Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 324, S. 416
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 324, S. 416



Wir Rudolph von gotis gnaden bisschoff zcu Missen bekennen — das wir schuldig synt — dem gestrengen knechte Vlmanne von Molbach, her Jane von Schonefelt zcu Nuenhayn gesessen, her Gerharde von Kynsch zcu Kotbus gesessen
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vnd Agnisen Vlmans elichin husfrauwen vnd sinen erbin vnd zcu getruwir hand Jane von Schonfelt zcu Redern gesessen dry hundirt schog gutir Behemischer gros- schen Pregir czal, do eyn iczlichir biderman den andirn wol mit beczalen mag, also wen wir eyn beczaln, das wir von dem andern ledig vnd los syn. Dy vorgeschrebin summe geldis gloubin wir Rudolph bisschoff zcu Missen uff den nestin czukirMtigin sente Michils tag adir vierczentage dar nach mit bereiteme gelde — zcu beczalene —. Des globin mit vns vnd vor vns als gute burgen der gestrenge Henrich von Koke- ricz zcu Welin gesessen, Otte von Hugewicz zcu Puczkow gesessen, Petir von Gusk do selbis gesessen, Caspar von Tannenberg, Jan vom Spal in der aldinstad gesessen, Michil Czigeler zcu Jawerin gesessen —. Ab wir sumig wurden, das wir sy nicht beczalten —, so gloube wir mit gesamptir hand also gute burgen — ynzcurytene kegin Dresden adir kegin dem Hayne in der czwier stete eyne in eyn erbar gast- hust, wo wir von en ingemant werdin, vnd dar inne inlegir haldin vnd dar us nicht zcu komen, sy werden denne beczalt gancz vnd gar houptgutis vnd schadin, den sy dar uff thun musten —. Ouch wenne wir vorgeschrebin Rudolph bisschoff zcu Missen vnd vnsir vorgenanten burgen vormant werden —, so gloube wir mit gesamptir hand keyner sich mit dem andern zcu schuczczen noch keyne widdirrede sal habin, wel- chir erst gemant wirt, der sal von stadan halden vnd in ryten iczlichir myt sines selbis libe, der ritter mit der dren pherden mit ezwen knechten, der knecht mit czwen pherden mit eyme knechte, adir eyn iczlichir eyn erbarn knecht mit also vil knechten vnd pherden vor sich in zcu senden vnd aldo innelegin vnd leisten als inlegirs gewonheit vnd recht ist. Ouch wurdis sache, das den vorgeschrebin VI- manne von Molbach, her Jane von Schonfelt, her Gerharde von Kynsch von vns nicht gehalden wurde uff dy ersten manunge vnd lengir manen sulden vmme er gelt, so mag der vorgenante Vlman von Molbach vnd sal adir er Jan von Schonfelt adir er Gerhard von Kynsch der drier eyn in ryten in eyne herberge mit dren pherden vnd mit czwen knechten vnd dar us manen, was dy dar inne vorczerten vnd vor- botelonten vnd schribelonten vnd schaden dorch der manunge teten, das gloube wir vorgnanter Rudolph bisschoff zcu Missen vnd vnsir burgin dy vorgeschrebin cze- runge vnd schaden zcu beczalen gancz vnd gar — glich dem houbtgute. Ouch ab is sache wurde, das Vlman von Molbach vnd dy synen dy vorgeschrebin sten uff dy ersten manunge nicht beczalt wurden dar nach in den vierczentagin, so mag Vlman von Molbach adir dy sinen — er gelt gewynnen zcu cristen adir in juden, wo sy das gewynnen mogin; was schade dar uff get, den gloubin wir Rudolph bisschoff zcu Missen vnd vnse burgen, das der schade uff vns ghen sal vnd uff sy nicht. Ouch sullen dy burgin in keynerleie wis usriten, sy wurden denne gancz vnd gar beczalt houbtgutes vnd schaden als der brieff uswiCt. Ouch gloubin wir Rudolph bisschoff zcu Missen vnd vnse burgen alle myt den andir dy vorgeschrebin sten, das sich keyner sal noch mag us czien mit syner manczal, sundir mit der ganczen summe des geldis vnd vnsir keyn sal do vor keyne hulfe rede nemen, vnd sullen das also an allis arg halden vnd ane geverde, als es obingeschrebin stet. Ouch globen wir Rudolph bischoff zcu Missen vnd vnse burgen das selbe gelt dy dry hundirt schog grosschin gutlichin zcu beczalne ane allirleie arg vnd an allen bosen
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intrag vnvorhindirt geistlichs adir wertlichs gerichtes, vnd en sal keyns zcu schaden komen das en dy beczalunge gehindern mochte Vlmanne vnd den syn, den der brieff zcu geschrebin ist, ouch ab icht schelens adir vorsumet were an dem brieffe, ab der brieff lochterechtig adir zurissen wurde adir der schriber zcu kurcz adir zcu lang geschrebin hette, do man brieffe adir globde mite gebrechin mochte, das sal dem vorgeschrebin Vlmanne von Molbach, her Jane von Schonenfelt, her Gerharde von Kincz noch Vlmans erbin in keyner mase zcu schaden komen an erre beczalunge. Ouch ab der burgin eyn teil von todis wegin abe ginge, da got lange vor sy, das sal Vlmanne keynen schaden brengen an siner beczalunge noch den syn. Das wir alle desse vorgeschreben rede stucke vnd artikel stete vnd gancz halden wollen jc.
Nach dem Liber Rudolphi fol. 12 im Stiftsarchiv zu Meissen.
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II, ed. Gersdorf, 1865 (Google data) 324, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StiftMeissenII/1714ebf1-7c6d-42d3-8604-fc8a42d30bda/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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