Charter: Chartularium Sangallense 10 (1382-1389) 1384 II 14
Signature: 1384 II 14
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14. Februar 1384
Machtolf von Mönsheim, Hans Schwarzenberger, Albrecht von Wiesenbach und Fridel von Freising schliessen mit 35 Städten des schwäbischen Bundes, darunter St. Gallen, Frieden.Source Regest:
Chartularium Sangallense X, Nr. 5997, S. 171.
Chartularium Sangallense X, Nr. 5997, S. 171.
Abschr. (B), 14./15. Jh., Stadtarchiv Frankfurt, Kopialbuch 9, f. 163, Nr. 430.
Ich Mahtolff von Moinsheim1, ich Hans Swartzenberger der elter, ich Albrecht von Wisenbach2, die man nennet Baczlina), vnd ich Frydel von Frysingen3 veriehen vnde bekennen vffinlichin mit diesem brieffe, daz der etel vnser lieber herre her Engelhart von Winsperg4 zusschen vns den vnsern vnd allen vnsern helffern uff eine sieten vnd zusschen den erbern wiesen den burgermeistern den reten vnd gemeynlichen den burgern der stetde, die den bůnt zů Swaben mit einander haltent, Regensburg, Augspurg, Vlme, Costemcz, Esselingen5, Rutlingen6, Rotwil7, Wiele8, V´berlingen9, Memmyngen10, Byberach11, Rauensburg12, Lyndauw13, sant Gallen, Kempten14, Kouffburn15, Lutkirche16, Yseny17, Phullendorff18, Wangen19, Buchau20, Buchhorn21, Nordelingen22, Dinckelsbohel23, Rotenburg uff der Tuber24, Windsheim25, Wießenburg26, Bopfingen27, Alyn28, Giengen29, Gemunde30, Halle31, Heilprunn32, Wympheim33 vnd Winsperg den iren vnd allen iren helffern uff die andern sieten geredt vnd getedinget hat vmb alle zweyung bruche vientschafft vnd kriege, die wir die vnsern vnd vnser helffer mit den vorgenanten stetden den iren vnd iren helffern bis uff diesen hutigen tag getan vnd gehabt||
haben, das die zů male abesint vnd abesin sollent vnd alles ein gericht sache sin sol vnd ist vnd daz wir noch nyman von vnsern wegen an die vorgenanten stetde an die iren noch an ire helffer nymerme gerechen noch geayfern sollen mit worten noch mit wercken heymlichen noch vffenlichen vnd sollen auch widder die vorgenanten stetde alle noch wider ire deheine besunder nymmerme getůn noch gesin in deheine wiese ane alle geuerde. Vnde was wir der iren oder ire helffer gefangen haben, die sollen alle ledig vnd lois sin. Vnd wir sollen auch furbaß iren frommen werbin vnd irn schaden warnen ane geverde. Vnd were, obe sie kriege oder vientschafft von ieman an gienge oder angeende wurde, wanne die von Eßelingen vns oder iglichin besunder des ermant mit iren vffin brieffen an die stetde, da man vns dan vindet, vngeuerlichm, daz wir dan oder wilcher des ermanet wirt, kommen sollen gerieten iglicher mit sines selbes lybe, so er schierste mag, vngeuerlichin in der stede eyne, welche man ieme benennet, vnd sal dar yn sin achtage uff sine eigen koste vnd yn getrúwelichin helffen zů weren vnd zů behuten widder menglich ire viende ane alle geuerde. Vnd nach den achtagen ist dan, das die stetde vnser lenger bedorffin, dar vmb sollent sie vns tůn vnd gelten, das zietlich ist, das wir yn destebaß gedienen mogen. Ist aber, das sie mit vns nit uber ein komen vngeuerlichin, so mag vnser iglicher nach den achtagen ryten, wo er wil, doch also, das vnser deheiner widder die vorgenanten stetde oder die iren nit sin sal, als vorgeschriben sted, ane alle geuerde. Auch ist geretd, das vnser deheiner widder die Rynisschen stetde nit sin sal als langebb) ir bont weret, den sie mit den Swebisschen stetden hant, ez were dan, daz wir oder vnser eins geborner frund mit yn samenthafft oder mit ir eyner besunder zů schaffende hetten oder gewunnen vnd vns oder vnser frunde an recht wol benuegt vnd sie vns des vßgiengen, so mag vnser iglicher vnd die sinen die seibin wol kregen oder sinen frunden beholffin sin als lange, bis vns oder vnsern frunden bescheidenheid von yn widderfarn mag, vnd damit sal vnser deheiner widder den vorgenanten stetden vnd widder dirre richtunge nit getan han alles ane geuerde. Were auch, ob vnser deheiner vnder eyme herren seßhafft were oder in sinem sloß geseßen oder da ynne ein amptman were vnd dar ynne begriffen wurde, also daz die vesten oder sloß von den vorgenanten stetden