Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 348, S. 438
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II Band, Nr. 348, S. 438


Wir Rudolff von gotis gnaden bischoff czu Miessen bekennen — das wir rechtir redelicher schult schuldig sien der edlen frawn Katherinen von Donyn, hern Bernhard von Camencz wetwen vnde den gestrengen Wulfram vnde Fryczold gebru- dern von Richenbach vnde*yren erben hundirt schog gutir Bemisscher grosschin Pragisscher muncze, dy sy vns wol czu danke an gereitem gelde gelegen haben, sullen vnd wullen en dy gutlichin weider geben vnde beczalin alse uff dissen neest zukumfftigin sand Michils tag obir eyn jar vnvorczogelichen mit gereitem gelde yn dy stad czu Dresden ader czwey mylen neest dorvmbe, wo dy vorgnanten vnser
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glouber yre beczalunge lybist wollen nemen —. Wolden dy vorgnanten — yn dem andern yare nach datum dissis brieffis — yre gelt wedir haben vnd das an guter legen — das sullen sy vns eyn virtil yars czu vor uff sagen, so sulle wir en denne yr gelt in dem neesten virtel yare dornoch beczalin —. Das globe wir egnanter Rudolff bischoff — vnd glabet mit vns vnd vor vns vnser liben getruwin Hannes von Grislaw der elder zu Diterichspach gesessen, Heinrich von Ponkow, Jan vom Spall in der alden stat gesessen, Gunther von Hugewicz zu Nuenkirche gesessen, Otto von Gorewitz zu Stroppow gesessen vnd Hannes von Hugewicz zur Poczkow gesessen alle mit gesamptir hand —. Geschege aber dy beczalunge nicht — so glabe wir burgen — welcher vor gemanet wurde, — sal von stundan yn ryten yn dy stad zu Dresden yn eyn erbar gasthus —. Ouch glabe wir — Rudolff bischoff zu Missen einen gnanten czins zugeben von dem gelde, von czehen schocken eines, dy wile wir das gelt vnderhaben, desselbien czinses wir en vier schog yn vnseini dorffe Vieschbach uff vnsern luten bewiset haben, dy ubenen sechs schog sulle wir en — vz vnser kamer reichen —. Ouch sullen dy selbien vnser lute zu Visehbach — en czwene tage ym yare, wen sy das furdern vnd bedurffen, zu hofe dynen — ouch mogen sy dy selbien zu Vieschbach vmb yre czinse pfenden — so doch das sy achtage do vor, ey sy pfenden, wirdet es en noit syn sullen, manen —. Ouch glabe wir vorgnanten sachwaldiger vnd burgen dy vorgeschreben summa geldes zu getreuwer hand hern Hanse von Waldaw ritter vnd Franczen von Kalkruthe mit allen stucken vnd globden alse vorgeschriben steit —. Zu orkunde vnd grosser sicherheit — anno domini M° CCCCmo XIII.
Nach dem Liber Rudolphi fol. 61 im Stiftsarchiv zu Meissen.
Urkundenbuch des Hochstifts Meissen II, ed. Gersdorf, 1865 (Google data) 348, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/StiftMeissenII/e099dbac-4038-4bea-a8b3-c9746e28c6a3/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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