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Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1414 VII 04
Signature: 1414 VII 04
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4. Juli 1414 (Mittwoch), o. O.
Die Brüder Cenék, Walkun und Peter von Troyan verkaufen dem Pfarrer Andreas von Kirchschlag die Wiese Woholycze um sechs Schock Prager Silbergroschen und behalten sich für sechs Jahre das Rückkaufsrecht vor.
Source Regest: 
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 266 (S 176), S. 283
 

orig.
Current repository
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)

Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend: 1) Çenék von Troyan. Braunes Wachs, rund, 20/30 mm Dm. Umschrift: "S CZENCONIS D. T. OJ. N". Wappen: Schild mit Bruststück eines Mannes (Klimesch), Kopf mit Helm.
Seal: 2) Walkun von Troyan. Schale: Braunes Wachs, rund, 35 mm Dm. Kein Siegel erkennbar.
Seal: 3) Peter von Troyan. Wie 2. Siegel, jedoch Hälfte abgebrochen.
Seal: 4) Benesch Mazuta von Hörschlag. Nur winziges Fragment erhalten.
Seal: 5) Jan Plachtig von Borschov. Braunes Wachs, rund 30/35 mm Dm. Wappen: Ritter mit einem Schwert und Schild. Umschrift: "Ioh...."

Material: Pergament
Dimensions: 145 x 310/315 mm, Plica 20 mm.
  • notes extra sigillum
    • Rückseite: 1314 [!] / Kirchschlag wegen einer wisen / No. IX. / A: Clas: VI: Paroch: / Rub: d. Sig: 2.
Graphics: 

cop.
Kopialbuch A (1593) 18r-v.


    cop.
    Kopialbuch B (1597) 20v-21r.


      cop.
      K. Dolista (1982)

        x
        "Bud wssem znamo y swiedomo, kterzy tento list cztu, slyssie a nebo czysty budu, ze my Czenek(1), Walkun(2) a Petr(3) bratrzy z Troyan(4) s nassym dobrym rozmysslem y nassich przatel radu y s powolenym prodalitssme luku u Wokolucze(5) duchownemu y znamenitemu knyezy Ondrzeyowy v Swietliku(6) ffararzowy za sest kop grossow strzyebrnych razu Prasskeho sewssym prawem, jakoz sme ssamy drzely. A ty penyeze sme wzely od nyeho hottowe a luku rzeczenu sme gemu k prawemu diedyczwy postupyly, pod karuzto umluvu, mohly bichom my psany bratrzy tu gystu luku odkupyty w sesty letech, ze by nam rzeczeny ffaraz gy bezmatku postupyl. Paklybichom tu luku w sesty letech neodkupyly, tehdy psany knyez ffaraz muoz a ma sobie tu luku wyecznye zachowaty a z tu luku vczynity, jakoz sye gemu zapodobne zdaty bude. A my Beness Maczuta z Herrsslaga(7) a Jan Plachtig z Barssow(8) rukoymy slybugem za ny y s nymy psanu luku zprawyty a oswobodyty gednu ruku nerozdielnu proty kazdemu czlowyeku, kterehoz by stawu byl, podle obyczegye zemye czeske. A kdiz bychom toho nevczynyli, tehdy czasto rzeczenemu knyezy ffararzy slibugem na swobodnym diediczwy trzyetynu wysse vkazaty. Pachlybichom toho nevczynyli, tehdy, kterey by z nas byl napomanut od psaneho knyeze Ondrzeyge nebo od geho posslow, beze wssech omluw geden druhym sye neomluwage ma gyety geden z nas se dwyema konyema a s gednym pacholkem do Krumplowa do hospodi cztne, kdez vkazano bude, a tu podle prawa zemskeho newygesdity na zadno prawo, dokudby nevczynyli, czoz gest rzeczeno a swrchu psano, a skodi, kterezby rzeczeny ffaraz wzal, wsseczkny wyprawyly. A bylalyby [!], zo [!] by z nas kterey rukoymj vmrzyel, tehdy my zuostali mame y slibugem v miessieczy po smrti geho k sobie rukoymy postawyty tak dobreho a tak bohateho a gyny list tyemyzz slowi obnowyti a to pod drzewe psanym lezenym. Pakliby sye kto z nas tomuto lystu rzeczy a nebo scutkem protywyl, abi to bylo proty geho czty a proty geho wierze, ale ne tomuto listu na pohorssienye. A ktoz tento lyst s dobru woly rzeczeneho knyeze Ondrzege bude myety, tomu slibugem to wsse plnyty, czoz tento list swiedczy. A na pewnost swyedomye teto vmluwy my rukoymye y s gystczy nasse peczety z nassy dobru woly y swiedomym tomuto listu sme przywiessyly. Genz gest dan a psan leta od bozyeho narozenye czyssicz cztrzysta, potom cztrnadczteho roku, strzedu den swateho Prokopa."||
        ||
        Übersetzung nach A.Sedlàçek (1888) und K. Dolista (1982)||
        ||
        "Es sei jedermann bekannt und zu wissen, die diesen Brief lesen, hören oder lesen werden, daß wir, Cenék(1), Walkun(2) und Peter(3), Brüder von Troyan(4), mit unserer guten Überlegung und mit dem Rat und der Einwilligung unserer Freunde, unsere Wiese bei Woholycze(5), dem geistlichen und hochwürdigen Priester Andreas, dem Pfarrer zu Kirchschlag(6), um sechs Schock Silbergroschen Prager Prägung verkauft haben mit allem Recht, wie wir sie selbst innegehabt haben; das Geld haben wir von ihm bar erhalten und die genannte Wiese haben wir ihm zum wahren Erbe abgetreten, unter der Bedingung, daß wir, die erwähnten Brüder, dieselbe Wiese innerhalb von sechs Jahren zurückkaufen können; dann soll der erwähnte Pfarrer verpflichtet sein, sie uns ohne Hindernis abzutreten. Sollten wir die Wiese innerhalb der nächsten sechs Jahre nicht zurückkaufen, dann soll und kann der erwähnte Priester und Pfarrer die Wiese für ewige Zeiten behalten, und er kann damit tun, wie es ihm zweckmäßig erscheinen wird. Und wir, Benesch Mazuta aus Hörschlag(7), und Johann Plachtig aus Payreschaw(8), versprechen als Bürgen, die Wiese zu beschirmen mit fester Hand gegen jeden Menschen, welchen Standes er wäre, nach Recht und Gewohnheit des Landes Böhmen. Und sollten wir es nicht tun, dann versprechen wir dem oftgenannten Priester und Pfarrer, ihn mit dem dritten Teil einer unserer Erbschaften zu entschädigen. Sollten wir das auch nicht tun, dann soll einer von uns beiden, der von dem erwähnten Herrn Pfarrer oder von seinen Boten angefordert wird, ohne jede Einrede, und ohne daß sich einer auf den anderen ausreden dürfte, mit zwei Pferden und einem Knecht in die Stadt Krumau fahren, in ein anständiges Wirtshaus, das man bezeichnen wird, und von dort nicht weichen, bis der Inhalt dieses Vertrages nach dem Recht des Landes erfüllt ist. Und für alle Schäden, die der genannte Pfarrer haben sollte, sollen die Zeugen ihm haften. Und sollte einer von uns Bürgen sterben, dann verspricht der übriggebliebene, innerhalb eines Monats nach seinem Tode uns einen anderen, ebenso fähigen und guten Bürgen zu stellen, und einen anderen Brief mit denselben Worten zu erneuern, und zwar unter den obigen Bedingungen. Sollte einer von uns mit Wort oder Tat sich diesem Brief widersetzen, soll das gegen seine Ehre und Treue gelten, aber die Gültigkeit dieses Briefes nicht schädigen. Und wer diesen Brief mit dem guten Willen des erwähnten Pfarrers Andreas besitzen wird, dem versprechen wir alles das zu erfüllen, was dieser Brief bezeugt. Und zur Urkunde und Bekräftigung dieses Vertrages haben wir Bürgen samt den Verkäufern unsere Siegel mit gutem Willen und Gewissen an diesen Brief gehängt. Der gegeben und geschrieben ist im Jahr von Gottes Geburt tausend vierhundert, hernach im vierzehnten Jahr, am Mittwoch, dem Fest des heiligen Prokop."
        Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 266 (S 176), S. 283-285