vnd den iren brennet vnd benotig wurdent, die wiele wir dar ynne weren, die vesten sloß vnd banczuene mag vnser iglicher wol helffen weren nach sime vermogen, vnd wurde vnser deheiner da geschediget oder obe er schaden her uß dete, wie daz geschee, daz sal diese sůne vnde richtunge nit ruren nach an treffin in deheine wijse ane geuerde. Ouch han ich Mahtolff besunder vßgenomen den eteln herren herr Philippis von Falkinstein34 den eltern, das ich widder den nit sin sal, wan ich siner gefanger gewesin bin vnd ieme das zů den heilgen gesworn han. Ouch sollen wir in den vorgenanten stetden geleid vnde gud sicherheid han, zů welchen zieten wir dar in ryeten vngeuerlichin, auch also, obe wir icht zů schaffen hetten oder gewunnen vnd des rechten bij yn bliben wolden vmb die sache vngeuerlichin. Were auch, obe die vorgenanten stetde, die zů dem bůnde gehoren, ir eyne oder me von dem bonde queme vnd abefielen, die seibin oder der seibin stad, die also abgefallen were, sal vnser deheiner furbaß nit me hafft noch virbunden sin von dirre richtunge wegen ane geuerde. Vnd das diese sune vnd richtunge vnd alle vorgeschriben dinge gantz war vnd stede bliben, so habin wir globet vnd zů den heilgen gelerte eyde gesworn zů tuen zů haben vnd zů vollenfuren alles, daz von vns vorgeschriben steed, ane alle argeliste vnd geuerde. Vnd des zů vrkunde vnd guter sicherheid so geben wir den vorgenanten stetden diesen brieff mit vnsers vorgenanten herren von Winsperg, den wir her an gebeten haben, mit mynem Mahtolffis, mit myme Hanse Swarczenbergirs vnd mit myme Albrecht(es) Wissenbach eygen anhangenden inges(igel) besiegelt, vnder den ich Frydel von Frysingen mich veriehe vnd auch virbinde aller vorgeschriben dinge. Ich Engelh(art) von Winsperg obgenant virgehe vnd bekenne ouch, daz ich die vorgeschriben suene vnd richtunge zusschen den vorben(anten) teyln uff beidensieten beretd vnd betedinget han, als vorgeschriben sted, vnd des zů vrkunde so han ich durch beider teyle bede willen myn eigen ingesigel zů gezugnisse dirre vorgeschriben dinge gehangen an diesen brieff. Diz geschach vnd wart dirre brieff geben an sant Valentins dage nach Cristi geburte druczehen hundert vnd in dem vier vnd achtzijgisten jar.
haben, das die zů male abesint vnd abesin sollent vnd alles ein gericht sache sin sol vnd ist vnd daz wir noch nyman von vnsern wegen an die vorgenanten stetde an die iren noch an ire helffer nymerme gerechen noch geayfern sollen mit worten noch mit wercken heymlichen noch vffenlichen vnd sollen auch widder die vorgenanten stetde alle noch wider ire deheine besunder nymmerme getůn noch gesin in deheine wiese ane alle geuerde. Vnde was wir der iren oder ire helffer gefangen haben, die sollen alle ledig vnd lois sin. Vnd wir sollen auch furbaß iren frommen werbin vnd irn schaden warnen ane geverde. Vnd were, obe sie kriege oder vientschafft von ieman an gienge oder angeende wurde, wanne die von Eßelingen vns oder iglichin besunder des ermant mit iren vffin brieffen an die stetde, da man vns dan vindet, vngeuerlichm, daz wir dan oder wilcher des ermanet wirt, kommen sollen gerieten iglicher mit sines selbes lybe, so er schierste mag, vngeuerlichin in der stede eyne, welche man ieme benennet, vnd sal dar yn sin achtage uff sine eigen koste vnd yn getrúwelichin helffen zů weren vnd zů behuten widder menglich ire viende ane alle geuerde. Vnd nach den achtagen ist dan, das die stetde vnser lenger bedorffin, dar vmb sollent sie vns tůn vnd gelten, das zietlich ist, das wir yn destebaß gedienen mogen. Ist aber, das sie mit vns nit uber ein komen vngeuerlichin, so mag vnser iglicher nach den achtagen ryten, wo er wil, doch also, das vnser deheiner widder die vorgenanten stetde oder die iren nit sin sal, als vorgeschriben sted, ane alle geuerde. Auch ist geretd, das vnser deheiner widder die Rynisschen stetde nit sin sal als langebb) ir bont weret, den sie mit den Swebisschen stetden hant, ez were dan, daz wir oder vnser eins geborner frund mit yn samenthafft oder mit ir eyner besunder zů schaffende hetten oder gewunnen vnd vns oder vnser frunde an recht