Charter: Heiligenkreuz, Urkunden (~1133-1775) 1365 XI 09
Signature: 1365 XI 09
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9. November 1365, Wien
Gerichtsbrief, ausgestellt von Bruder Thomas, Kellermeister der Abtei Heiligenkreuz, zu Gunsten derselben wieder Heim von Teesdorf, wegen versäumter Zahlung schuldigen Burgrechts von einem Hofe zu Simmering.Source Regest:
WEIS, Heiligenkreuz (=FRA II/16, 1859) S. 275, Nr. 252
WEIS, Heiligenkreuz (=FRA II/16, 1859) S. 275, Nr. 252
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Stiftsarchiv Heiligenkreuz (http://www.stift-heiligenkreuz.at)
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Mit drei Siegeln.
Material: Pergament

Ich Pruder Thöman zu den zeiten obrister Chelner dats dem heiligen Chreütz vergich offenlich an dem brief, das für mich cham, do ich sas an des Conuentes stat gemein an offen gericht, Pruder Jans desselben Ordens, di zeit Hofmaister in der selben meiner Herrn Hof ze Wienn, vnd chlagt mit vorsprechen an des Conuents stat gemain datz dem Heiligen Chreütz, der im di chlag het aufgeben ze Flüst vnd ze gebin, das derselb Conuent dats dem Heiligen chreütz hiet ain phunt wienner phening geltzs Rechts Purchrechts auf einem hof gelegen zu Simaning vnd auf Siben phunden vnd dreizzich wienner phenning geltz gelegen auf akchern hinder dem aichech, der acht vnd dreizzich chräutgarten weren, vnd auf virtzehn schilling vnd zwain wienner phenning gelts gelegen daselbs ze Simaning auf zehen holden, das alles in den egenanten Hof gehört, vnd auch auf allew dew, vnd von alter zu dem selben Hof gehört, als ir brief sagt; das selb phunt gelts rechts Purchrechts hiet in her Haym von Tesdorf auf dem egenanten hof vnd auf alle dew vnd darin gehört, als vorbenant ist, versezzen, vnd darzu hiet in derselb her Haym aus dem egenanten Hof ze fremden handen pracht wider irn brief diselben Siben phunt vnd dreizzich wienner phenning gelts, darauf si auch das vorgenant phunt gelts hieten, vnd auch in den Hof gehörten, vnd chlagt vmb die selben Enphromdnuzz als verre, vntz daz do geuiel mit vrag vnd mit vrtail, er solt herrn Haimen von Tesdorf darvmb ze drin virtzehen tagen ze wizzen tun, vnd geschech denn darnach was recht wer. Dasselb ze wizzentun wider für den egenanten herrn Haymen ze drin viertzehen Tagen nach Landes recht, vnd sagt auch der vrounpot darum sein chuntschaft, als er ze recht solt, nach denselben drin virtzehen tagen vor offem gericht. Vnd darnach ward veruolgt vnd ertailt‚ Chem der egenant her Haym oder yempt von seinen wegen, der in ehafter not nach dem ze wizzentun beret, do geschech nach, was recht wer; Chem aber niempt, so solt der obgenant Pruder Jans dem rechten nachvolgen vnd seine rechte volfürn aber, als recht wer. Do cham der egenant her Haim, noch niempt von seinen wegen nicht für mich noch für offens Gericht; do ward noch gevragt, was recht wer. Do geuiel von mann ze mann mit vrag vnd mit vrtail: Seid der egenant her Haym das egenant phunt gelts Purchrechts auf dem egenanten Hof vnd auf alle dew‚ vnd dar zu gehort, versezzen hiet, vnd auch di egenanten siben phund vnd dreizzich wienner phenning gelts wider des Conuents brief aus dem egenanten Hof an ir wart vnd an irn willen ze fromder hant pracht hiet, vnd man im das nach Landes recht ze drin virtzehen tagen ze wizzen getan hiet, darvmb der vronpot sein chundschaft gesagt hiet, vnd er nach dem ze wizzentun noch niempt von seinen wegen nicht für recht chomen wern, so solt mir der egenante Pruder Janse mein recht geben, das hat er getan, vnd solt ich dem Conuent gemain dats dem Heiligenchreuts des egenanten Hoffs vnd der siben phunt vnd dreizzich wienner phenning geltes, di er ze fremden handen pracht het, mit sampt den virtzehen schilling vnd zway phenning gelts vnd mit alle dew, vnd dar in gehört, gewaltig machen vnd an di Gewer setzen. Das han ich auch getan also, das den der Conuent gemain mit aller zugehörung, als vorbenant ist, sol verchauffen, versetzen vnd geben, swem er well an allen chrieg vnd irrsal, vnd solt ich des dem Conuent gemain datz dem Heiligenchreuts mein vrchund geben. Vnd wenn ich selb nicht aigens Insigels hab, noch der egenant Conuent im selb mit irn Insigiln nichts besteten mügen, daruber so gib ich dem Conuent gemain dats dem Heiligenchreütz den brif ze einem offen vrchund vnd zu einer Ewigen vestigung der sache, versigelt mit der Erbern Lawt insigel, hern Paulen von Pawrberch vnd hern Jacobs des Hausgrafen Purger ze Wienn, vnd Symans von Tenndorf, die des tages des gedings gewesen sind, vnd auch der sache gezewgen sind mit iren Insigeln in selb an allen schaden. Der brief ist geben ze wienn nach Christi gepurd drewtzehen hundert iar dan in dem fünf vnd Sechtzigistem iar, des nasten Suntags vor sand Merten Tag.
Source Fulltext: WEIS, Heiligenkreuz (=FRA II/16, 1859) S. 275-277
Original dating clause: des nasten Suntags vor sand Merten Tag
Language:
Places
- Simmering (Wien XI)
- Teesdorf (GB BN)
- Wien
- Zisterzienserstift Heiligenkreuz
Persons
- Haim von Teesdorf
- Jakob der Hausgraf, Bürger von Wien (Siegler, Zeuge)
- Jan, Hofmeister am Heiligenkreuzerhof Wien
- Paul von Paurberg (Siegler, Zeuge)
- Simon von Tenndorf (Siegler, Zeuge)
- Thomas, Kellermeister in Heiligenkreuz (Aussteller)
Heiligenkreuz, Stiftsarchiv, Heiligenkreuz, Urkunden (~1133-1775) 1365 XI 09, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiAH/HeiligenkreuzOCist/1365_XI_09/charter>, accessed 2025-04-04+02:00
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