Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1370 VIII 28
Signature: 1370 VIII 28
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28. August 1370, St. Pölten
Gegenurkunde zur vorigen.Source Regest:
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 91
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 91
C, 6 nr. 6.
Wür Johanns von gottes gnaden brobst deß goczhaus zue Sanndt Poelten und wür der ganz convent gemainglich daselbs bekhennen und thuen khunt offentlich mit disem brieff daß unß die erbaren herren her Joringa und Mert gebrüeder die Rädler von Sichtenberg mit aller irr erben gunst und willen recht und redlich gegeben haben auf unser oblay ain pfunt wienner pfenning gelts gelegen zue Eblesau in Haunoldtstainer pfar auf Wolffharts halben legen,2 das sunderlich dient zue der vest zue Wolffstain vier pfenning zue vogtrecht, und ein halbs pfund wienner phenning gelts daselbs auf ainen tagwerkh wißmadtß, darnach ainen weingarten zu Nustorff gelegen bei Reycherstorf, das alleß recht aigen ist und das von herren Ortolffenb dem Goldeckcher und herrn Hannsen dern Goldeckher seinern sun seligen an sie khomen ist. Die selben gült und güeter und alleß das darzue gehört, haben sie unß und unserem gottßhaus * gegeben, so beschaidenlich das wür der eegenanten herren Ortolffesb und herrn Hannsen der Goldeckcher seeln und allen ieren vordern seeln zue hilf und zue trost järlich begen sollen in unserem gottßhaus ainen jartag deß nägsten montagß nach den ostern feiertagen deß abents mit gesungner vigily, und an dem erichtag darnach mit gesungner seelmessen, mit geleut, mit liechten und mit andern loblichen gewonhaiten, alß in unserm gottßhaus sit und gewonhait ist. Wier sollen auch mit den vorgenanten gülten und güettern allen unseren fromben schaffen wie unß das woll khömc und fueg an allen irsal.d Wann aber wier deß jartagß * nit begiengen in der maß alß vorgeschriben stet, so sollen sie und all ier erben vollen gewalt haben * zue underwinden der eegenanten gilt und güeter und dieselbigen inhaben alß lang das wider pracht werde.**3 Mit urkhunt ditß prieffß versilgeten mit unseren zwain grossen anhangenden insigln. Geben zu Sandt Polten, nach Christi gepurth dreizehen hundert jar darnach in dem sibenzigistem jar des mittichen an sant Augustinus tag.
Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 91-92
Notes:
1a so, d. i. Georg, Jorig. b Adolffen, Adolffes, vgl. die Schreibung in der vorhergelienden Nummer. c thuen; auch die Vorurkunde hat das übliche chöm, das jedenfalls in der Vorlage stand, doch vom Schreiber nicht verstanden wurde. d gefahl.1 Ueberschrift: Ain brieff von ainem jahrtag zue Sanndt Pöldten de man (zusammengezogen!) begehen soll den Goldeckhern den montag nach dem Ostern feirtagen. — Diese und die spätere Urkunde, von 1383, Nov. 1, sind in viel jüngerer Schrift (des XVII. oder XVIII. Jahrh.) an leer gelassene Stellen der Handschrift eingetragen. Im vorliegenden Falle nimmt dieser frei gebliebene Raum die oberen zwei Drittel der Blattseite ein; es ist mithin absichtlich Platz belassen worden für ein nachträglich einzureihendes Stück; darauf deuten auch die Worte Nota, nachfragen am Ende dieses Raumes, bezw. zum Schlusse der ihn nunmehr ausfüllenden Urkunde. Ob aber diese das gesuchte Stück darstellt, muss fraglich bleiben. Die Eintragung kann auch eben nur, weil sich hier freier Platz fand, stattgefunden haben. 2 Vgl. den Artikel Fürleger in den Blättern des Ver. für Landesk. von N.-Ö. 23, S. 363 f.3 Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass der hier gegen die Vorurkunde entfallende Wortlaut sein Fehlen nur der Notwendigkeit dankt, mit dem gegebenen Raume auszulangen. Allein, da der angenommene Entfall das Verständnis nicht behindert und sich auch nicht in seiner Ausdehnung feststellen lässt, so wurde von einer Ergänzung der vorliegenden Urkunde, aus der Vorurkunde Abstand genommen.
Places
- St. Pölten
St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1370 VIII 28, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StPCanReg/1370_VIII_28/charter>, accessed 2025-04-05+02:00
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