Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1413 II 02
Signature: 1413 II 02
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2. Februar 1413 (Donnerstag), o. O.
Propst Martin, Prior Johannes Neusadler und der Konvent von Schlägl verkaufen dem Pfarrer Bernhard von Ulrichsberg das Dorf und den Zehent der fünf Häuser von Zaglau, und dieser verspricht, daß nach seinem Tod der Besitz für einen Jahrtag an das Stift zurückfällt.Source Regest:
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 265 (S 175), S. 281
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 265 (S 175), S. 281
Current repository:
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend: 1) Martin (von Toužim), Propst von Schlägl. Rotes Wachs, hochoval, 70 x 50 mm. Stehende Propstfigur in gotischem Gesprenge, darunter betende Gestalt. Umschrift: "S martin propst - Maria Plaga" (?)
Seal: 2) Der Konvent von Schlägl. Rotes Wachs, rund, 50/60 mm Dm. Vgl. Urk 253 (S 165)
Seal: 3) Heinrich von Falkenstein. Braunes Wachs, rund, 30/50 mm Dm. Umschrift: "S HENRICVS VOLCHENSTAIN" (?). Wappen: Falke mit ausgebreiteten Schwingen: Urk 249 (S 161)
Seal: 4) Nikolaus von Berg. Braunes Wachs, rund, 30/50 mm Dm. Umschrift: "S Niclaus Pergherr." Wappen ähnlich wie bei Siebmacher, Tafel 67. Vgl. Urk 262 (S 173)
Material: Pergament
Dimensions: 240/245 x 345/350 mm, Plica 40 mm.
- notes extra sigillum:
- Rückseite: 1413 / Super Zaglaw (und langer Regestentext) / N. VI. / A: Clas: V: Eccles: Rub: a. / Sig: 1.


Kopialbuch A (1593) 48v-49r.
Kopialbuch B (1597) 69v-70v.
K. Rumpler (1980)
"Ich, her Mertein(1), von Gotz genaden die tzeit brobst dacz sand Marein Slag, vnd Johannes Newsadler(2), die tzeit prior, vnd der gantz conuent daselbs, wir vergehen vnd tuen chunt offenleichen mit dem gegenbertigen prief allen den, die den prief sehent, hoerent oder lesent, die yeczund lemptig sein oder hernach chuenftig werden, das wir recht vnd redleichen mit wol verdachtem mwt vnd mit veraintem rat des vber ain sein worden vnd chawfleichen cze chawffen geben haben vnser darff datz Tzaegelaw(3), des fuemf gueter sein, vnserm lieben mitpruder, herrn Wernhartten(4), die tzeit pharrer tzw Vlreichsperg(5), dew wir chawfleichen gechawft haben drythalbs gut von Hainreichen dem Schurffen(6) vnd drythalbs gut von Wernhartten dem Schwrffen(7) seinem rechtten pruder, vnd gantzen tzehent darawf. Von ersten das gut, da Vlreich der alt Scherer(8) die tzeit awf gesessen ist, vnd ayn gut, da der Hennsel(9) die tzeit awf gesessen ist, vnd ayn gut, da der Steffel der jung Scherer(10) die tzeit awf gesessen ist, vnd ayn gut, da der Sygel(11) die tzeit awf gesezsen ist, vnd ayn gut, da die Goerglinn(12) die tzeit auf gesezsen ist, vnd gelegen sind in Aygnaer pharr(13) vnd in Veldner lantgericht, vnd sind awch lehen von dem obgenantten herrn brobst Mertein vnd von dem wirdigen gotzhawss vnd von dem gantzen conuent datz sand Marein Slag, vnd gehoert awch die chwenigstewr von den obgenantten fwemf guettern tzw dem obgenantten gotzhauwss, vmb ayn swmm geltz, das sein recht vaetterleich erib gewesen ist vnd des vns wol genwegt hat, vnd des er vns gantz vnd gar gericht vnd vnd [!] gewert hat tzw rechtten taegen vnd an all vnser schaeden. Wir antwurtten ym awch die obgenantten fwemf gutter mitsampt dem obgenantten tzehent awss vnser nwetz vnd gewer in sein nvetz vnd gewer mit allen eren, rechtten vnd gulten, die von alter dar tzw gehoerent, es sey tze holcz, tze veld, tze waid, tze wismatt, als es von alter herchomen ist vnd als wir sew jnn gehabt haben vnd genossen haben. Wir sein awch der obgenantten fwemf gutter vnd tzehent mit aller ir tzwgehoerung sein recht gewer vnd furstant an aller stat, wo ym des not vnd durft geschicht von vns oder von vnserm brobst, herrn Mertein oder der nach ym chwemftig wirt, als chawfs vnd lantzrecht ist in dem lantt ob der Enns. Vnd