Codex Diplomaticus Steinfordiensis oder Urkundensammlung zur Geschichte der Herrschaft Steinford, Nro. ХСШ. , S. 365
Codex Diplomaticus Steinfordiensis oder Urkundensammlung zur Geschichte der Herrschaft Steinford, Nro. ХСШ. , S. 365








Codex Diplomaticus Steinfordiensis oder Urkundensammlung zur Geschichte der Herrschaft Steinford, Nro. ХСШ. , S. 365
Nro. ХСШ.
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1417.
Ex Autographo. >
Wy Burgermeistere ind raid der Stad Duisborch bekennen in difsen apenen brie- uc, dat vor vns komen syn Maes Kruse vnd Wilken oppen Zande, ende hebben gelaeft van Godeken Loitvelt, dat hy geyne Ansprake of nymant van synre* we gen en sal doen op Uwer Gnade Lant int Lude Jonchere Ludolff Here van Steinvorde as von deser Vencnis- se wegen, indem dat hy quiet gescholden, inde eme syn haue weder gerichtet wer de, ind dair vur willen wy guet wesen. Dis to tuge ind wairheit hebben wy on- ser Stad signyt an difsen brieff gehangen. Gegeuen int yair Dusent vierhundert inde seuentyen. Opp sun te Martyns Dach in den Winter. -
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te sich mit Cunegunbe von Borchorft (Jung c. v. p. 328.); aber die Ehe blieb kin derlos, und schon im vierten Jahre darnach, 1424, starb Ludolph VII; in,ihm erlosch der Mannesstamm dieses Edlen Geschlechtes.— Merkwürdig bleibt die auf seinem Krankenbet te i. I. 1421 noch getroffene Anordnung, sich mit dem Stifte Borchorst völlig zu vergleichen, und für die gewagten Eingriffe in die Stifts« guter Ersatz zu leisten (Münst. Urkundensamml. IV. S. 340.). Er war den 2ten Sonntag nach Ostern d. I. schon todt (Münst. Urk. Samml. I.V. S 354). N.
Al0. xciv.
Auszüge aus Original-Urkunden, die
Schloß-Kapelle zu Steinford und
zu Elte bei der ehemaligen Schwanen-
burg betreffend.
Von 1342—1421.
1. Pabst Benedict XII. verleibet zu Avignon durch neun Bischöfe einen Ablaß von 40 Tagen Wen, welche die auf dem Schlosse Steinford ge« stiftete Kapelle an bestimmten Festtagen besuchen, oder derselben etwas schenken, oder auch für Hen rich Rikebertoldlnk, den Geistlichen und Be förderer dieses Ablaßes, beten würden. 1342.12. Febr.
< 2^3
2. Godbert von SHeven verkauft dem Herrn Wessel Kordweverink, Priester, zwei Stücke Landes, gelegen in dem Kampe, Bredewerk ge nannt. 1359.
3. Bernd Schottelman, seligen Wernekes Schottelmans Sohn, verkauft für eine ihm bezahl te Summe Geldes dem Herrn Wessel Kordwev e- «ink, zeitlichen Kapellan des Herrn von Stein ford, und dessen Erben, «ine Brede Landes, bele gen auf der lütken Beste (kleinen Festung), ge nannt die Bakenbrede. Der Verkauf gescha zu Steinford vor dem Richter Iohan Grawext und den Scheffen der Stadt Steinford, Gise de Rokelose, Helmich de Grüter, Bernd Sunewech und Gerd Bolte, und vor den Umstehenden des Gerichts, Bernd Pulcien, Henrich Terbrüggen, Iohan von Weteringhe, und andern (begüterten) Leuten. Besiegelt auf des Gerichts und des An« kaufers Verlangen durch Henrich Ter Brügge Bür ger zu Steinford. Der Verkäufer behielt sich aber den. Zehnten aus diesem Grundstücke bevor. 1269, auf Remigius.-^
4. Bernd Schottelman verkauft dem Herrn Wes sel, Knpellan des Herrn von Sleinford, die Brede Landes oben Conerding mit der An melde, und ein Stück Landes auf dem alten Rod-
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de, fern« ein Stück Landes, das Flachsstück ge nannt, und das lange Stück. 1370.
5, Gerd von Bordewyk, Knape, verkauft den Herren Iohan Grawert und Gerd Lam« bertink, Priestern, die Breismans Hove in der Bauerschaft Hollick im Kirchspiel Steinford für durchschlachtig freies Gut, außerhalb vier weis se Becher (veir nitte Leerer) auf St. Martins Abend für die Tafel des Herrn von Stein ford zu geben. 1379.
6. Die Gebrüder Diderich und Herman Strick verkaufen dem Herrn Lubbert Vronhove, Prie ster, den Wüllerkamp im Buddeshoren im Kirchspiel Steinford in der Bauersch. Hollick, mit Vorbehalt des Zehntens daraus. 139l.
7. Herman Strick, Knape, verschreibt dem Herrn Lubbert Vronhofe, Kapellan des Hau ses Steinford, und dessen Hausfrau*) ei ne jährliche Rente von 3 Schillingen auf Martini, aus dem Müllers Kamp in der Bauersch. Hol lick Kirchspiels Steinford 1408. ,
*) d. i. Eomubine.
