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Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1375 IV 01
Signature: 1375 IV 01
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1. April 1375
Probst und Convent reversieren wegen der Rohrer Stiftung.1
Source Regest: 
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 160
 

cop.
B, 107' nr. 171.

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    Wir Lewtold von gots gnaden probst,a Engelprecht techant und wïr der convent gemaindlich des goczhaus ze Sandpolten vergehen und tün kunt offenlich mit dem brief für uns und für all unser nachkomen allen den di in sehent hörnt oder lesent‚ di nu lebent und hernach chunftig sind, umb di zehen phunt gelts di der erber herr her Gotfrid von Rör selig von uns und unserm goczhausa gechauft hat‚ igleich phunt gelts umb fümfzehen phunt wienner phening, der wir von im und seinen erben genzlich verricht und gewert sein und di er uns und unserm gozhaus herwider gegeben hat, di gelegen sind auf den hernach geschriben gütern gestifter holden: von erst dacz Rekleinstorf auf Chunrat dez Treiber anderhalbemb lehen aindlef schilling und für hüner und für aier sibenthalbemb phenning gelts, auf Fridreichs lehen pei der Gazzen siben schilling zehen phenning und für hüner und für aier aindlef phenning gelts, auf Stephans lehen dez Chlaindinsts siben schilling zehen phenning und für hüner und aier aindlef phenning gelts, auf Petreins lehen dez Haüner und Seidleins dez Swabenc zehend schilling zehen phenning und für hüner und aier siben phenning gelts, auf Wolfarts dez Aidem zwain lehen fumfzechen schilling minner zehen und für hüner und aier achzechen phenning gelts, auf Niclas lehen des Wagner siben schilling zehen phenning und für hüner und aier siben phenning gelts, auf Ulreichs lehen dez Lewbler sechs schilling zehen phenning und für hüner und aier aindlef phenning gelts, darnach Christan der Pürger ame Widemhof ain phunt zehen phenning und für hüner und aier aindlef phenning gelts, Philipp von Rust von ainem weinzürl gericht siben schilling phening gelts, und Hainreich di zeit amman ze Rekleinstorf von pürkchrecht ekchërn dreizzich phenning gelts. Und zü den egenanten zehen phunt gelts hat uns der erber herr herf Christan von Rör und sein erben zwai phunt gelts gegeben ze hilf und ze stewer zü der ewigen mess dem ewigen järtag und dem ewigen liecht, als hernach geschriben stet an dem brief, di wir in auch verchauft haben igleich phunt gelts umb fumfzehen phunt wienner phenning, der si uns auch genzlich verricht und gewert habent, und di gelegen sind dacz Weigling auf Chunrats lehen ain halbs phunt und do selbs auf dez Lechner lehen ain halbs phunt gelts und darnach dacz Okchstorf auf Dietreichs lehen ain phunt gelts. Wann si dez daucht, daz wir di egenanten mess den järtag und daz liecht mit den vorgenanten zehen phunt gelts nicht lobleich noch genzlich in gots lobe und ere begen noch volpringen mochten, darumb luben und verpinden wir uns und für all unser nachkomen mit dem gegenwürtigen brief, daz wir von den obgenanten zwelif phunt gelts den vorgenanten hern Gotfriden selig und hern Christan von Rör und allen irn vorvodern und nachkomen selen, genant di Rorer, got ze lob, sand Marie und allen heligen, ze hilf und ze trost allen selen, ein ewige mess begen und volpringen sullen auf sand Johanns alter gots taüfer, di tegleich an underloz auf dem selben alter in unserm goczhaüs gesprochen und volpracht sol werden, darzü wir ain ewigs liecht mit zwelif schilling phenning aus den egenanten gulten stiften sullen, daz nacht und tag * vor dem selben alter * prinnen sol; darnach sullen wir in jerlich ainen ewigen jartag begen in dem vorgenanten unserm goczhaus * dez suntags wenn sich daz advent unsers herren anhebt, daz man singt Ad te levavi, an dem abent mit der grozzen gesungen vigilii * und an dem margen darnach mit ainer gesungerg selmess und mit fumf gesprochen messen mit grossem gelaüt und sëlterlesen, und sullen auch zwelif stekch cherzen und zwo wandlung cherzen prinnen pei der vigilii, und anh dem jartag sol ein guldein tuech* auf di pär gedakcht werden, und sullen wir dann dem priester der di obgenanten mess auf sand Johanns alter teglich spricht all tag geben fumf phenning von acht phunt phenning aus den egenanten gulten, davon wir di mess volpringen und ausrichten sullen, und waz dann der selbem acht phunt uber di mess phenning uber wernt, di sullen gevallen ainem amptmann in unserm goczhaüs, der di selben fumf phenning dem priester raicht und gibt für sein müe‚ där zü sullen wir von den egenanten gulten umb ain phunt phenning zwelif phunt wachs chaufen, daraus man di vorgenanten stekch cherczen machen söl, di bei dem jartag prinnen sullen, und waz danne der cherzen ubermazz wirt, di sullen bei der ewigen mess teglich verprinnen; darzü wer das selampt singt zu dem jartag, sol man geben zehen phenning, und di die selmess sprechent iglichem priester sechs phenning, den schulern von den seltërn ze lesen zwelif phenning, und dem mesner von dem geläut zwainzig phenning, dannoch sind ubermazz der obgenanten zwelif phunt gelts zehen schilling minner zwelif phenning, sullen an dem jartag getailt werden under di gemain unserer khorherren, daz si den jartag di mess und andern goczdinst desselbem tags dester loblicher in