gieng aber dem obgenantten herrn Werenhartten vnserm mitpruder mit recht an dem chawff vnd gewerschaff icht ab, es wer mit gaistleichem oder mit weltleichem rechtten, das schol er alles haben, datz vns vnd vnsern trewen vnd auf aller vnser hab. Auch ist tze merkchen, ob ich obgenantter her Wernhart mit dem tod ab gieng, da Got noch lang vor sey, so schaff ich obgenantter her Werenhart dew obgenantten fwemf guter datz Tzagelaw vnd gantzen tzehent mit aller ir tzwgehoerung, als es von alter herchomen ist, awsgenomen die lehenschafft, die aynem brobst angehort, dem conuent datz sand Marein Slag ewigchleichen, also mit der beschaiden, das dann der obgenantt conuent, der yetzund ist oder hinnach chwmftig wirt, hinfwr mir vnd all meinen ffrewntten vnd vorfodern ayn ewig jartag haben des nachtz mit ayner gesungen vigil vnd des morgens mit aynem gesungen selampt, vnd yeder herr ayn gelesne mess, vnd dar nach ain ewig mess in dem chor awf dem fron alter oder wo er in der tzeit selber ayn alter styfft angeuer. Wer aber, das der jartag nicht awsgericht wird von jn tzw rechtter weil vnd tzeit, oder in den nachsten viertzehen tagen hinnach, so schol sich dann der brobst der obgenantten fwmf guter vnder winden vnd jnn haben, vntz der jartag awsgericht wirt oder die ewig mess, die schol fur sich alweg awsgericht werden. Mit vrchund des priefs, den ich obgenantten herrn Mertein, die tzeit brobst datz sand Marein Slag vnd der gantz conuent ym den geben, wesigelten vnd wolbestatten mit meinem aygen anhangunden jnsigel vnd mit des obgenantten conuentz anhangunden jnsigel, vnd tzw pesser schichherhait [!] willen hab wir fleyzsichleichen gepeten die erwergen [!] vnd weisen herren, Hainreichen den Valkchenstainer(14) styffter vnsers gotzhawss, vnd Nicla dem Perkchherrn(15), das sy auch ir jnsigel der sach tzw tzaegwgnuss an den prief gehangen haben, jn vnd all iren erben an schaden. Dar vnder wir vns verpintten mit vnsern trewen, alles das war vnd stet tze haben, das oben an dem prief geschriben stet angeuer. Der prief ist geben, da man tzalt nach Cristi gepurt tawsent iar, vierhundert jar, vnd dar nach in dem dreytzehent iar, an vnser lieben ffrawen tag tzw liechtmess."
Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 265 (S 175), S. 281-283
Original dating clause: an vnser lieben ffrawen tag tzw liechtmess
Editions:
- Erstveröffentlichung.
Secondary Literature:
- Pröll, Geschichte (1877) 70.
Language:
Notes:
(1) Martin von Toužim, Propst seit 1403; vgl. oben Urk 232.
(2) Johannes Neusadler, Chorherr von Schlägl, als Prior hier erstmals erwähnt; er könnte mit einem der früher genannten Johannes (Urk 244, Anm 3) identisch sein. Vgl. Profeßbuch (1992) 73f. Nr. 78.
(3) Zaglau: Vgl. oben Urk 50, Anm 11. Die folgenden Güter befanden sich bis zum Ende der Grundherrschaft (1848) in der Verwaltung des Stiftes Schlägl.
(4) Wernhart, Pfarrer von Ulrichsberg; wohl identisch mit dem 1405 genannten Bernhard: Urk 238, A 5.
(5) Ulrichsberg, seit 1396 selbständige Pfarre: Urk 221, Anm 6.
(6) Heinrich der Schurff verkaufte 1412 das halbe Dorf Zaglau an Schlägl: Urk 261.
(7) Wernhard der Schurff verkaufte die erste Hälfte von Zaglau bereits 1411: Urk 260.
(8) Ulrich, der alt Scherrer; vgl. oben Urk 261, Anm 5.
(9) Hennsel: Ebd. Anm 6.
(10) Steffel, der jung Scherrer: Ebd. Anm 7.
(11) Siegl; vgl. oben Urk 260, Anm 5.
(12) Görglin: Ebd. Anm 6, hier Witwe.
(13) Aigen; selbständige Pfarre !
(14) Heinrich III. von Falkenstein, "Stifter"; vgl. oben Urk 249, Anm 13.
(15) Nicla der Perkherr: Nikolaus Berger (1391-1425); vgl. Siebmacher, Wappen OÖ 240.
Places
- o. O.
Schlägl, Stiftsarchiv, Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1413 II 02, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASchl/Urkunden/1413_II_02/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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