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Charter: St. Pölten, Augustiner Chorherren (976-1668) 1377 VIII 13
Signature: 1377 VIII 13
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13. August 1377
Die Gebrüder Rädler von Sichtenberg bestätigen und erweitern die Stiftung ihrer Vorfahren in der Feste Sichtenberg.
Source Regest: 
LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 194
 

orig.
Current repository
HHStA Wien AUR (http://www.oesta.gv.at)

von sechs Siegeln ist nur ein Bruchstück des zweiten vorhanden;
Material: Pergament
Condition: vom Moder stark angegriffen
    Graphics: 

    cop.
    C‚ 313 nr. 520 (Bruchstück, siehe die Note 2); D, 370 nr. 355.

      x
      Ich Gerung, ich Mertt, ich Janns und ich Pawl di Rêdler von Sichtenberch und all unser erben wir vergehen und tün kunt offenlich mit dem brief allen den di in sehent hornt oder lesent‚ di nu lebent und hernach chunftig sind, umb di mess di von alter herchömen verwest und gesprochen ist an underloz von unserr rechten pharr ze Hürben all veirtaeg und all vreitaeg in sand Achacna chappellen in unserr vest dacz Sichtenberch unz auf den heutigen tag, und sol ouch fürbas ewichlich in derselben chappellen gesprochen werden, darzü unser vorvodern ze hilf gegeben habent dï güter und gult di hernach geschriben stent zü den gülten und unser vordern selig zu der vorgenanten messe vormaln2 [auß dem guet datz] Sichtenberkch gegeben und ouch gestift habent: ain lehen dacz Tuerrenhofen do di zeit Christan aufsiczet, davon man jerlich dïent fümfzikch wienner phenning, an sand Michels tag dreu herbsthüner und all hochzeit dreistund im jar sechzigb phening für chês; und ain lehen im Velbrêch do di zeit Wolfher auf siczet, davon man jerlich dient ain halbs phunt pheningc an sand Michels tag‚ und alld hochzeit dreistund im jar ächt und virzig phenning für chês, drew vaschanghuener; und dacz Sichtenberch aine hofstat da Prentel auf siczt, davon er jêrlich dïnt vir und zwainzig phening an sand Michels tag; und ain jeuch weingarten gelegen dacz Waczmanschïrhen. Und dar zü so haben wïr oüch vorgenantf Gerung, Mertt‚ Jans und Paul di Redler und all unser erben uns und allen unsern vorvodern und nachkömen selen ze hilf und ze trost, got ze lob und Marie und allen heiligen gestift und geordent daz selgerêt und die mess als hernach geschriben und benant sind mit sechs phunden und virzig wiennêr phening gelts di gelegen sind ouf den nachgeschriben gütern: von erst ain phunt gelts dacz Seben ouf ainem güt, do der Pöndel auf siczet und dient davon ouch ain phunt phenning an sand Michels tag; und dacz Sichtenberch ouf ainem lehen do der Hendel auf siczet ain phunt phenning geltes, daz man jêrlich dient an sand Michels tag; dieselben zwai phunt gelts sullen gevallen ze hilf der ewigen mess dacz Sichtenberch und umb ein ewige wochenmess in sand Kathreing chappellen dacz Hürben, di unser vörvodern ouch gestift habent, di man ewichlich all wochen sprechen sol an dem montag; moecht aber dez nicht gesein an demselben tag, so sol dieselb mess an ainem andern tag in derselben wochen ervolt und volpracht werden. Und dar zü di fumfzehen schilling phenig dacz Tuerrenhofen und di dreizzich phening geltes dacz Czikaniczsperg gelegen; dieselben zwai phunt geltes sullen gevallen zü zwain jartêgen di man uns und allen unsern vorvodern und nachkömen ewichlich begenh sol in sand Kathreini chappellen dacz Huerben; und sol der erst jartag begangen werden in der vasten dez suntags nach quatempmerj mit ainer gesungen vigilij und am mentag darnach mit siben messen, der man zwo singen sol aine von unser frawn und di aink von allen selen, und di fümf mess sullen daründer gesprochen werden, und sol man dann aufzunden di zwelfpotencherzenl; und ezm sol ouch daz ain phunt geltes jêrlich zü dem jartag gevallen und getailt werden von dem pharrer ze Huerben, dem vor aus desselben phunt geltes drei schilling gevallen sullen für chost und für sein müe, und den zwain gesellen daselbs sechzig phening, daz si unser all zeit gedenkchen in irem gepet hinz got und daz si ouch mess sprechen und singen helfenn zu dem jartag; den fremden herren di die [vor]genanten mess sprechent ir ïglichem zehen phening umb zwai phunt wachs zü den egenanten zwelifpoten cherzeno vïrzig phening und dem mesnêr zehen phening; und der ander jartag sol begangen werden [auch] mit ainem phunt gelts dez nachsten suntags nach den quatempmernp in dem herbst ouch all jar, in aller der mazz und in den rechten als der obgenant jartag begangen wïrtq als vorgeschriben stet. Wêr aber daz ein veirtag geviel in welhem jar daz wêr und als oft daz geschêch an der montag ainen nach den quatempmernr alss di zwen jartêg begangen süllen werden, so sullen dieselben jartêg ewichlich begangen werden an dem nachsten werichtag in derselben wochen, in aller der mazze sot oben berüretu ist. U[nd] dann an denselben mentâgen daran di jêrtäg begangen werden, so sol der pharrer dacz Hürben der egenanten [wochenmeß] genzlich ledig sein desselben tagsv ze sprechen und sol dann dieselben mess ünder den egenanten vierw messen für aine an demselben jartag bezalt und genant werden. Man sol ouch unser und aller unsrer vor[dern] und nachkömen selen offenwarx ewichlich in der chïrhen dacz Hürben an den jartagen gedenkchen. Es sol ouch ein pharrer ze Hürben di obgenanten vir phunt geltes