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Charter: Schlägl, Prämonstratenser (1204-1600) 1492 VII 02
Signature: 1492 VII 02
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2. Juli 1492 (Montag), Linz
Kaiser Friedrich III. bestätigt auf Bitten des "Abtes" Ulrich dem Stift Schlägl seine Privilegien: Mautfreiheit für Wein und Salz auf der Donau, Wochen- und Jahrmarkt in Aigen, Mautfreiheit in Sarau und Pflege des Landgerichtes mit Acht und Bann und Blutgerichtsbarkeit.
Source Regest: 
Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 512 (S 361), S. 572
 

orig.
Current repository
Stiftsarchiv Schlägl (www.stift-schlaegl.at)

Siegel an brauner Seidenkordel hängend: Kaiser Friedrich III. Großes Majestätssiegel, gelbes Wachs, rund, 135 mm Dm. Beidseitig geprägt: Avers: Kaiser mit Reichsapfel und Zepter auf dem Thron in gotischem Gesprenge, umgeben von neun Wappenschildern. Revers: Der kaiserliche Doppeladler mit sieben Wappen. Zweizeilige Umschrift nicht lesbar. (Siegel gebrochen, ohne Substanzverlust)
Material: Pergament
Dimensions: 260 x 490/510 mm, Plica 80/85 mm.
  • notes extra sigillum
    • Rechts auf der Plica: "Commissio domini jmperatoris propria."Rückseite: R[egistra]ta / Wegen der weinfuhr vnd gericht in Aigen / Friderici jmperatoris / 1492 / No. VII. / A: Clas: IV. Privil: Rub: b. / a 12.
Graphics: 

cop.
Kopialbuch A (1593) 108v-109v.


    cop.
    Kopialbuch B (1597) 155r-v.

