phunt und umb zwai phunt wienner phenning, der wir gar und genzlich verricht und gewert sein, den erbern geistlichen herren probst Dietmaren dacz Sand Polten und herrn Ulreichen dem Veiertager charher daselbs und dem convent gemain auch daselbs furbas lediklichen und freilichen ze haben und allen iren frumen damit ze schaffen als im und irem goczhaus daz aller pest woll chom und fueg an allen krieg‚ also mit ausgenomner rede, ob das ist das der erber herr herr Vlreich der Veirtager das obgenant gesezze und swaz darzu gehört, das er umb sein aignhaft ledigs varund gütt von uns gekauft hat, versparen mag. Wer aber das er sein nicht versparen mocht, so sol derselbig herr Ulreich der Veiertager das egenant gesezze und swas darzu gehoret ledikleichen und freileichen haben und allen seinen frumen damit ze schaffen, verkaufen, verseczen und geben swem er welle an allen krieg und irsal, also das im die erbern herren brobst Dietmar und der convent gemain daselbs dhain irrung daran indert tün sullen weder vil noch wenig. Und tün auch ich vorgenante Katrei Otakchers hausfraw des Rorer chunt an disem brief, das das vorgenant gesezze und swaz darzu gehort, als vorgeschriben ist, von dem obgenanten meinem wirt herren Otakcheren dem Rarer mein rechte margengab gewesen ist und das ich mit guetem willen unbedwungenleichen, nach rat meins brueder Jorgen des Haselawer und ander meiner frewnt, mich derselben meiner margengab und alles des rechten das ich auf dem obgenanten gesezze und auf alle deu und darzu gehoret, gehabt hann, mich gar und genzleich verzigen und fürzicht getan han, also das ich noch mein erbn auf dasselbig gesezze noch auf alles das und darzu gehört weder umb margengab noch umb dhainerlai sache furbas dhain ansprach noch vadrung nimermer gehaben noch gewinnen sullen, weder vil noch wenig. Und ze ainer pesseren sicherhait so seczen wir uns ich Otakcher der Rorer und ich Katrei sein hausfraw und alle unser erben unverschaidenleichen über das egenant gesezze und uber alles das und darzu gehöret, als vor an disem brief geschriben stet, den obgenanten erbern herren probst Dietmaren dacz Sand Polten und herrn Vlreichen dem Veirtager und dem convent gemain daselbs ze rechtem geweren und scherem für alle ansprach, als aigens recht ist und des landes recht in Oesterreich. Wer aber das si mit recht an demselben gesezze und an alle deu und darzu gehoret, als vorgeschriben stet, icht kriegs oder ansprach gewunnen, swas si des schaden nement des sollen wir in alles ausrichten, ablegen und widerkeren an allen iren schaden, und süllen auch si das haben auf uns unverschaidenleich und auf allem unserm guet das wir haben in dem lande ze Oesterreich oder swo wir es haben, swie das genant ist, wir sein lembtig oder tödt. Und das diser kauf furbas also stet sei und unzebrochen beleibe, daruber so geben wir in disen brief ze ainem offen urkund und zu ainer ewigen vestigung diser sach versiglten mit unserm insigel und mit des obgenanten herrn Cristans insigl des Rorer mein vorgenants Otakchers prueder des Rarer, und mit herren Jansens insigel des Greiffen und herrn Jorgen insigel des Zinczendorfer und herrn Jansens insigel des Goldekcher und mit des vorgenanten herren Jorgen insigel des Haüsler mein vorgenanten Katrei brueder, die diser sach gezeugen sind mit iren insiglen. Der brief ist geben ze Wienne, nach Christi gepurd dreuzehenhundert jar darnach in dem neun und funfzigistem jar, des nachsten vreitags vor sand Michels tag.
Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA I, Wien 1981) S. 498-500
Original dating clause: des nachsten vreitags vor sand Michels tag
Language:
Notes:
1a so! b ain.1 Ueberschrift: Geroldstorf. G. Herren Otakcher brief von Ror umb das gesezz dacz Friesing und die gült daselbs.
Places
- Wien
St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1359 IX 27, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StPCanReg/1359_IX_27/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
You are copying a text frominto your own collection. Please be aware that reusing it might infringe intellectural property rights, so please check individual licences and cite the source of your information when you publish your data
The Charter already exists in the choosen Collection
Please wait copying Charter, dialog will close at success