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Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1478 XI 11
Signature: 1478 XI 11
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11. November 1478 (Mittwoch), o. O. (Haslach)
Die Brüder Wolfgang und Stephan Schallenberger zu Piberstein verkaufen der Gemeinde von Haslach vier Güter zu Neudorf (wohl für das neue Frühmeßbenefizium).
Source Regest: 
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 475 (S 336), S. 532
 

orig.
Current repository
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)

Seal: Siegel an Pergamentbändchen hängend; alle Siegel fehlen: 1) Wolfgang Schallenberger zu Piberstein.
Seal: 2) Stephan Schallenberger zu Piberstein.
Seal: 3) Mert (Martin) Oedter zu Götzendorf.

Material: Pergament
Dimensions: 180 x 345 mm, Plica 35 mm.
  • notes extra sigillum
    • Rückseite: newndorff / 1478 / Khauff Prieff vmb die vier guetter amb Newdorff / N 9.
Graphics: 

cop.
Keine Angabe.

    x
    "Ich Wolfganng(1), vnd jch Steffan(2), gebrüeder die Schallenberger czu Piberstain(3). Bekennen offenlich mit dem brief für vnns vnd all vnsers eriben allermanigklich, das wir vnuerschaydenlich vnd veraintem muet keufflich verkaufft vnd czu kauffen geben haben, vnd geben auch wissenlich in krafft des briefs mänigklich der ganczen gemain des markchts czu Haslach(4) vnd allen irn nachkomen daselbs vnser vier güetter zum Newndarff(5), ains da Vllrich Ämpferl(6) auf siczt, das ander da Kristel(7) des Tuernpawr aydem auf siczt, das dritt da Sigmund(8) auf siczt; die drew guetter ligen jn Haslinger lanntgericht, das viert da Steffl Waiss(9) auf siczt, das leyt in Wächsenberger lanntgericht, vnd alle gelegen in sannd Petters pfarr(10), das vnser freys aigen ist, der yedes all jar järlich dient zu vnser lieben frawn tag der dienstczeit jm herbst vier schilling achtundczwainczig pfening. Die obenanten vier güetter haben wir jn zu kauffen geben vmb ain suma gelcz, der wir von in ganncz vnd gar gericht vnd beczallt sein warden zu rechter zeit an allen schaden. Darauf haben wir jn dj obgenanten güetter mit aller irer zuegehorung über geben vnd eingeantwurtt mit dem gegenburttigen brief vnd mit aller bestätt, so sew daruber bedürffen, aus vnser vnd vnser eriben gewallt, nucz vnd gewer in dj iren mit allen den ern, rechten vnd nüczen, die darczue gehorn oder dauon bekomen mügen in aller mass, alls wir dj jngehabt, genüczt vnd genossen haben. Darumb so verczeichen wir vnns vnd für all vnser eriben der gar vnd ganncz zu ewiger fürczicht wissenlich mit dem brief. Allso das wir, all vnser eriben noch ander yemant von vnsern wegen hinfur darczue noch darauf kainen zuespruch noch fodrung nymermer gehaben noch gewingen süllen noch wellen, weder mit recht noch an recht, in kainerlaj weis, angeuër. Sy süllen vnd mügen auch furan mit den obenanten vier güetern allen irn frumen geschaffen mit stifft vnd stör, verseczen, verkauffen, wie sew verlust an vnser vnd vnserr eriben vnd an manigklichs von vnsern wegen jrung vnd hindernuss. Wier sein auch der obgenanten vier güetter mit aller irer zuegehorung ir recht gewer vnd fürstanndt für all rechtlich ansprach, wie oder wann jn des mit dem rechten not vnd durfft beschiecht, alls solhs kaufs, freys aigen vnd lannds ob der Enns recht ist. Ging jn aber daran icht ab, oder das in icht krieg oder jrsail darumben auferstuendt mit dem rechten, wie sich das füeget, des sew zu schaden kämen, die selbigen abgenng vnd schäden all geloben wir in ganncz auszurichten vnd wider zu keren, nach irm benüegen, vnd sew sullen das alles haben vnd bekomen zu vnns obgenanten zwain gepruedern, zu vnsern eriben vnd auf aller vnser hab vnd guet, nichts augenomen, sich der souil darumb vnderwinden, mit recht oder an recht, dapej hannthaben solanng, hunczt sew abganngs vnd schadenns vnd aller jrung halben ganncz belegt vnd entricht werden; das ist alles vnser güetlicher willen vnd wolgeuallen wir sein lebentig oder tod an alles widersprechen. Vnd was wir, vnser eriben oder yemant von vnsern wegen dawider anerhüeben kriegen, oder rechten wollten, das haben wir an aller stat vnrecht vnd verlorn vnd sy gein vnns behabt recht vnd gewungen, wo das fürkumbt, trewlich an alls geuër. Vnd ob icht furan ainigerlay verschreybung, es wär gemächt kauffbrief über dj obgenannten güetter lauttund, herfür kämen, von wem das wär, dj süllen wider die verschreibunng kain krafft nicht haben, sunder dawider tod vnd ab sein, auch an alles geuër. Des alles zu ainem ewigen stätten kauff, so geben wir des zu vrkundt den offen brief vnder vnser obgenannter Wolfganng vnd Steffan, gebrüeder dj Schallenberger, bayder aigen anhanngunden jnsigel, vnd zu merer geczeugnuss haben wir mit vleyss gepetten den edlen vesten Mertten Ödder zu Geczendarff(11), das er sein jnsigel auch an den brieff gehanngen hat, doch jm, sein eriben vnd jnsigel an schaden. Darunder wir vnns vnuerschaydenlich zueinander verpinden vnd fur all vnser eriben mit vnsern trewn jn aydes weise, alles stät zu hallten jnhallt des briefs, der geben ist nach Kristj gepuerd tausennt vierhundertt vnd jn dem achtundsibenczigisten jar an sannd Mërttentag des heyligen pischolff."
    Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 475 (S 336), S. 532-534

    Original dating clausean sannd Mërttentag des heyligen pischolff

    Editions
    • Erstveröffentlichung.
    Secondary Literature
    • Pröll, Haslach (1926) 6.


    LanguageDeutsch

    Notes
    (1) Wolfgang Schallenberger zu Piberstein; vgl. Urk 461, Anm 1.
    (2) Stephan Schallenberger zu Piberstein: Ebd. Anm 7.
    (3) Piberstein bei Helfenberg (urk. 1285); vgl. Baumert-Grüll 1 (1988) 6-8.
    (4) Haslach als Markt hat diese vier Güter wohl für die Frühmeßstiftung erworben.
    (5) Neudorf bei Haslach; von diesem Dorf gehörten die Häuser Nr. 2, 6, 8 und 9 zur Herrschaft "Pfarrhof Haslach", die Häuser Nr. 1, 3, 4, 5 und 7 jedoch zur Herrschaft "Frühmeßamt Haslach"; vgl. dazu E. Uhl in Schlägl intern 15 (1989) 170, 176-180. Die folgenden Namen können den einzelnen Häusern nicht mehr zugeordnet werden.
    (6) Ulrich Ämpferl, Bauer zu Neudorf.
    (7) Christel, Eidam (Schwiegersohn) des Turnbauer (Neudorf 10)
    (8) Siegmund, Bauer zu Neudorf.
    (9) Steffl Weiss, Bauer zu Neudorf.
    (10) Die Pfarre St. Peter hatte die Steinerne Mühl als nördliche Grenze.
    (11) Mert Oedter, Götzendorf: Urk 328, Anm 7.
    Places
    • o. O. (Haslach)
       
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