Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 165, S. 236
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 165, S. 236


Wir Meynher vnd Berthold von gotis gnaden des heiligen Romisehen riches burgrafen zcu Misne vnd grauen zcu deme Hartinstein bekennen offenlich an disem brife vor vns, alle vnser erben vnd nochkomelingen vnd tuhen kunt allen den, di disen brif sehen adir horen lesin, das wir mit wolbedochtem mute vnd gutem vpr- rate vnser frfinde vnd manne vorkouft haben rechte vnd redelichen, vnd ouch erb- lichen vnd ewiglichen, vnd vorkoufen ouch mit gutem willen den erbern herren . . deme tumprobiste, . . deme techande, den tumherren vnd deme ganczen capitil gemey- niclich der kirchen zcu Misne achtehalb schog ierliches zcinses vnd Fribergischir muncze gelcgen in velden vnd in dorfe zcu Gospeditz") in deme gerichte zcu Misne, mit allen rechten nuczczen eren dinsten vnd gerichten vnd gemeynlichen mit allen zcugeh6rungen, wy di namen gehaben m6gen, nichtis vsgenomen, als wir di bisher selbir brocht vnd besessin haben, di do ierlich geben vnd zcinsen sullen di noch- geschriben lute vnd ire nochkomelinge, als si ouch vor getan haben, Niczcze Lau- rencz von eynir hufen eyn halb schog groschen uf sente Michils tag vnd eyn halb schog uf sente Walpurgen tag, Albrecht Pukacz von eynir halben hufen fumfczen groschen vf sente Michils tag vnd fumfczen groschen uf sente Walpurgen tag, Jacof Glum von zcweyen hufen eyn schog groschen uf sente Michils tag vnd eyn schog uf sente Walpurgen tag, Mertin Schacz von drittehalbir hufen ff1mf mandiln groschen uf sente Michils tag vnd ff1mf mandiln uf sente Walpurgen tag, Petir Groppindorf von eynir hufen eyn halb schog groschen uf sente Michils vnd eyn halb schog uf sente Walpurgen tag, Nickil Glyne von eynem vierteil ackirs achtehalben groschen uf sente Michils tag vnd achtehalben groschen uf sente Walpurgen tag, Petir von Trebin von eynem virteil ackirs achtehalben groschen uf sente Michils tag vnd achte- halben groschen uf sente Walpurgen tag. Vnd haben en di selben achtehalb schog zcinses gegeben vmbe hundirt vnd zcwenczik schog ouch gutir Fribergischir groschen, di si vns iczunt zcumale vnd genczlich vnde ouch gereit vnd nf1czlich beczalet haben, der wir sy ouch quyt, ledik vnd loz sagen in disem brife, vnd haben en ouch vnd irem capitele vnd kirchen zcu Misne di selben oben geschriben zcinse vnd hufen mit alle irre zcugehorunge, als oben geschriben stet, durch got vnd vnser eldern vnd vnsers selbis selen selekeit willen geeygint vnd zcu rechtem eygen gegeben vnd vor- ligen, vnd eygen si ouch vnd geben si en in disem brife zcu eygen ewiclich vnd gerugiclich zcu behalden vnde zcu besiczen ane allirleye anesproche vnde hinderniCe, vnd haben vns der selben lute, zcinse vnd gfitere lutirlich vorczigen vnd an die egnanten herren .. den tumprobist, .. den techand vnd daz gancze capitil der kir-
a) Kobitzscb, Par. Taubenbeim? Vgl. Bd. I. S. 424.
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chen zcu Misne, als an ire rechten herren gewiset, vnd vorczihen ouch vns der williclichen an disem brife vnd wisen si ouch an di selben egnanten herren mit allen rechten eren dinsten nuczczen gerichten vnd gewonheiten, als oben stet geschriben ewiclich alzo zcu behalden, zcu haben vnd zcu besiczen. Ouch ist sfindirlich geredit vnd geteidingt vmbe Henczil Fuest syne erben vnd nochkomelingen, den wir mit zcweyn schocken zcinses von zcweyn hufen, zcu eyme altir zcu deme Hartinsteyn vormals geeygint vnd gegeben haben, daz der vnd sine erben vnde nochkomelinge alle gemeynschaft vnd gewonheit mit den egnanten nagebuyrn in deme selben dorfe vnd velden halden vnd tuhen sullen, vnd zcu der egnanten herren gerichten vnd dingen, als dicke, als daz not ist, gehen vnd gesten sfillen vnd do selbins von iren lfiten recht nemen vnd geben, tuhen vnd liden, wenne sich daz geborit. Was abir der selbe Henczil adir syne erben vnd nochkomelinge do selbins vorbfisten, daz sul- len die egnanten herren an vns wisen adir weme daz hir nach wirt geb6ren. Daz alle diCe obengeschriben rede, stucke vnd arfikil gancz vnd vnuorbrochenlich gehal- den werden, haben wir vnser beidir insigil mit gutem willen vnd wissen an disen brif laCen hengen, der gegeben ist noch Cristi gebfirte driczenhundirt iar in deme eyn vnd achczigistem iare, am achten tage sente Petirs vnd sente Paulis der heiligen zcwelf boten. Do by sint gewest vnd sint geczflge vnser liben getruwen Bertholdus vnser oberste schriber, Hans Ywanwicz vnser voyt. Hans von Stuchow, Reynhard von Reynsberg, Reynhard von Richinstad, Heynrich von deme Walde vnd Heynrich von Grusen, vnser dynere vnd andir bedirbir lute gnuk, vf deme huse zcu Misne in vnserm hofe.
Nach dem Orig. im Stiftsarchiv zu Meissen mit den Siegeln der Burggrafen an Pergamentstreifen.
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II, ed. Gersdorf, 1865 (Google data) 165, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StiftMeissenII/2623ea3c-b09b-4bf6-93a1-aa6a0593e3c9/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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