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8. Iohan Schulenborch und Gese seine Haus frau bekennen für sich und ihre Nachkommen, dem Vicarius des hohen Altars unserer Frau auf der Kapelle zu Steinford, aus SchuickelS Kamp, belegen bei Rastakenkamp, jenseits des heiligen Stuhles zu Ielen (Sellen) jährlich 4 Schillinge Münsterisch, auf St. Gereons und Victors Tage entrichten zu müßen, wovon dieser Vicarius die eine Hälfte behalten, die andere dem Rector der Kapelle unserer Frau auf der Burg, und dem Kapellan des St. Georgs Al tars überreichen solle. Besiegelt mit dem Siegel des Iohan Schulenborch, was er noch als Richter zu Steinford brauchte. 1408.
Dieses Siegel ist nur ein Familien «Siegel der Schulenborchs, wahrscheinlich vom Hause Schu lenburg bei Feldhausen im Bentheimschen, da die Beamten Vasallen waren.
9. Gisbert Funcke, Priester, Herman Terwege, Bernard Werning von Borchorst, Magister in den geistlichen Rechten, und Iohan Schryver, Vicari- en auf dem Schlosse Steinford, beurkunden, einen oberlandschen Rheinschen Gulden Iahrrent« auf Ostern zu bezahlen, von Iohan von Metelen, ge nannt Ter Log he, gekauft zu haben, mit Vor« behalt der Ablöse. 1408 auf I.»et2ie.
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10. Lubolph, Herr zu Steinford, verschreibt den vier geistlichen Beneficien seiner Schloß kapelle 32 Schillinge aus dem Hofe Vöcking zu Wüllen, aus dem Sprakel, geheissen die Schunle, und aus dem Garten vorder Was serpforte, zwischen dem Steinwege und dem Hofgarten oben der tiefen Stege, die vom Brüggenkamp dahin führt. 1412-
ll. Herman TenLütkenhorst beurkundet v« Coep van Godelinchen, Richter und Gogreve auf dem Rüschauwe, und den Assessoren Dide- «ich von Heeck und Otto Bischopink Amt- man zu Steinford, dem Edlen Junckern Evei- wyn, Grafen zu Benthem und Herrn zu Stein» ford, fünf Malter Gerste, jährlicher Guide, aus dem Hofe Spenninrberge im Kirchspiel Bor- chorst verkauft zu haben, welche der Graf und sei ne Erben jährlich auf Maria Lichtmesse, oder acht Tage vor oder nach, mit 100 oberländschen Rheick schen schweren Gulden lösen konnte. 1412, auf St. Valentin.
Da diese Urkunde sich unter den Dokumenten der Steinford er Schloßkirche findet, so mag sie hin auf Bezug gehabt haben. (V.R.)
12. Alheid von Depenbroke, Wittib Ger hards von Depenbroke, Burgmanns zu Stein-
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ford» schenkt dem Kapellan und den Vicarien auf dem Schlosse Steinford den Kamp Lütke Wytel beim großen Wytel bei der Sunder Ste ge vor der Stadt Steinford, und zwar dem Io- han von Ochtorpe, Benesiciaten und Rector der gedachten Kapelle und seinen Nachfolgern im Rectorate, zu ihrer, ihres ersten Mann es, Gotfrid Nerigen, und ihres zweiten Mannes Gerhards Seelengedächtniße. 1414. 30. Juni.
13. Ludolph, Edler Mann, Herr zu Steinford, l>v 7 I^uäolpli ete.) schenkt mit Bewilligung des Edeln Everwyns von Güterswich, seines Schwiegersohnes, und dessen Gemahlin Mechtild von Steinford, seiner (einzigen) Tochter, dem Herrn Iohan Nyhuse, seinemKapellane, für die ibm in seiner Krankheit*) bewiesenen Dienste den Nies brauch auf Zeit Lebens aus «dem Müh lenkamp mit seinem Zubehör vor Steinford bei der neuen Mühle gelegen, und aus zwei Garten, wo von der eine der böse Kolen Garten Heisse, und bei diesem Kamp gelegen sei am Rockenkamp, der an dere in der Mühlen-Stiege, so wie denselben Go- deke von der Scheuen von ihm ehemals zu Lehen getragen habe. 1419. auf Willebrordi.— (7.No- vemb.)'*)
*) Vgl. die Urk. Aro. 51. S. 340. im IV. B. der
Mimst. Urk. Samml. ") Ist bei lunß c. v. ?. 354 abgedruckt.
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14. Everd vonBoeclo, Burgmann zu Nien- borg, Gosteke, seine echte Hausfrau, Everd u. Life, ihre beiden echten Kinder, verkaufen vor Engelbert von der Beke, Gogi-afen ihres gnädi gen Herrn von Münster zu den Sandwellen, und Kurgenossen Eilhard von Metelen und Albert von Buerse und Andern, den Kapellanen auf dem Hanse Steinford 9 Schillinge Geldes ewig« jährlicher Rente, Stadt «Münsterscher Wahrung, aus ihrem eigenthümlichen Erbe Leiffordinch im Kirchspiel Nordhorne in der Bauerschaft Baeclo, für 50 Münstersche Marken, binnen Steinford den erwähnten Kapellanen jährlich auf Mariä Lichtmesse zu zahlen, wovon eine halbe Mark zu einer Memorie des seligen Diderichs von Hameren, und drei Schillinge zum Licht der Kapelle des Hauses Steinford verwendet werden sollten. 1421 am fünften Tage nach der Oster-Octav.
Die drei Siegel, des Gografen zu Sandwelle und des Baters und Sohnes von Boeclo sind ab« gefallen^
Urkundensammlung Herrschaft Steinford, ed. Niesert, 1834 (Google data) Nro. ХСШ. , in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/UrkSteinford/5c6c0bcb-d5ae-4dad-bfc7-696cfdf0725b/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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