mit allen nüczen und rechten innhaben [mit] stewr und ungelt, auesgenomen dez pabsts und dezy bischofs stewr von Pazzaw oder dez herzogen stewr, dar zü di vier phunt geltes raihen und geben sullen ieglich phunt geltes dreizzich wienner phening und nicht mer. Und sol ouch der pharrer ze Huerben von ieglichem gestiften güt nicht mer nemmen ze anlait zehen phening und ze ablait zehen phening. Und darzue zwelf schilling phening geltes gelegen dacz [Turnhoven] davon man oüch jêrlich dient ain phunt phening dem pharrer ze Hürben zu der egenanten wochen mess in sand Kathrein chappellen dacz Hürben, und fümfzehen phening von ainem akcher an dem Hêperge derz von Fridreich von Siernikch herchömen ist und ainen phening von ainem chlainen akcher hinder der muenichherwerg dacz Sichtenberch; dieselben zwelif schilling geltes süllen innehaben di zechlaüt der pharrchirchen [datz] Hürben und sullen damit verwesen und ausrichten ain ewigs liecht daz tag und nacht prinne in sand Kathrein chappellen dacz Hurben unserr stift. Es sol ouch der pharrer dacz Hürben der zehen schilling phening [gelts] auf dem lehen do der Hêndel auf siczet dacz Sichtenberch, stiftêr und stoerêr sein ewichlich. Dar zu haben wir ouch fümf schilling und zehen phening geltes gegeben zu dem liecht gen Sichtenberch in sand Achacii chappellen: von erst drei schilling und zehen phening dacz Altenhofen auf überlende und dacz Winden sechzig phening geltes auf ainer hofstat und auf ueberlende zü den gülten, daz vor zü dem ewigen liecht cz Sichtenberch gehört hat daz ouch daselbs ewichlich tag und nacht prinnen sol. Di vorgenanten sechs phunt und vierzig phenning geltes und gueter mit allen ern nüczen und rechten, als wïr di in aigens gewer her pracht haben, haben wier gemacht und gegeben von erst vir phunt gelts dem pharrer ze Hürben zu der ewigen mess in sand Kathrein chappellen dacz Huerben und ze hilf der ewigen alten mess dacz Sichtenberch [in Sant] Achacij chappellen und zü den zwain jêrtegen und zü dem ewigen liecht in sand Kathrein chappellen unserr stift und zu dem ewigen liecht unser chappellen dacz Sichtenberch, also daz der pharrer ze Huerben [der egenanten] vïr phunt geltes und güter innhaben sol, so vorgeschriben stet; und süllen dann die zechläut dacz Hürben dï obgenanten zwelf schilling ouch treulich innhaben mit allen nüczen und rechten; und di fumf schilling und zehen phening geltes und güter di zü der cappellen dacz Sichtenberch von alter gehört habent, sol innehaben welher der eltist Rêdler under unserm gslêcht ist und tail hat an der vest dacz Sichtenberch, der sol ouch getrewer vogt sein aller der güter und gült di vorbenant sind, doch also daz man demselben von ieglichen gestiften güt jêrlich an sand Michels tag ain herbsthün ze [vogtrecht] dienen und raihen sol und nicht mer, und sol ouch di güter vogten an all beswërung. Wêr aber daz er di güter besweren wolt unpilleich, so sol sich dann unser genediger herr der herzog von Österreich oder sein anwolt wenn der angerüft wirt, derselben vogtei ünderwinden und di innhaben, als long unz daz der vogt von Sichtenberch allez daz genzlich widertue und widercher daz er un[pillich an der vogtei] getan hat. Ist aber daz unser nam abgieng, wann daz got wil, so sol und mag, welher dann der elter verweser und herr ist der vest dacz Sichtenberch, all di macht haben di wir [haben] so vorgeschribena* stet, und sullen oüch [all] di die dacz Sichtenberch gewalt habent [treulich und mit vleiß] sehen, daz all di mess di rechtlichenb* gesprochen sullen werden in sand Kathrein chappellen dacz Hurben und in sand Achacii chapellen dacz Sichtenberch, di zwen jartêg und ouch di ewige liecht, daz das genzlich volbracht werde und daran nichtes abge vil noch wenich. Es sullen ouch alle di die [in] der egenanten stift der mess, der jârtêg und des liecht getrewe ausrichter züseher helfer und verwesêr sind, tailheftigc* werden aller der gütetd* di vorgeschriben stente*. Wer ouch daz der pharrer dacz Hürben wer ie di zeit ist‚ saumig wer an den messen und an den jartâgen, darumbe sol in di herschaft dacz Sichtenberch und di zechläut dacz Hürben frewntlich ze red seczen und ermanen, daz er all saumung di geschehen sind widertue und genzlich ervoll dar nach in einem mêneid; ist er aber daran saumig oder sein nachkömen daselbs so sol und mag si unser genêdiger herr . . der bischof ze Pazzawe oder sein gewalt dar zü nötten so lo[ng]f* unz daz si all saumung gënzlich volpringen, daz si versäumpt habent ze geleiher weise als vorgeschriben stet. Wir sein ouch eines iglichen pharrer ze Hürben der obgenanten [gü]ter und gült recht gewern und scherm für all ansprach als aigens recht ist in Österreich; get in aber daran icht ab mit recht, daz sullen si haben dacz uns und ouf all dem güt daz wir haben in dem lande ze Österreich, wir sein lebentig oder tode. Mit ürchund des briefs besiglten mit unsern anhangunden insigln;3 und der sach sind gezeugen di erbern herren her Lewtolt di zeit probst dacz Sandpölten und her Marchart der Türs von Tïrnstain mit iren insigeln, di wir darumb vleizzichlich gepeten [ha]ben. Geben an Sandpölten tag, nach Christi gepurde dreuzehenhundert jar und in dem siben und sibenzkistem jare.
      Source Fulltext: LAMPEL, Urkunden Sanct Pölten (=FRA II, Wien 1901) S. 194-198
      Editions
      • Duellius, Exc. Gen. 119 nr. 144 (Exc. aus D).


