Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1415 IV 20
Signature: 1415 IV 20
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20. April 1415 (Montag), o. O.
Siegmund Steinberger, auch Nikolaus und Ursula Hauzenberger, nehmen von Propst Martin von Schlägl den Schläglhof und Weingarten in Königstetten und den Hof zu Höflein auf die Dauer von fünf Jahren in Pacht und versprechen die pünktliche Zahlung des Bestandgeldes von 40 Pfund Wiener Pfennigen.Source Regest:
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 269 (S 179), S. 287
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 269 (S 179), S. 287
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Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)
Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend: 1) Nikla der Hautzenperger, ansässig wohl in Hauzenberg bei Rohrbach. Gelbe Schale, schwarzes Siegel, rund, 30/40 mm Dm. Umschrift nicht lesbar. Ränder abgebröckelt. Wappen: Zwei abgewendete Mondsicheln. Vgl. Siebmacher, Wappen OÖ, Tafel 35.
Seal: 2) Ardaker der Hautzenperger, ansässig zu Gerholbing. Wie 1. Siegel, 28/35 mm Dm.
Seal: 3) Andreas der Hautzenperger, ansässig zu Götzendorf. Wie 1. Siegel, 28/35 mm Dm.
Material: Pergament
Dimensions: 170/175 x 280/290 mm, Plica 35 mm.
- notes extra sigillum:
- Rückseite: Der hoff zue Khunigstetten wirdt auf 5 Jahr verlassen sambt den weingarten / No. III. / A: Clas: II: Alienat: Rub: b. Sig: 1. / M 6.


K. Rumpler (1980)
"Ich Sigmund Stainberger(1) vnd Nicla Hautzenberger(2), Vrsula mein hausfraw, wir ||
vergechen vnd tun kundt offenlich mit dem brief allen den, di den brief sechent, horent oder sechent, das wir recht vnd redlich bestanden haben der erbirdigen geystlichen herren, herrn Mertein(3), brobst zum Slegel vnd des conuentz daselbs jrn hof ze Kunigsteten, der genant ist der Slegelhof(4), der ir freys aygen ist. Ich obgenanter Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger, Vrsula mein hausfraw, vnd sullen den obgenantten jren hof inn haben fumf gantze jar, vnd sullen ansten auf den kunftigen sand Gorgen tag nach datum des briefs mit allen eren, rechten vnd nutzen, ze holtz, ze ueld, ze wismed, als von alter herkomen ist, jn solicher beschaiden, das wir in, jch obgenantter Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger, Vrsula mein hausfraw, alle iar iêrlich raychen vnd geben sullen vnsern gewondlichen czins vnd dinst, als von alter herkomen ist angeuer. Auch ist ze mercken, das der erbirdig geystlich herr, her Mert, brobst zum Slegel, vns obgeschriben all sein weingerten zu Kunigsteten vnd auch zu Hofflein(5) lassen hat fumf gantze jar, als der brief oben ausweyst, jn solicher mazz, das vns der erbirdig geystlich herr, her Mert, brobst zum Slegel, vns obgenantten Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger meinem swager vnd Vrsula meiner hausfrawn, alle iar iêrlich raychen vnd geben sol viertzigk phunt phening, zu yeder kotemmer czehen phunt phening vnuerzogenlich, ausgenumen der herren sets(6) zu Kunigsteten, da von si vns besunderlich alle iar jerlich geben vnd raichen schullen dreyczehen phunt phening, vnd schullen wir auch, obgenant Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger, Vrsula mein hausfraw, der obgenantten geystlichen herren jr weingerten stiftlich vnd pawlich legen. Man sol auch di obgenantten jr weingerten tzwier in dem jar beschawen, ains zu sand Gorgen tag, das ander zu sand Giligen tag, mit vier erbergern vmbsessen da selbs, die in darzu geuallent, vnd wir schullen in dew obgeschriben ir weingerten inn haben mit gutem paw, als solicher gutter zu Kunigsteten gewonhayt vnd recht ist. Wêr aber, das die vier vmbsessen zu yeder beschawung bey irn trewn erkennten, das di weingerten nicht stiftlich vnd pawleich lêgen, so sullen wir, obgenant Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautznberger, Vrsula mein hausfraw von vnsern allen rechten sein vnd sullen den obgenannten geystlichen herren all ir scheden abtragen vnd widerkeren an allew widerred. Mit vrkundt des briefs, versigelt mit meinem aygen anhangunden Nicla Hautzenberger jnsigel, vnd vnder der erbergen vnd beschaiden Adachker Hautzenberger(7) mein bruder zu Gerholbing, vnd Andre Hautzenberger(8) mein vetter, gesessen zu Getzendarf(9), die ir sigel daran gehangen vnd bestêt durch vnser vleizziger pet willen, jn vnd iren erben an schaden. Geben nach Kristi geburd tawsent vier hundert jar darnach indem fumfczehenten jar, an montag vor sand Gorgen tag, des heyligen ritters."