      x
      "Wir Friderich(1), von Gottes gnaden Roemischer kaiser, zu allenn tzeitten merer des reichs, zu Hunngern, Dalmacien, Croacien etc. kuenig, hertzog zu Oesterreich, zu Steir, zu Kêrnnden vnd zu Crain, herre auf der Windischenmarch vnd zu Porttenaw, graue zu Habspurg, zu Tirol, zu Phiertt vnd zu Kyburg, marggraue zu Burgaw vnd lanndtgraue in Elsass: Bekennen offennlich mit dem brief, daz vnns der ersam geistlich, vnnser lieber anndêchtiger Vlrich(2), abbt zum Slegl, vnnser rat, zu erkennen geben, wie weilennt kuenig Friderich(3) von Rom loeblicher gedêchtnuss seinem voruordern vnd conuennt desselben seins gotshaws die gnad getan, daz er vnd sein nachkomen jêrlich fuenfftzehen fuder weins aus vnnserm fuerstenthumb Oesterreich vnnder der Enns daselbs hin zum Slegl an vnnsern mauttstetten mauttfrey vnd zolfrey zu fuern hietten. Dieselb gnad jn ettwann hertzog Rudolff(4) der vierd bestêtt vnd vmb zehen fuder weins die in beruerter gestallt frey zu fuern gepessert vnd gemert, jn auch hertzog Ott(5) vnd hertzog Albrecht(5) vnd der benannt hertzog Rudolff(6) von Oesterreich ain phundt kuffen saltz des grossen panndts vnd vier phundt kueeffl des klainen panndts auf dem wasser hie zu Lynntz, vnd an anndern vnnsern mawttstetten mauttfrey ze fuern vergunntt, vnd derselb hertzog Rudolff(7) ainen wochenmarkht ains yeden sambstags, dartzu weilennt hertzog Albrecht(8) von Oesterreich vnnser bruder ainen jarmarkht an suntag nach allerheyligen tag zu jrm Aigen daselbs zum Slegl geben, vnd daz hertzog Albrecht(9) vnnser voruorder von Oesterreich jrm richter pan vnd echt in jrm gericht vber das pluet ze richten verlihen, darumb ausgenomen von desselben pan wegen er vnns gleuplich transsumpt fuerbracht vnd vnns diemuetigclich angerufft vnd gebeten, daz wir jm, seinem conuennt vnd jrm gotshaus die obbemelten vnd annder jr gnad, freyhait vnd herbracht vebung vnd loeblich gewonhait mitsambt jrer gerechtigkait an der mautt zu Sawraw(10) zuuernewen vnd zu confirmirn geruechten; wann wir nu der closterlewt, so Gott mit embssiger dinstperkhait vnnderworffen, mer dann annder sachen aus angebornner guette zu fuerdern genaigt seinn, haben wir des vorgenannten abbt diemuetig bete, auch den gotsdinst, so sy on vnnderlos volbringen, angesehen, vnd haben jn dardurch, damit wir desselben gotsdinst auch tailhafftig werden, dieselben jr gnad, freyhait, gab vnd recht, herbracht vebung vnd loeblich herkomen vernewt, confirmirt vnd bestêtt; vernewen, confirmirn vnd bestêtten auch von Roemischer kaiserlicher macht vnd als erblicher regierennder herr vnnd lanndsfuerst in Oesterreich vnnder vnd ob der Enns mit rechter wissen in krafft des briefs: Mainen, ordnen, setzen vnd wellen, daz di in allenn jrn puncten vnd artiklen vorgemelt, vnd was dabey begriffen ist, genntzlich bey krefften beleiben, sy vnd jr nachkomen der geniessen sullen vnd muegen, von mênicklich vngehindert vngeuêrlich. Dauon gebieten wir den edlen vnnsern lieben getrewn ~ allenn vnnsern hawbtlewten, lanndtmarschalhen, grauen, freyn herrn, rittern vnd knechten, verwesern, hubmaistern, vitztumben, phlegern, burggrauen, lanndtrichtern, mauttern, zollnern, burgermaistern, richtern, rêten, burgern, gemainden vnd allenn anndern vnnsern ambtlewten, vnndertannen vnd getrewn, gegenwurttigen vnd kunfftigen ernnstlich vnd wellen, daz sy die obbemelten closterlewt vnd jr nachkomen bey den bestimbten jrn gnaden, freyhaiten, gaben vnd rechten gênntzlich bey krefften beleiben vnd sy der berueblich geniessen lassen, vnd sy dawider auch dise vnnser bestêtt nicht dringen, bekumbern noch beswêrn, noch daran jrren, noch des yemannds annderm ze tun gestatten in dhain weis, als lieb jn allenn vnd jr yedem sey vnnser swêre vngnad vnd straff zuuermeiden. Das mainen wir ernnstlich, mit vrkund des briefs, besigelt mit vnnserr kaiserlichen majestat anhanngundem jnnsigl, das wir in des reichs sachen gebrawchen, mannglhalben vnnserr maiestat jnnsigl, das wir in vnnsern erblannden nutzen, so wir ditsmals nicht bey hannden haben. Geben zu Lynntz, an monntag vnnserr lieben frawn tag visitacionis, nach Cristi geburd viertzehenn hundert vnd im zwayundnewntzigisten, vnnsers kaisertumbs im ainsunduiertzigisten, vnnserr reich des Roemischen im drewundfunfftzigisten, vnd des Hunngrischen im vierunddreyssigisten jarenn."||
      ||
      Rechts auf der Plica: "Commissio domini jmperatoris propria."
      Source Fulltext: Pichler, Isfried H., Urkundenbuch des Stiftes Schlägl, Aigen i. M., 2003, Nr. 512 (S 361), S. 572-573

      Original dating clausean monntag vnnserr lieben frawn tag visitacionis

      Editions
      • Erstveröffentlichung.
      Secondary Literature
      • Regesten: LR 5 (1956) Nr. 9. Literatur: Pröll, Geschichte (1877) 104.
      • Aigen-Schlägl (1979) 52f.


      LanguageDeutsch

      Notes
      (1) Friedrich III. Kaiser (1440-1493); vgl. oben Urk 300, Anm 2.
      (2) Ulrich II. Propst, hier "Abt" und "kaiserlicher Rat"; vgl. Urk 507, Anm 3.
      (3) Friedrich (der Schöne): Urk 92f.: 1.4.1316.
      (4) Rudolf IV. (der Stifter): Urk 169: 28.7.1362.
      (5) Otto und Albrecht: Urk 127f. v. 17.2.1331.
      (6) Rudolf IV. Urk 173 v. 11.11.1364.
      (7) Rudolf IV. Urk 168 vom 28.7.1362.
      (8) Albrecht VI. Urk 371 vom 14.5.1459.
      (9) Ebd. Anm 9-11.
      (10) Maut zu Sarau: Urk 376, Bestätigung (9.10.1459); erteilt 1308 von Rosenbergern: Urk 77f.
      Places
      • Linz
         
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