      Notes
      11 Rückaufschrift des Orig. und Ueberschrift in C: Hurben Lastarff. — Der Redler von Sichtenberkch stiftbrief der mess in der chapellen ze Hürben und in der vest ze Sichtenberkch und zwair jarteg all jar. 2 Hier bricht C ab; sollte auch ihm schon die Lesung Schwierigkeiten verursacht haben, deren einige allerdings eben hier beginnen? Der Rest der Seite (mehr als zwei Drittel), die Rückseite des Blattes und die Vorderseite des nächsten sind leer geblieben. Der Ausfall ist bei dem, schlechten Zustande des Originals sehr zu bedauern; wir sind nun auf Emendation aus D angewiesen, deren Schreiber auch schon Leseschwierigkeiten hatte; aus dieser Handschrift ergänzte Stellen bringt der Text in eckiger Klammer.3 Nur das zweite, mithin das Siegel Martins, ist vorhanden und zeigt: IV A 2. † S. Ma .... (einige Buchstaben, etwa drei an der Zal, am Ende der Legende sind sichtbar, aber nicht zu entziffern; das übrige ist weggebrochen). a Achacii C. b sechzehen D. c 4 ß d.d fehlt in D. e auch ain D.f vorgenenter D. g Cathareien D. h begeen D. i Catharein D. j cottemer D. k ander D. l zwelf sontag kherzen D, er konnte also schon nicht mehr lesen; siehe S. 196, Note a. m fehlt in D. n helfen singen D.o auch D, vgl. oben Note g. p cottemer D. q auch D. r cottemern D. s fehlt in D. t als D. u bemelt D. v die Zeitangabe fehlt in D. w siben D. x offenlich D. y fehlt in D. z Herperge das D.a* geschriben D. b* jedenfalls nicht treulichen, wie D meint.c* tailhaftig D‚ taiheftig Orig. d* guttheit D. e* stet D. f* D hat lang.
       
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