vergechen vnd tun kundt offenlich mit dem brief allen den, di den brief sechent, horent oder sechent, das wir recht vnd redlich bestanden haben der erbirdigen geystlichen herren, herrn Mertein(3), brobst zum Slegel vnd des conuentz daselbs jrn hof ze Kunigsteten, der genant ist der Slegelhof(4), der ir freys aygen ist. Ich obgenanter Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger, Vrsula mein hausfraw, vnd sullen den obgenantten jren hof inn haben fumf gantze jar, vnd sullen ansten auf den kunftigen sand Gorgen tag nach datum des briefs mit allen eren, rechten vnd nutzen, ze holtz, ze ueld, ze wismed, als von alter herkomen ist, jn solicher beschaiden, das wir in, jch obgenantter Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger, Vrsula mein hausfraw, alle iar iêrlich raychen vnd geben sullen vnsern gewondlichen czins vnd dinst, als von alter herkomen ist angeuer. Auch ist ze mercken, das der erbirdig geystlich herr, her Mert, brobst zum Slegel, vns obgeschriben all sein weingerten zu Kunigsteten vnd auch zu Hofflein(5) lassen hat fumf gantze jar, als der brief oben ausweyst, jn solicher mazz, das vns der erbirdig geystlich herr, her Mert, brobst zum Slegel, vns obgenantten Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger meinem swager vnd Vrsula meiner hausfrawn, alle iar iêrlich raychen vnd geben sol viertzigk phunt phening, zu yeder kotemmer czehen phunt phening vnuerzogenlich, ausgenumen der herren sets(6) zu Kunigsteten, da von si vns besunderlich alle iar jerlich geben vnd raichen schullen dreyczehen phunt phening, vnd schullen wir auch, obgenant Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautzenberger, Vrsula mein hausfraw, der obgenantten geystlichen herren jr weingerten stiftlich vnd pawlich legen. Man sol auch di obgenantten jr weingerten tzwier in dem jar beschawen, ains zu sand Gorgen tag, das ander zu sand Giligen tag, mit vier erbergern vmbsessen da selbs, die in darzu geuallent, vnd wir schullen in dew obgeschriben ir weingerten inn haben mit gutem paw, als solicher gutter zu Kunigsteten gewonhayt vnd recht ist. Wêr aber, das die vier vmbsessen zu yeder beschawung bey irn trewn erkennten, das di weingerten nicht stiftlich vnd pawleich lêgen, so sullen wir, obgenant Sigmund Stainberger vnd Nicla Hautznberger, Vrsula mein hausfraw von vnsern allen rechten sein vnd sullen den obgenannten geystlichen herren all ir scheden abtragen vnd widerkeren an allew widerred. Mit vrkundt des briefs, versigelt mit meinem aygen anhangunden Nicla Hautzenberger jnsigel, vnd vnder der erbergen vnd beschaiden Adachker Hautzenberger(7) mein bruder zu Gerholbing, vnd Andre Hautzenberger(8) mein vetter, gesessen zu Getzendarf(9), die ir sigel daran gehangen vnd bestêt durch vnser vleizziger pet willen, jn vnd iren erben an schaden. Geben nach Kristi geburd tawsent vier hundert jar darnach indem fumfczehenten jar, an montag vor sand Gorgen tag, des heyligen ritters."
Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 269 (S 179), S. 287-288
Original dating clause: an montag vor sand Gorgen tag, des heyligen ritters
Editions:
- Erstveröffentlichung.
Secondary Literature:
- Pichler, Profeßbuch (1992) 66.
Language:
Notes:
(1) Siegmund Stainberger, Schwager des folgenden; ansässig bei Rohrbach (?)
(2) Hauzenberger, Nikolaus und Ursula; in Hauzenberg bei Rohrbach ansässig?
(3) Martin von Toužim, Propst seit 1403; vgl. Urk 232, Anm 11.
(4) Hof zu Königstetten, Schläglhof genannt, seit 1292 im Stiftsbesitz: Urk 35, Anm 4.
(5) Höflein an der Donau, Weinberg, seit 1381 in Stiftsbesitz; vgl. Urk 195, Anm 7.
(6) Herrensetz zu Königstetten, wohl die 1337 genannte "magna secza": Urk 134, Anm 14.
(7) Ardaker der Hauzenberger, ansässig zu Gerholbing; wohl Gerolding NÖ: Vgl. Gesch. Beilagen St. Pölten 15 (1977) 366-374. Vgl. unten Urk 343f. Ardacker, Attacker, von 1453.
(8) Andreas der Hauzenberger, ansässig zu Götzendorf bei Rohrbach; urk. auch 1416.
(9) Götzendorf, seit 1303 mit Schlägl in Verbindung: Urk 53, Anm 32.
Places
- o. O.
Schlägl, Stiftsarchiv, Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1415 IV 20, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/AT-StiASchl/Urkunden/1415_IV_20/charter>, accessed 2025-04-06+02:00
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