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Charter: Chartularium Sangallense 10 (1382-1389) 1385 III 13
Signature: 1385 III 13
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13. März 1385, Wil
Ulrich Kupferschmid, Schultheiss von Wil, beurkundet eine Abmachung zwischen zwei Schwestern über eine Erbteilung von Zinsen.
Source Regest: 
Chartularium Sangallense X, Nr. 6060, S. 237.
 

orig.
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STA Thurgau Frauenfeld T'41'18.

3 Siegel, 1. besch., Abb. 582; 2. Ø 3 cm, Legende verwischt; 3. Abb. 611.
Material: Pergament
Dimensions: 29/34 cm
    Graphics: 
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    Allena) den, die disen brief ansehent lesent oder hoerent lesen, tůn ich Volrich Kupfersmid genant Wirri schulthaizz || ze Wil1 kunt vnd vergich ofenlich mit disem brief, daz ich ze Wil in der statt offenlich ze gericht sazz hút dis || tags, alz diser brief geben ist, vnd kam da fúr mich in gericht die ersam frow Gůta Hainrichs saelgen von || Littenhaid2 elichi tochter Volrichs von Múnchwile3 elichi husfrow mit demselben irem man ze ainem tail vnd Vrsulla Albrechts Merlers saelgen elichi husfrow der vorgenanten Gůten elichi swester ze dem andern tail. Vnd ofnot da die vorgenant Gůta mit dem vorgenanten irem elichen man vnd mit fúrsprechen vnd sprach, alz si mit derselben Vrsullen ir swester lieblich vnd frúntlich nach ir baider frúnd ravt getailt hetti vnd ir zehen mut kernen avn ain fiertel kernen Wiler messes iaerkliches geltes vsser dem wiger gelegen zwischan Anwile4 vnd Littenhaid, der gen Tanneg5 hoert, die von dem bistum ze Costentz lehen sint, ze tail worden waeren, vff dieselben zehen mut kernen vnd vf andrú gueter si Adelhaiten von Landsperg6 ir můter ze rechtem libding bewist hetti zehen mut kernen ain malter haber zwai pfunt pfenning ain som wins vnd sechs huenr, alz die brief wisten vnd saiten, die si dar vmb hett, vnd won daz vorgeschriben libding an korn pfenning win vndb) huenr gelt halbes an die vorgenanten Vrsullen ir swester nach der vorgenanten Adelhaiten ir můter tot vallen soelt, so waer si mit gůter vorbetrachtung vnd beschaidenhait nach ir baider frúnd vnd ander erber lút ravt mit der vorgenanten Vrsullen ir swester lieblich vnd frúntlich v´ber ain komen, also daz die vorgenant Gůt vnd ir erben oder die vorgenant Adelhait ir můter, ob si ir libdinges an dehainem gelt dar vff gewist wurd, die vorgeschribnen zehen mut kernen geltz avn ain fiertel růwklich haben vnd niessen soelten, alle diewil die vorgenant Adelhait ir můter lebt.Vnd wenn dieselb Adelhait ir můter von todes wegen abgangen waer, so soelten dann die vorgenanten zehen mut kernen gelts avn ain fiertel von demselben wiger mit allen rechten gantzlich vnd gar an die vorgenanten Vrsullen ir swester vnd an ir erben vallen fúr alle recht vordrung vnd ansprach, so si ald ir erben zů dem vorgenanten libding an korn pfenning win vnd huenr gelt nach der vorgenanten ir můter tot hetti ald gehaben moechti, also daz si noch ir erben dieselben Vrsullen noch ir erben dannan hin nach der vorgenanten ir můter tot an demselben kernen gelt niemer sumen noch ierren soelten weder mit gaistlichem noch mit weltlichem gericht noch avn recht noch mit dehainen andren sachen. Die vorgenanten Gůt von Littenhaid vnd Volrich von Múnchwille ir elich man havnt och gelobt bi gůten trúwen an des gerichtes stab vnd lobent och vesteklich mit disem brief fúr sich vnd fúr alle ir erben, beschaech daz ain ainwelliger bischof ze Costentz wurd ietz ald hernach, wenn daz beschaech, daz si dann die vorgenanten Vrsullen ir swester mit desselben bischofes von Costentz hand desselben anvales nach ir můter tot des vorgeschribnen kernen geltes vsser dem vorgenanten wiger versorgen vnd zů iren handen bringen vnd vertgen sont, alz si dann noturftig vnd dar an habent ist, an geuaerd, also daz ir dasselb kernen gelt nach ir můter tot warten vnd ruewklich beliben sol avn gevaerd, wenn es von der vorgenanten Vrsellen an si gemůtet ald gevordret wirt, dar nach in ainem manod dem naechsten. Waer aber, daz si daz nit taeten, so havnt si gelobt bi gůten trúwen an des gerichtes stab, wenn si dar vmb ermanot werdent, daz dann der vorgenant Volrich von Múnchwile sich mit sin selbs lib nach der manung inwendig aht tagen den naechsten antwúrten sol ze Wil in die stat in aines offens wirts hus vnd da recht vnuerdingot giselschaft laisten sol ie zwai mal an dem tag vnd von derselben giselschaft noch von der laistung niemer komen sol dann mit der vorgenanten Vrsellen Merlerinen gunst vnd vrlob, e daz ir daz gevertgot vnd zů iren handen bracht wirt, alz vor geschriben stavt, avn gevaerd. Vnd des alles ze offem vrkúnd der warhait so gib ich Volrich Kupfersmid schulthaizz da obgenant der vorgenanten Vrsullen Merlerinen disen brief von ir vordrung wegen mit minem insigel von des gerichtes wegen versigelt. Darnach veriechen wir obgenanten Gůta von Littenhait vnd Volrich von Múnchwile ain gantz warhait aller vorgeschribnen ding, vnd ze merer sicherhait derselben ding so haben wir och v´nsrú insigel offenlich gehenkt an disen brief. Der geben ist ze Wil in der statt mit rechter vrtail, do man zalt von Cristus gebúrt drúzehenhundert vnd ahtzig jar, darnach in dem fúnften jar, an dem naehsten mentag nach sant Gregorien tag.
    Source Fulltext: Chartularium Sangallense X, Nr. 6060, S. 237-239.

    Original dating clausean dem naehsten mentag nach sant Gregorien tag

    Editions
    • Thurg UB VII, 3823.


    LanguageDeutsch

    Notes
    a) Verzierte Initiale A 20 cm lang. - b)vnd über der Zeile nachgetragen. - 1 Ulrich Kupferschmid, 1382-1386 Schultheiss v. Wil, Stadt u. Bez. - 2 Littenheid, Gem. Sirnach, Bez. Münchwilen TG. - 3 Ulrich v. Münchwil (Gem. Kirchberg, Bez. Alttoggenburg), 1384-1408. - 4 Anwil, Gem. Fischingen, Bez. Münchwilen TG. - 5 Tannegg, ebd. - 6 Adelheid v. Landsberg (Gem. Bichelsee-Balterswil, Bez. Münchwilen TG).
    Places
    • Wil
       
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