wol benuegt vnd sie vns des vßgiengen, so mag vnser iglicher vnd die sinen die seibin wol kregen oder sinen frunden beholffin sin als lange, bis vns oder vnsern frunden bescheidenheid von yn widderfarn mag, vnd damit sal vnser deheiner widder den vorgenanten stetden vnd widder dirre richtunge nit getan han alles ane geuerde. Were auch, ob vnser deheiner vnder eyme herren seßhafft were oder in sinem sloß geseßen oder da ynne ein amptman were vnd dar ynne begriffen wurde, also daz die vesten oder sloß von den vorgenanten stetden vnd den iren brennet vnd benotig wurdent, die wiele wir dar ynne weren, die vesten sloß vnd banczuene mag vnser iglicher wol helffen weren nach sime vermogen, vnd wurde vnser deheiner da geschediget oder obe er schaden her uß dete, wie daz geschee, daz sal diese sůne vnde richtunge nit ruren nach an treffin in deheine wijse ane geuerde. Ouch han ich Mahtolff besunder vßgenomen den eteln herren herr Philippis von Falkinstein34 den eltern, das ich widder den nit sin sal, wan ich siner gefanger gewesin bin vnd ieme das zů den heilgen gesworn han. Ouch sollen wir in den vorgenanten stetden geleid vnde gud sicherheid han, zů welchen zieten wir dar in ryeten vngeuerlichin, auch also, obe wir icht zů schaffen hetten oder gewunnen vnd des rechten bij yn bliben wolden vmb die sache vngeuerlichin. Were auch, obe die vorgenanten stetde, die zů dem bůnde gehoren, ir eyne oder me von dem bonde queme vnd abefielen, die seibin oder der seibin stad, die also abgefallen were, sal vnser deheiner furbaß nit me hafft noch virbunden sin von dirre richtunge wegen ane geuerde. Vnd das diese sune vnd richtunge vnd alle vorgeschriben dinge gantz war vnd stede bliben, so habin wir globet vnd zů den heilgen gelerte eyde gesworn zů tuen zů haben vnd zů vollenfuren alles, daz von vns vorgeschriben steed, ane alle argeliste vnd geuerde. Vnd des zů vrkunde vnd guter sicherheid so geben wir den vorgenanten stetden diesen brieff mit vnsers vorgenanten herren von Winsperg, den wir her an gebeten haben, mit mynem Mahtolffis, mit myme Hanse Swarczenbergirs vnd mit myme Albrecht(es) Wissenbach eygen anhangenden inges(igel) besiegelt, vnder den ich Frydel von Frysingen mich veriehe vnd auch virbinde aller vorgeschriben dinge. Ich Engelh(art) von Winsperg obgenant virgehe vnd bekenne ouch, daz ich die vorgeschriben suene vnd richtunge zusschen den vorben(anten) teyln uff beidensieten beretd vnd betedinget han, als vorgeschriben sted, vnd des zů vrkunde so han ich durch beider teyle bede willen myn eigen ingesigel zů gezugnisse dirre vorgeschriben dinge gehangen an diesen brieff. Diz geschach vnd wart dirre brieff geben an sant Valentins dage nach Cristi geburte druczehen hundert vnd in dem vier vnd achtzijgisten jar.
Source Fulltext: Chartularium Sangallense X, Nr. 5997, S. 171-173.
Original dating clause: an sant Valentins dage
Editions:
- Ruser III, 1683.
Language:
Notes:
a) Unsichere Lesung, viell. Raczlin. - b) B. - 1 Mönsheim, nw. Stuttgart. - 2 Wiesenbach, sö. Heidelberg BW. - 3 Wohl Freising, Oberbayern. - 4 Weinsberg, ö. Heilbronn BW. - 5 Esslingen BW. - 6 Reutlingen BW. - 7 Rottweil BW. - 8 Weil der Stadt, w. Stuttgart. - 9 Überlingen BW. - 10 Memmingen, bayer. Schwaben. - 11 Biberach a.d. Riss BW. - 12 Ravensburg BW. - 13 Lindau, bayer. Schwaben. - 14 Kempten, Allgäu. - 15 Kaufbeuren, bayer. Schwaben. - 16 Leutkirch BW. - 17 Isny BW. - 18 Pfullendorf BW. - 19 Wangen i. Allgäu. - 20 Buchau, nö. Saulgau BW. - 21 Buchhorn, ht. Friedrichshafen BW. - 22 Nördlingen, bayer. Schwaben. - 23 Dinkelsbühl, Mittelfranken. - 24 Rothenburg o.d. Tauber, ebd. - 25 Windsheim, ebd. - 26 Weissenburg i. Bayern, ebd. - 27 Bopfingen, ö. Aalen. - 28 Aalen BW. - 29 Giengen a.d. Brenz, nö. Ulm. - 30 Schwäbisch Gmünd BW. - 31 Schwäbisch Hall BW. - 32 Heilbronn BW. - 33 Wimpfen, n. Heilbronn BW. - 34 Philipp v. Falkenstein (w. Rottweil BW).
Chartularium Sangallense 10 (1382-1389) 1384 II 14, in: Monasterium.net, URL <https://www.monasterium.net/mom/CSGX/1384_II_14/charter>, accessed 2025-04-04+02:00
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