        Original dating clausestrzedu den swateho Prokopa

        Editions
        • J. M. Klimesch, Ueber die älteste tschechische Urkunde des Stiftes Schlägl, in: Mittheilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen 24 (1886) 424f.
        Secondary Literature
        • Siehe "Anmerkungen" (aus Platzgründen)!

        Comment

        Regest: UB Krummau 1 (1908) 171, Nr. 633. $$ Kubíková (2001) 40.
        Literatur: J. M. Klimesch, Ueber die älteste tschechische Urkunde des Stiftes Schlägl, in: Mittheilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen 24 (1886) 423-428. $$ Luger, Dissertation (1936) 90, 184. $$ Zu Johann M. Klimesch (1850-1940): Biogr. Lex. Böhmen 2 (1984) 176f.


        Languagetschechisch

        Notes
        (1) Çenék von Troyan, bereits 1411 genannt: Urk 259, Anm 9.
        (2) Walkun (Valkoun) von Troyan, urk. auch 1408: UB Hohenfurt (1865) 248, Nr. 202.
        (3) Peter von Troyan; urk. auch 1408.
        (4) Troyan: Trojanov, Trojern, Pfarre Unterhaid (Dolní Dvorišté): Trajer, D. Budweis (1862) 275.
        (5) Woholycze, Wiese bei Kirchschlag.
        (6) Andreas, seit 1411 Pfr. v. Kirchschlag, vorher Friedberg (1389-1411); vgl. Urk 259, Anm 5.
        (7) Benesch (Benedikt) Mazuta aus Hörschlag; urk. auch 1390 und 1400: UB Hohenfurt 211, Nr. 177 und 230, Nr. 191. Dorf Heršlok in der Pfarre Oberhaid (Horní Dvo.išt.); Trajer, D. Budweis 266.
        (8) Johann Plachtig aus Payreschau; Fam. Plachta seit 1378 bekannt: UB Hohenfurt 175f, Nr. 152. - Barssow: Boršov, Payreschau, Pfarre seit 1290; vgl. Trajer, d. Budweis 92f.
        Places
        • o. O.
           
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