gots lob und ere begen, ze hilf und ze stewr zu ïrn gewondlichen phrünten. Auch mugen und sullen si oder ir erben ainen erbern diener selbdritten mit drin pherften jerlich zu dem jartag gesenten, der * beschaw ob der jartag mit den messen und mit ander Stift als oben geschriben ist begangen und volpracht werde, dem wir dann selbdritten mit drin pherften zwai mal chost und fueter und häw geben sullen. Darzü sullen di egenanten her Christan von Rör und sein erben oder hern Gotfrids erben von Ror, daz Rorer haizzent‚ der obgenanten gult und gueter recht erbvogt sein, mit der beschaiden daz in di egenanten holden iglicher besunderlich von seinem behausten und gestiften güt * ain vogthüen, der mit der sum zwelife sind, * jerlich an sand Michels tag raihen und dienen sullen* wo si die umb Santi Polten stat hin vodernt ze geben inner zwain meilen unverzogenlich und nicht mer zu einer ewigen gedechtnüzz daz di vorgenanten stift* von den Rörern herchomenj sei, also daz si den egenanten holden von der selben vogtei wegen chain beswerung tün noch chain andrew vodrung hinz in haben noch von in nemen sullen vil noch wenig, denn nür daz in di egenanten holden der egenanten zwelif vogthünr gepunden sind ze geben und nicht mer, es wär dann daz in di * holden di selbem vogthünr * auf den egenanten sand Michels tagl verzugen und nicht richteten und gäben, so sullen si diselbem holden darumb notten mit unserm gutlichen willen, * so lang unz daz si di vogthünr * richten und geben. * Wer auch daz si di selbem holden läut und guter von der erbvogtei wegen ze vast beswërten und nötteten, so sull wir si mit erbern leüten ains oder zwïr darumb ze red seczen und ermanen, daz si von derselben beswërung lazzen und * den holden ïr scheden di wizzenlich wërn, di si von der * vogtei wegen genomen habent, ganz und gar widerchern. Teten si des nicht, so ist daz ir gutlich will und günst, daz si der landes fürst in Osterrich oder wer seinen gewalt hat darzü notten, so vïl und so verr unz daz si den vorgenanten holden ir scheden ganz und gar widerchern. Wir sullen auch von den selben holden und güternm * chain unrechtlichew vodrung nicht nemen denn nuer ïrn rechten dinst, ausgenomen aller ïr rechtlicher wandl, wi di genant sind. * Wër aber daz wir si unrëchtlich beswërten und notteten, so sullen si auch ains oder zwïr darumb mit erbern leuten ze red seczen, und waz wir dann unpilleicher vodrung, di wizzenlich wärn, genomen hieten von den holden, di sullen wir in genzlich widerchern. Wolten wir aber dez wider sein, so ist daz unser gutlich will und gunst, daz uns auch der landes herr in Osterrich oder wer seinen gewalt hat därzü notten, so lang unz daz wir den * holden * di unrechtlichn vodrung* widerchern.*** Wêr auch daz wir di egenanten ewigen mess, den ewigen jartag, daz ewige liecht nicht begiengen und genzlich volprachten, in der mazz als oben an dem brief geschriben ist und auch benant, so sullen si uns ains oder zwïr mit erbern leuten darumb ze red seczen und ermanen, daz wir all saumung des * goczdïnsts, volpringen und erstatten. Tün wïr aber dez nicht, so ist daz unser gutlich will und gunst, daz si sich dann der obgenanten gult und güter underwinden und underziechen sullen und mugen * und di so lang * innhaben sullen, unz daz wir all * saumung di wir an den egenanten goczdinsts versaumpt haben genzlich volpringen. Und wenn wïr daz getan haben, so sullen uns und unserm goczhaus di obgenanten gult und guter und leüt genzlich von in ledigo sein und gevallen an allen irsal. Wïr sullen auch umb di egenanten zwelif phunt gelts nach der zwaier brief sag‚ der wïr vor malen ainen hern Gotfriden seligen von Rör und sein erben und den gegenwürtigen brief den wir hern Christan von Rör undp seinen erben gegeben haben umb di egenanten ewig mess, den ewigen jartag und umb daz ewig liecht, nicht mer gepunden sein ze begen und ze volfüern dem egenanten hern Christan von Rör und seinen erben und hern Gotfrits erben von Rör noch allen Rorern denn nüer der vorgenanten ewigen mess dez ewigen jartags und dez ewigen liechts, als vor an dem brief geschriben und benant ist, den wir dem egenanten hern Christan von Rör und sein erben und hern Gotfrits erben von Rör gegeben haben. Mit urchund dez briefs besigelten mit unserm und unsers convents baiden grozzen anhangunden insigl. Geben nach Christi gepürde dreuzechen hundert jar darnach in dem fumf und sibenzkisten jare, dez suntags ze mittervasten, wenn man singt Letare.
    Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 160-164
    Editions
    • Duellius, Exc. Gen. 67 nr. 110 (Auszug aus B).2


    Notes
    11 Vielfach nach den Vorurkunden. besonders nr. 668. 2 Dazu bemerkt Duellius: Et haec charta et subsequentes manu saeculi XV adiunctae sunt, praeter eam nr. CXV (d. i. nr. 181 der Hs.), quae saeculo dernurn XVI exarata est.a fehlt. b beidemale -halbm mit Abkürzungszeichen.c die Vorurkunde hat Swabs, flectiert also stark. d die Vorurkunde hat siben. e die Vorurkunde hat von dem. f beides ausgeschrieben.g so. h über der Zeile nachgetragen. i di stat, vgl. die Vorurkunde. j bechomen, vgl. die Vorurkunde S. 124.k dew. l fehlt, siehe die Vorurkunde. m güter, vgl. die Vorurkunde S. 124, Mitte. n unrechlich. o legig.p infolge Seitenwechsel wiederholt.
     
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